Messenachbericht Innotrans Innotrans 2012 mit Rekordbilanz
Ein Plus bei den Fachbesuchern und Ausstellern, volumenstarke Geschäftsabschlüsse und eine höhere internationale Beteiligung prägten die neunte Auflage der Innotrans. 126.110 Fachbesucher aus 140 Ländern informierten sich an den Fachmessetagen bei 2.515 Unternehmen aus 49 Ländern über die neuesten Produkte und Services der globalen Bahnindustrie.
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Insgesamt hat die InnoTrans in allen relevanten Bereichen – also bei Ausstellern, Fachbesuchern, Internationalität und vermieteter Fläche – im Vergleich zur vorherigen Messe deutlich zugelegt. Mit dieser positiven Bilanz baut die Messe ihre Position als weltweit bedeutendste Marketingplattform der Bahnindustrie weiter aus.
Dass auf der Innotrans 2012 Spitzentechnologie gezeigt wurde, belegen auch die 104 Weltpremieren, die die Unternehmen in Berlin präsentierten. Mit Geschäftsabschlüssen von insgesamt über 1,8 Milliarden Euro erlangte die InnoTrans zudem als Ordermesse eine neue Qualität.
Blick in die Zukunft
DLR zeigte ein begehbares Teilmodell des Next Generation Train: Im Rahmen seines Projektes Next Generation Train präsentiert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als begehbares „Generisches Labor“ das fünf Meter hohe und zwölf Meter lange Modell eines doppelstöckigen Wagenkastens. Das Fahrgastmodul in Leichtbauweise besteht aus einem mit faserverstärkten Kunststoffen umwickelten Schaumkern in Ziegelbauweise. Das Fahrwerksmodul ist wie eine wabenartige Röhre gebaut und umfasst auch ein Modell des Einzelradfahrwerks.
„Mit dem Next Generation Train zeigt das DLR, wie Bahnfahren in Zukunft noch schneller und zugleich umweltfreundlicher und sicherer werden kann“, so Professor Prof. Dr.-Ing. Ulrich Wagner, Vorstand für Energie und Verkehr. Mit durchschnittlich 400 Stundenkilometern soll der NGT einmal bis zu 1.600 Fahrgäste befördern.
DB-Lieferantenprädikat: Neue Kabel sind für Kupferdiebe uninteressant. „Wer diesen Preis erhält, hat einen maßgeblichen Beitrag zum nachhaltigen Unternehmenserfolg geleistet“, sagte Vorstandschef Dr. Rüdiger Grube bei der traditionellen Vergabe der DB-Lieferantenprädikate auf der Innotrans.
Dabei ging der Sonderpreis an die Münchner Dependance der italienischen Firma Cembre. Sie hat ein neues Kabel aus einer Aluminium-Kupferlegierung in einem PVC-Mantel entwickelt, das die bisherigen Kupfer-Signalkabel ersetzt. Angesichts des geringeren Materialwertes ist es unattraktiv für Kabeldiebe, die allein im vergangenen Jahr einen Schaden von 15 Millionen Euro verursachten, so Dr. Volker Kefer, Vorstand für Technik und Infrastruktur, bei der Auszeichnung. (Nach dem Umblättern: Premieren-Feuerwerk)
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