Kettenantrieb iwis entwickelt Kettengetriebe für einen neuartigen Elektrofahrrad-Antrieb

Redakteur: Jan Vollmuth

Ein neuartiger Antrieb für Elektrofahrräder von Iwis Antriebssysteme verfügt über ein integriertes Kettengetriebe. Das hybride Antriebskonzept nutzt die Kombination von einem leistungsstarken Elektroantrieb und Muskelkraft.

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Die iwis-Kettenkaskade im DDD-Trieb der Clean Mobile AG. (Bild: iwis)
Die iwis-Kettenkaskade im DDD-Trieb der Clean Mobile AG. (Bild: iwis)

Iwis Antriebssysteme hat einen neuartigen Antrieb für Elektrofahrräder mit integriertem Kettengetriebe vorgestellt. Der Kettentrieb wurde gemeinsam mit Clean Mobile, Hersteller von Elektroantrieben für Zweiräder, entwickelt. Das hybride Antriebskonzept nutzt die Kombination von einem leistungsstarken Elektroantrieb und Muskelkraft. Aufgrund der fein abgestimmten mechanischen und elektronischen Komponenten erreicht der Antrieb eine Gesamteffizienz von bis zu 80 Prozent.

Das neuartige Konzept ermöglicht eine anstrengungsfrei Beschleunigung und müheloses Fahren sowohl in der Stadt als auch in extremem Gelände – bei langer Reichweite und ganz ohne Emissionen.

Beim Münchner Hersteller von Präzisionsketten Iwis hatten Kunden bereits des Öfteren den Wunsch geäußert, Zahnriemen gegen Präzisionsketten zu tauschen. Jedoch war es noch vor drei Jahren vollkommen ungewöhnlich, eine Präzisionskette in einen Antrieb eines Elektrofahrrads einzubauen.

Clean Mobile, ebenfalls in München ansässig, hatte zu dem Zeitpunkt mit dem Einsatz von Elektrorädern im Postdienst bereits Erfahrungen gesammelt. Zusammen mit Iwis sollte nun ein neuartiger Antrieb entwickelt werden.

Sehr hohe Motordrehzahl

Das Lastenheft für den zu entwickelnden Antrieb wies eine sehr hohe Motordrehzahl für den sehr kleinen und leistungsdichten Elektromotor des Elektrofahrrads auf. Diese Drehzahl sollte aus der "Pedalumgebung" auf das Hinterrad übertragen werden. Der Motor sollte jedoch vorzugsweise im optimalen Wirkungsgradbereich drehen, was wiederum ein relativ hohes Drehzahlniveau auch bei niedrigen Geschwindigkeiten bedeutete. Die Zielanwendung war ein Cargo-Dreirad mit einem Gesamtgewicht von 400 kg.

Zusätzlich sollte der Antrieb auch der Pedelec-Verordnung entsprechen, die die Voraussetzungen für Elektrofahrräder mit Trittunterstützung (Pedal Electric Cycle, kurz Pedelec) regelt. Schnell war klar, dass dies nicht mit einer herkömmlichen Untersetzung zu realisieren war.

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