Mobilität der Zukunft Hyperloop-Teststrecke in München eröffnet

Quelle: Pressemitteilung TU München 2 min Lesedauer

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Mit über 800 km/h durchs Vakuum – ein erster Meilenstein hin zu einem solchen Ereignis ist in der bayrischen Hauptstadt erreicht. Am Campus Ottobrunn der Technischen Universität München wird seit neustem ein sogenannter Hyperloop getestet, erste Passagierfahrten sind gestartet.

Die TU München testet ein Hyperloop-Tunnelsystem.(Bild:  TUM/Andreas Heddergott)
Die TU München testet ein Hyperloop-Tunnelsystem.
(Bild: TUM/Andreas Heddergott)

Die Technische Universität München (TUM) hat die europaweit erste Hyperloop-Teststrecke in Realgröße eingeweiht. Sie erlaubt in einer 24 Meter langen Versuchsröhre Passagierfahrten im Vakuum.

Am 10. Juli 2023 fand die Jungfernfahrt mit Passagierkapsel innerhalb des Vakuums der Teströhre statt. Um den Betrieb mit Personen zu ermöglichen, wurde der Demonstrator vom TÜV Süd für den Passagierbetrieb zertifiziert. Jetzt will die Forschungsgruppe vor allem Antrieb, Schwebetechnik und Vakuumverhalten der Kapsel untersuchen.

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Jungfernfahrt fand bereits statt

„Der Wechsel vom Modellmaßstab auf reale Abmessungen und insbesondere Europas erster Passagiertest unter Vakuumbedingungen sind ein wichtiger Meilenstein, um die Technik bald zu skalieren und längere Testsegmente zu realisieren“, sagte Projektleiter Gabriele Semino. „Wir können mit unserer Anlage insbesondere den Antrieb, die Schwebetechnik, das Verhalten der Kapsel im Vakuum und Sicherheitsaspekte an einem vollwertigen Hyperloop-Segment untersuchen.“

Transport von bis zu fünf Fahrgästen möglich

Der Hyperloop-Demonstrator besteht aus drei Elementen.

  • Der offensichtlichste Teil ist die 24 Meter lange Teststrecke in Form einer Betonröhre. Sie misst einen Durchmesser von rund vier Metern und beherbergt neben einem Bahnsteig auch Teile der Technik, die für das Schweben und den Antrieb der Passagierkapsel notwendig ist.
  • Die Kapsel verfügt über ein vollwertiges Interieur und kann bis fünf Fahrgäste aufnehmen. Das Passagiermodul ist für den Einsatz im Vakuum optimiert.
  • Der dritte Teil der Anlage ist die Betriebsleitzentrale, die neben der Steuerung des Demonstrators auch Bauteile wie die leistungsfähigen Vakuumpumpen beherbergt.

Info

Hyperloop-Systeme verfolgen die Vision, Transport- und Passagierkapseln in annähernd luftleeren Röhren zu befördern. Das Vakuum soll ermöglichen, die Kapseln fast ohne Luftwiderstand zu bewegen, was enorme Geschwindigkeiten in Aussicht stellt.
Ziel des Hyperlopp-Vorhabens ist, bis Ende des Jahrzehnts über mehrere Entwicklungsschritte eine Referenzstrecke zu bauen, in der Passagiere mit mehr als 800 km/h befördert werden können.

Mehr dazu bei der TU München.

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