In der mechanischen und elektrischen Antriebstechnik hat sich in 2023 einiges getan. Und auch zu den Meilensteinen der Technikgeschichte wurden auf konstruktionspraxis.de fesselnde Berichte veröffentlicht. Hier haben wir für Sie die beliebtesten Artikel des Jahres zusammengestellt.
Unsere Autorinnen und Autoren haben in den vergangenen zwölf Monaten nicht nur die neuesten Entwicklungen in der Antriebstechnik beleuchtet, sondern auch Meilensteine der Technikgeschichte unter die Lupe genommen – und das Interesse unserer Leserschaft geweckt. In diesem Überblick präsentieren wir Ihnen die meistgelesenen Artikel des Jahres 2023, die die aufregendsten Innovationen und historischen Errungenschaften auf dem Gebiet der Antriebstechnik zusammenfassen.
Eine Technik, die die Energieversorgung revolutionieren könnte
Man sollte vielleicht nicht immer gleich von „Revolutionen“ oder „großen wissenschaftlichen Durchbrüchen“ reden, aber was der 30-jährige Xie Heping in China erfunden hat, könnte theoretisch eines Tages die Energieversorgung der Erde revolutionieren: Es ist eine Technik, mit der aus Meerwasser Wasserstoff hergestellt wird - ohne vorheriges Entsalzen.
Um 9 Uhr am 10. August 1888 beginnt ein neues Zeitalter der Aeronautik: Gravitätisch steigt ein Luftschiff in die Höhe und fliegt mit knatterndem Viertaktmotor davon. Es ist der erste Motorflug in der Geschichte der Luftfahrt. Das Fluggerät des Leipziger Buchhändlers Dr. Friedrich Hermann Wölfert schafft es mit seinem 2 PS starken Motor immerhin vier Kilometer weit.
Das viersitzige Flugauto Aska A5 hat die Größe eines Geländewagens, aber auf Knopfdruck fährt es elektrische Propeller aus und verwandelt sich in ein reisefähiges eVTOL-Flugzeug (electric Vertical Take-Off and Landing). Die FAA hat es bereits für die Flugerprobung freigegeben. Die Entwickler sehen in dem Viersitzer eine Möglichkeit, Staus zu vermeiden und fliegend schnell vom Land in die Stadt zu kommen.
TU München testet Hyperloop-Technik mit Passagieren
Am Campus Ottobrunn der Technischen Universität München wird seit diesem Jahr ein sogenannter Hyperloop getestet. Das Ziel der Forschungsarbeit ist, ein Fahrzeug zu entwickeln, das sich mit bis zu 800 km/h durch Vakuumröhren bewegt. Um den Betrieb mit Personen zu ermöglichen, zertifizierte TÜV Süd den Demonstrator für den Passagierbetrieb. Die ersten Fahrgäste transportierte der Highspeed-Zug im Juli 2023. Er fährt aktuell allerdings nur 24 Meter weit. Jetzt will die Forschungsgruppe vor allem Antrieb, Schwebetechnik und Vakuumverhalten der Kapsel untersuchen.
Die Technik-Messe CES in Las Vegas war im Januar 2023 nach einer Corona-Delle auf dem Weg zu alter Größe. Rund 115.000 Besucherinnen und Besucher zählte der Veranstalter an den vier Messetagen. Innovationen, die das High-Tech-Jahr 2023 dominieren könnten, standen im Fokus der Consumer Electronics Show. An den Ständen der 3.200 Aussteller waren zum Beispiel neue Kollaborations- und Gaming-Modelle von Monitoren zu sehen (natürlich auch im geschwungenen Design). Nicht alle Neuheiten waren strikt elektronisch: So wurden unter anderem auch modulare und nachhaltige Sitze und Innenausstattung für Autos gezeigt. Im Bereich Automotive wurde auch der CES-2023-Innovation-Award vergeben: Er ging an Forvia für den ersten Solid-State-Lighting-High-Definition-Scheinwerfer (SSL | HD). Unter den vielen Messeneuheiten war auch eine interessante Sicherheitslösung für Fahrzeuge: Pantomime von Valeo nutzt einen Algorithmus, um die Bewegungen gefährdeter Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer zu analysieren.
Fahrradfahren liegt im Trend. Doch nicht jeder kann mitmachen: Die gebeugte Haltung der Fahrenden auf dem Mountainbike etwa ist für manche Leute ein Problem. So ging es auch einem Tiroler Sportler. Er hat deswegen für sich selbst und seine Leidensgenossen ein Gerät erfunden, das die Bewegung eines Steppers mit der Dynamik des Fahrradfahrens verbindet: den Streetstepper. Das Geheimnis ist ein eigens entwickeltes Getriebe.
Elektro-Golf der nächsten Generation: Ausblick auf den ID 2 von VW
Volkswagen hat 2023 in Hamburg die Studie ID 2 all vorgestellt. Der E-Golf soll Ende 2025 als ID 2 auf den europäischen Markt kommen. Die Vision dahinter ist ein bezahlbares Einstiegsmodell in die Elektromobilität: Für unter 25.000 Euro soll das Auto zu haben sein, das mit seinen kompakten Abmessungen an den Polo erinnert. Die Reichweite von 450 Kilometer kann sich sehen lassen. Die Produktion des ID 2 startet in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 im spanischen VW-Werk Martorell bei Barcelona.
Den ersten Skilift entwickelte der Landwirt und Kurhausbetreiber Robert Winterhalder im Schwarzwald für die Gäste des Kurhauses. Der Lift wurde mit Wasserkraft angetrieben und funktionierte hervorragend. Dem Erfinder blieb es dennoch verwehrt, selbst weitere Lifte mit dieser Technik zu bauen. Sie wird jedoch bis heute eingesetzt. Häufiger sieht man allerdings die Bügellifte, die später ein skibegeisterter Ingenieur aus Davos konstruierte: Ernst Gustav Constam.
Der Hersteller des Urban-E-Bikes „City Vanture“ setzt auf eine uralte Konstruktionstechnik. Denn zum ersten Mal bei einem Serienbike wird hier der Rahmen nach dem Zapfen-Prinzip zusammengesteckt und nicht geschweißt. Die Konstruktion verzichtet damit auf Schweißnähte, die oft eine Schwachstelle darstellen und meist nicht besonders ästhetisch sind, da sie in der Regel ungeglättet bleiben. Durch das Steckprinzip wird außerdem der Transport in wesentlich kompakteren Maßen möglich.
Stand: 08.12.2025
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Wie eine neue Technologie den Super-E-Automotor ermöglicht
Die Spitzenklasse der E-Autos stellt höchste Ansprüche an die Motoren. Die Antriebshersteller setzen dabei unter anderem auf die Stator-Wickelmaschinen von Schaeffler Elmotec Statomat. Deren spezielle und innovative Wickeltechnologie ermöglicht es, die Kupferspulen extrem dicht zu wickeln. Das Ergebnis: Ein Motor, so groß wie ein Getränkekasten mit 600 PS. Hier kommt es auf jedes Detail an, beim Wickeln der Drähte zum Beispiel auf die Drehverbindungen.
Eurobike 2023: E-Bikes, Fahrräder und pfiffiges Zubehör
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