Geometrische Produktspezifikationen ISO GPS – Geometrische Toleranzen richtig anwenden

Autor / Redakteur: Prof. Dr.-Ing. Volker Läpple / Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

In unserer dreiteiligen Serie beleuchten wir „Symmetrieklassen“ und ihre Bedeutung für die Richtungs- und Ortstolerierung. Teil 2 erläutert die Reklassifizierung sowie die grundlegende Bedeutung von Situationselementen.

Das GPS-Normensystem der ISO ist ein auf mathematisch beschreibbaren Grundsätzen und Modellen basierendes, generisch aufgebautes und medienunabhängiges Regelwerk. Es dient der Beschreibung und Inspektion der Mikro- und Makrogeometrie technischer Produkte.
Das GPS-Normensystem der ISO ist ein auf mathematisch beschreibbaren Grundsätzen und Modellen basierendes, generisch aufgebautes und medienunabhängiges Regelwerk. Es dient der Beschreibung und Inspektion der Mikro- und Makrogeometrie technischer Produkte.
(Bild: robsonphoto-stock.adobe.com/Volker Läpple)

Alle räumlichen geometrischen Objekte können sieben Symmetrieklassen und alle ebenen geometrischen Objekte drei Symmetrieklassen zugeordnet werden, eine Tatsache, die bereits in Teil 1 dieser dreiteiligen Artikelserie ausführlich erläutert wurde. Diese Klassifizierung ist – unabhängig vom zugrundeliegenden Normensystem – von grundlegender Bedeutung für das Verständnis der Logik des geometrischen Tolerierens im Allgemeinen sowie der Richtungs- und Ortstolerierung im Besonderen.

Geometrisches Tolerieren, insbesondere die Richtungs- und Ortstolerierung, hängt eng mit der relativen Anordnung geometrischer Objekte bzw. deren Situationselementen oder Kollektionen dieser Objekte zusammen. Bei den geometrischen Objekten handelt es sich dabei in der Regel um Punktmengen in Form von ebenen oder räumlichen Kurven oder Flächen.