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Lebensverlängernde Maßnahmen
Um eine Gasfeder individuell an die Anwendung anpassen zu können, bedarf es genauer Angaben, von denen die Geschwindigkeitssteuerung nur eine ist. Entscheidenden Einfluss auf die Auslegung nehmen vor allem die Bedingungen am Einsatzort. Wenn sich Umwelteinflüsse wie Straßenstaub, Wasser, Dunst oder Partikel von in Maschinen bearbeiteten Materialen nicht vermeiden lassen, sind besondere Schutzmaßnahmen für die Gasfeder erforderlich.

Für Heavy-Duty-Anwendungen wie z. B. für Straßenkehrmaschinen, Mähdrescher oder Industrieanlagen hat Suspa die Sonderausstattung Space-Mat entwickelt. Dieses Schmiersystem besteht aus einer Schutzkappe mit einem integrierten Kunststoffschaum, der mit einem speziellen Öl getränkt ist. Das Elastomer umgibt die Kolbenstange so, dass der Schmierstoff über Kapillarwirkung in die mikrorissige Oberfläche der Kolbenstange aufgenommen wird und diesen bei Schmierbedarf gezielt wieder abgibt. Angebracht wird die Kappe auf dem Gasfedernrohr. Bei jeder Bewegung der Kolbenstange werden Staub und Schmutz auf diese Weise abgestreift und die Kolbenstange und damit die Dichtung mit dem Öl benetzt. Ein weiterer positiver Effekt: Die Gasfeder, die normalerweise mit der Kolbenstange nach unten eingebaut werden muss, kann auch in umgekehrter Weise in die Anwendung eingefügt werden. Die Dichtung, die bei Einbausituationen mit Kolbenstangen nach oben irgendwann trocken laufen würde, bleibt dank des Schmiersystems auch in dieser Lage gut geschmiert.
Für Spezialfälle gerüstet
Einen speziellen Kolbenaufbau bietet Suspa mit der Sonderform Hydro Line. Im Gegensatz zur konventionellen Gasfeder ist hier der Kolben in der Ausgangsstellung geschlossen. In der Kolbenbaugruppe ist ein zusätzliches Ventilsystem verbaut, welches erst ab einer definierten Grenzlast den Gasaustausch und somit die Bewegung ermöglicht. Durch Krafteinwirkung von außen, z. B. durch das Bewegen einer Klappe von Hand, wird das Ventilsystem ausgelöst. Dann kann das Gas durch eine Öffnung zwischen den Kammern fließen. Man muss sich das so vorstellen: Wo unerwartet höhere Gewichte auf eine Gasfeder diese zum Einfahren zwingen würden, wirkt das Hydro-Line-System als eine zusätzliche Sperre. Dies ist beispielsweise bei Schneelasten auf dem Dachflächenfenster von Vorteil. Zusätzlich ermöglicht das Ventilsystem dem Anwender, das entsprechende Objekt in frei wählbaren Zwischenpositionen zu halten; es ist also möglich, das Gewicht auszubalancieren und nur durch Steuerung per Hand definiert zu bewegen. Von Vorteil ist diese Sonderlösung neben Fensteranwendungen im Maschinenbau, wenn innerhalb einer Maschine Klappen, auf die unterschiedliche Kräfte wirken oder die durch unterschiedlich große Mitarbeiter bedient werden, mit nur einem Gasfeder-Modell ausgestattet werden sollen. (br)
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