Drucklufterzeugung

Industrie 4.0 in der Druckluftversorgung

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Abgestimmt auf die Bedürfnisse des Kunden

In drei Ausbaustufen lässt sich das System auf die individuellen Kundenbedürfnisse abstimmen. Die Basisstufe SmartLink Service bietet eine monatliche Übersicht über die Betriebsstunden der Kompressoren, Vakuumpumpen oder Gaseerzeuger und die bis zum nächsten Servicetermin verbleibende Zeit. „Der Techniker kann daher exakt zum richtigen Zeitpunkt bestellt werden“, erläutert Decker. „Das Risiko eines Ausfalls wird minimal, und der Energieverbrauch bleibt immer im optimalen Bereich.“ Mit einem Mausklick gelangt der Nutzer auf die SmartLink-Website, wo er sein Service-Tagebuch jederzeit einsehen kann. Außerdem findet er dort alle relevanten Informationen zu seinen Maschinen.

SmartLink Uptime, die zweite Service-Stufe, umfasst alle Leistungen von SmartLink Service. Mit dem Ziel, die Verfügbarkeit der Kompressoren zu maximieren, überwacht SmartLink Uptime darüber hinaus die Druckluftstation und schickt im Notfall eine Warnmeldung per E-Mail oder SMS auf das (mobile) Endgerät des Betreibers. „Dieser kann zeitnah die notwendigen Handlungen einleiten, um einen Ausfall zu verhindern“, beschreibt Decker. „Auf der SmartLink-Website erscheinen die aktuelle Warnung sowie der Status der betroffenen Kompressoren. Außerdem ist die Historie früherer Zwischenfälle einsehbar. Alle Verfügbarkeitsdaten der Kompressoren sind auf der Website hinterlegt und lassen sich beispielsweise als Kuchendiagramm darstellen.“

SmartLink Energy, die dritte Service-Stufe, bringt darüber hinaus alle notwendigen Werkzeuge mit sich, um die Anforderungen eines Energiemanagementsystems gemäß ISO 50001 zu erfüllen. Alle Effizienzparameter können einfach und kontinuierlich verfolgt werden. „Der Nutzer kann zu jeder Zeit seinen Verbrauch abfragen und auch, wie sich der Verbrauch im Unternehmen entwickelt“, erklärt Decker. „Detaillierte Analysen machen Effizienzsteigerungen sichtbar. Die Ergebnisse des Monitorings sind auf unserem SmartLink-Portal einsehbar und können als Excel-Datei, als Grafik oder als kompletter technischer Bericht exportiert werden.“

Datensammlung und -transfer via Smart-Box oder Steuerung

Eine sogenannte Smart-Box sammelt und überträgt alle Zustandsdaten; die Box ist serienmäßig in den neuen Kompressoren von Atlas Copco integriert. Ältere Modelle lassen sich problemlos nachrüsten. Ist in der Druckluftstation eine übergeordnete Steuerung der Typen ES 16, ES 130 oder ES 360 vorhanden, können die Daten über den kundenseitigen Server ausgetauscht werden. „Alle Kompressoren sind dann über den Can-Bus vernetzt und an die übergeordnete Steuerung angeschlossen“, beschreibt Decker. „Über ein Ethernet-Kabel werden die Daten aus der Steuerung an den Server des Kunden geschickt und von dort aus via Internet an den Atlas-Copco-Server. Die Smart-Boxen braucht man in diesem Fall nicht.“

Weitere Überwachungsoptionen

Derzeit schnüren die Experten bei Atlas Copco weitere „Industrie-4.0-Pakete“ für eine noch differenziertere Überwachung der Kompressoren und Aufbereitungsmodule. Mittels verschiedener Sensoren lassen sich beispielsweise Temperatur, Feuchtigkeit oder Schwingungen kontinuierlich messen und über SmartLink auslesen und bewerten. Auf diese Weise können eventuelle Probleme frühzeitig aufgespürt und Motoren und Maschinen noch besser geschützt werden. „Ich kann zum Beispiel einen Pt-1000-Temperaturfühler und eine Antikondensationsheizung optional in den Motor einbauen, um diesen zusätzlich zu schützen“, führt Decker eine der Möglichkeiten auf. „Außerdem bieten wir unseren Kunden eine Schwingungsüberwachung an oder einen Sensor für die Feuchtemessung, der anzeigt, ob der Trockner richtig arbeitet.“

SmartLink mache dem Anwender das Leben leichter, indem es Maschinendaten in wertvolle Informationen umwandele, fasst Karsten Decker zusammen: „Das Programm minimiert die Ausfallzeiten der Kompressoren, hält die Energiekosten gering und bietet seinem Nutzer alle Features für eine hocheffiziente und verlässliche Druckluft- und Gase- sowie Vakuumerzeugung im Zeitalter von Industrie 4.0.“ (qui)

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