Halbzeug

Innovative Gleitpaarungen ohne teure Legierungselemente

| Redakteur: Dorothee Quitter

Die für Hochgeschwindigkeitszerspanung geeigneten Aluminiumbronzen führen zu einem bis 60 % reduzierten Werkzeugverschleiß, zu 40 % kürzeren Bearbeitungszeiten und zu 25 % bis 40 % längeren Werzeugstandzeiten.
Die für Hochgeschwindigkeitszerspanung geeigneten Aluminiumbronzen führen zu einem bis 60 % reduzierten Werkzeugverschleiß, zu 40 % kürzeren Bearbeitungszeiten und zu 25 % bis 40 % längeren Werzeugstandzeiten. (Bild: Albromet)

Aluminiumbronze ist ein begehrter Lagerwerkstoff. Das liegt vor allem an seiner Härte sowie seiner Stoß- und Schmutzunempfindlichkeit.

Aluminiumbronze ist die am meisten eingesetzte Legierung für Lagerungen in einem extrem schwierigen Umfeld. Denn sie ist wenig empfindlich gegenüber Schmutz oder Gegengleitflächen, auch wenn diese eine schlechte Oberflächenqualität haben. Auch bei Stößen oder Schwingungen bewährt sie sich bestens, was beispielsweise für Verpackungsmaschinen wichtige Faktoren sind. Albromet, führender Anbieter von high-end-Metallen, bietet mit seinem Sortiment an Aluminiumbronzen eine Angebotsvielfalt, die den hohen Anforderungen seiner Kunden mehr als gerecht wird.

Spanbrechende Zusätze

Der Unterschied zu anderen Aluminiumbronzen liegt in der qualitativ hochwertigen Herstellung des Materials. Die hohen Ansprüche seitens Albromet an die einzuhaltenden Toleranzen bei der Materialzusammensetzung sind hier ausschlaggebend und machen den Unterschied zu vergleichbaren Wettbewerbsprodukten. Die maschinelle Bearbeitung wird durch spanbrechende Zusätze beim Entstehungsprozess wesentlich verbessert. Nach bisherigen Erfahrungen ergeben sich bis zu 60 % reduzierter Werkzeugverschleiß, 40 % kürzere Bearbeitungszeiten und 25 % bis 40 % längere Standzeiten bei den HSC-Werkstoffen.

Enge Toleranz der Legierungselemente

Für Werkstücke, die besonders belastbar sein müssen, bieten sich CuALFe Legierungen mit eingeengter Toleranz in den Legierungselementen an. Bereits als Strangguss weist die Legierung A-200 eine Härte von 180-190 HB (Härte nach Brinell) und eine Zugfestigkeit von über 600 N/mm² auf. Auch der Gleitreibungskoeffizient von 0,1 – 0,2 (geschmiert) erlaubt Tribosysteme mit hohen Belastungen, wobei die Quetschgrenze bei ca. 1000 N/mm² (0,2% – 352N/mm²) liegt. Diese Kombination erlaubt moderne innovative Gleitpaarungen zu konstruieren, ohne teure Legierungselemente einsetzen zu müssen. Das Portfolio umfasst außerdem hoch entwickelte Werkstoffe die in 200-380 HB erhältlich sind.

Keine statische Aufladung

Die hervorragenden Festigkeitswerte ermöglichen nicht nur eine kompakte Konstruktionsweise. Sie sparen Material und damit bares Geld. In Zeiten immer größerer Verknappung von seltenen Edelmetallen, ist Aluminiumbronze damit eine echte Alternative zu herkömmlichen Gleitlagerwerkstoffen im höher festen Bereich. Das unmagnetische Material wird auch deshalb besonders frequentiert, weil es sich nicht statisch auflädt. Damit werden keine Stäube angezogen, was sowohl bei der Lebensmittelverarbeitung, insbesondere aber im Bereich von Pharma- und Medizingütern ein entscheidendes Kriterium ist.

A 200 ist ausdrücklich für die Lebensmittelindustrie zugelassen und beantwortet mit dem Siegel "Green Alloys" auch die Frage der Nahrungsmittelindustrie nach einem nickel-, zinn- und bleifreien Werkstoff. Green Alloys bedeutet, dass dieses Material kein oder nur sehr wenig (< 0,05%) Nickel enthält. (qui)

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