Hannover Messe 2025 Innovationsmotor trotz leichtem Besucherrückgang

Von Sandro Kipar 2 min Lesedauer

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Nach fünf Messetagen ziehen Veranstalter und Verbände ihre erste Bilanz zur Hannover Messe 2025. Die Besucherzahlen der vergangenen Jahre konnten nicht erreicht werden.

Großer Andrang bei den großen Unternehmen. Vor allem Siemens war in diesem Jahr wieder ein Besuchermagnet.(Bild:  Sandro Kipar/VCG)
Großer Andrang bei den großen Unternehmen. Vor allem Siemens war in diesem Jahr wieder ein Besuchermagnet.
(Bild: Sandro Kipar/VCG)

Eine Hannover Messe in turbulenten Zeiten geht zu Ende. Eigentlich ein Satz, der seit rund fünf Jahren immer wieder von Neuem gilt. Nach der Corona-Pandemie, dem russischen Angriffskrieg und einer drohenden deutschen Wirtschaftskrise hat nun der US-Präsident Donald Trump mit seinem Zoll-Rundumschlag gegen die ganze Welt die Aktienmärkte in den tiefroten Bereich geschickt. Auf der Hannover Messe selbst war von einer schlechten Stimmung jedoch kaum etwas zu merken: Rund 127.000 Besucher aus 150 Ländern tauschten sich mit etwa 4.000 Ausstellern über die aktuellen Trends der Branche aus. Damit konnten die Messeveranstalter das Niveau aus dem vergangen Jahr nicht ganz halten. 2024 und 2023 zählte die Hannover Messe noch jeweils rund 130.000 Besucher. Vor der Pandemie waren auf der Hannover Messe 2019 noch 215.000 Besucher und rund 6.500 Aussteller.

Das sind die Highlights der Hannover Messe 2025:

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„Die Hannover Messe 2025 war ein kraftvolles Bekenntnis zur Zukunftsfähigkeit der Industrie in Deutschland und Europa – im Schulterschluss mit ihren internationalen Partnern“, sagt Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG, laut einer Mitteilung. „In einer von Unsicherheit geprägten Weltlage wurde sie ihrer Rolle als Tech-Show, Business-Messe und Plattform für den wirtschaftspolitischen Dialog und die internationale Kooperation mehr als gerecht.“ Die Themen richteten sich deshalb an die Zukunft der Branche: KI und Energieeffizienz, aber auch additive Fertigung spielten eine wichtige Rolle auf der Messe. „Die ausstellenden Unternehmen haben eindrucksvoll gezeigt: Technologisch haben wir alle Trümpfe in der Hand, um in Deutschland und Europa wettbewerbsfähig, nachhaltig und innovativ zu produzieren“, so Köckler.

Ein Blick in die Messehallen zeigt, dass Deutschland aufgrund des traditionellen Domainwissens in Kombination mit KI sehr gut aufgestellt ist.

Claus Oetter, Geschäftsführer VDMA Software und Digitalisierung

VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann betont die wichtige wirtschaftspolitische Signalwirkung der Hannover Messe, vor allem mit dem diesjährigen Partnerland Kanada, das schon vor einigen Wochen in einen Handelsstreit mit der USA gezogen wurde. „Die diesjährige Hannover Messe hat in besonderem Maße gezeigt, wie wichtig gute Partnerschaften und offene Märkte für eine export- und innovationsgetriebene Industrie wie den Maschinen- und Anlagenbau sind. Die Bereitschaft des Gastlands Kanada, mit Europa den Handel zu vertiefen, ist eine erfreuliche und ermutigende Nachricht in einer Welt, die von zunehmenden Handelsdisputen geprägt ist“, so Brodtmann. Um die Aufgaben zu bewältigen, brauche es vor allem Innovationen wie digitale Automatisierungslösungen. Deutschland müsse sich dabei vor der Konkurrenz aus dem Ausland nicht verstecken. „Ein Blick in die Messehallen zeigt, dass Deutschland aufgrund des traditionellen Domainwissens in Kombination mit KI sehr gut aufgestellt ist. Jetzt gilt es diese Stärken konsequent und strategisch zu nutzen“, sagt Claus Oetter, Geschäftsführer VDMA Software und Digitalisierung. „Der Industriestandort Deutschland gilt in der angewandten KI als Vorreiter“, betont er.

Die nächste Hannover Messe findet vom 20. bis zum 24. April 2026 statt. Partnerland wird Brasilien sein.

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