Additive Fertigung Internationaler Tag des 3D-Drucks soll Bewusstsein schärfen

Von Juliana Pfeiffer 3 min Lesedauer

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Am 3. Dezember ist der internationale Tag des 3D-Drucks. Er wurde 40 Jahre nach der Erfindung des 3D-Drucks am entsprechend ausgewählten 3. Dezember (3D) ins Leben gerufen. Dieser Tag soll das Bewusstsein für die 3D-Druckindustrie schärfen, aufklären und begeistern.

1984 meldete der Ingenieur Charles Hull sein Patent für die Stereolithografie (SLA) an.(Bild:  3D Systems)
1984 meldete der Ingenieur Charles Hull sein Patent für die Stereolithografie (SLA) an.
(Bild: 3D Systems)

Der 3D-Druck ist knapp 40 Jahre nach seiner Erfindung weit mehr als nur eine Spielerei: Vom 3D-Druck von Häusern über Organe bis hin zu Autos und Raketen, ist alles möglich. Der 3D-Druck verändert weltweit die Art und Weise, wie Produkte hergestellt werden. Ziel des internationale Tages des 3D-Drucks am 3. Dezember ist daher auf die additive Fertigung aufmerksam zu machen, über 3D-Drucktechnologien zu informieren und die Menschen für die 3D-Branche zu begeistern.

Erste 3D-Druckversuche mit Rapid-Prototyping-Technik

Bereits in den 1970er Jahren gab es erste Konzepte für den 3D-Druck, aber die ersten Versuche werden auf das Jahr 1981 datiert. Dr. Kodama entwickelte mit seiner Rapid-Prototyping-Technik die ersten 3D-Druckversuche. Damit beschrieb er einen schichtweisen Ansatz für die Herstellung und schuf damit einen Vorläufer der Stereolithographie (SLA). Die erforderliche Patentanmeldung reichte er unglücklicherweise nicht fristgerecht ein.

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Ein paar Jahre später interessierte sich ein französisches Team von Ingenieuren, Alain Le Méhauté, Olivier de Witte und Jean-Claude André, für die Stereolithografie. Sie gaben aber mangels Geschäftsperspektive auf.

Zur gleichen Zeit interessierte sich auch Charles Hull für die Technologie und reichte 1986 ein erstes Patent für die Stereolithografie (SLA) ein. Er gründete die 3D Systems Corporation und brachte 1988 mit dem SLA-1 ihr erstes kommerzielles Produkt auf den Markt.

https://www.sculpteo.com/de/3d-lernzentrum/die-grundlagen-des-3d-druckens/die-geschichte-des-3d-drucks/

Drei Haupttechnologien des 3D-Drucks in wenigen Jahren patentiert

Eine weitere 3D-Drucktechnik, bei der Pulverkörner durch einen Laser lokal miteinander verschmolzen werden, ist die SLS-Technologie. Das Patent hierfür meldete 1988 Carl Deckard von der Universität von Texas an. In der Zwischenzeit meldete Scott Crump, ein Mitbegründer von Stratasys Inc., ein Patent für das Fused Deposition Modelling (FDM) an. In weniger als zehn Jahren wurden die drei Haupttechnologien des 3D-Drucks patentiert und der 3D-Druck war geboren.

90er Jahre: Entwicklung schreitet schnell voran

Nachdem nun die Grundlagen geschaffen wurden, geht die Entwicklung der additiven Fertigung in den 90er-Jahren ziemlich schnell voran. In Europa wurde die EOS GmbH gegründet und schuf das erste EOS “Stereos” System für industrielle Prototyping- und Produktionsanwendungen des 3D-Drucks. Seine industrielle Qualität ist heute weltweit in der SLS-Technologie für Kunststoffe und Metalle anerkannt.

Im Jahr 1992 wurde das Fused Deposition Modeling-Patent an Stratasys erteilt, diese entwickelten daraufhin viele 3D-Drucker für Profis und Privatpersonen. Von 1993 bis 1999 entwickelten die Hauptakteure der 3D-Druckbranche verschiedenen Techniken:

CAD-Tools für die additive Fertigung

ZCorp und Binder Jetting: Basierend auf der Tintenstrahldrucktechnologie des MIT, schufen sie den Z402, der Modelle aus stärke- und gipsbasierten Pulvermaterialien und einem flüssigen Binder auf Wasserbasis herstellt.

Gleichzeitig werden immer mehr neue CAD-Werkzeuge entwickelt und sind verfügbar, um damit 3D-Modelle erstellen zu können. Das Unternehmen Sanders Prototype (jetzt bekannt als Solidscape), ist einer ersten Akteure, der spezielle Werkzeuge für die additive Fertigung entwickelt.

Die 2000er-Jahre waren sehr wichtig für den 3D-Druck: Additive Fertigung ist zu einer echten und erschwinglichen Prototyping- und Produktionstechnik für Unternehmen geworden und eröffnet neue Möglichkeiten. So entwickelt sich die 3D-Drucktechnologie ständig weiter. Neue 3D-Drucker werden inzwischen regelmäßig gelauncht. Sie sind effizienter, sie drucken schneller und sie geben Zugang zu neuen 3D-Druckmaterialien. Technologien wie CLIP (DLS) werden von Carbon entwickelt und machen den Druckprozess noch schneller und genauer als je zuvor. Der 3D-Druck hat seine Grenzen noch nicht erreicht.

Im nachfolgenden Video werden zehn Daten gezeigt, die den 3D-Druck verändert haben:

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