Windenergieanlage Individuelle Kleinwindenergieanlage nach dem Baukastenprinzip

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Der Mechatronikspezialist Ritter Elektronik entwickelt und produziert seit mehr als 40 Jahren Industrieelektronik und Antriebstechnik. Das neueste Projekt ist die Entwicklung einer Kleinwindenergieanlage (KWEA) mit Vertikalachsen-Rotor und einer Nennleistung von 3 kW. Dem ersten Modell sollen nach dem Baukastenprinzip weitere Ausführungen folgen.

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Basierend auf seiner jahrzehntelangen Erfahrung in der Entwicklung technologisch anspruchsvoller Leistungselektronik, unter anderem bei der Konzeption einer 1 MW Windenergieanlage, verstärkt Ritter Elektronik sein Engagement im Wachstumsmarkt der erneuerbaren Energien. Die KWEA ist für Netzparallel-, Heiz- oder Inselbetrieb ausgelegt und auf hohe Zuverlässigkeit sowie einfache Wartung optimiert. Zur Zeit befindet sich der Prototyp der Windanlage in der ausführlichen Erprobung, mit der Marktreife rechnet man bei Ritter Elektronik für Ende 2009.

Vertikale Achse für optimale Windnutzung

Bei der Entscheidung für einen Windradtyp wählten die Remscheider Ingenieure ein Vertikalachsen-Windrad. Dieses hat bei der Aufstellung auf oder in der Nähe von Gebäuden entscheidende Vorteile. Anders als die (meist dreiflügeligen) Rotoren an horizontalen Achsen muss ein Vertikalachsen-Windrad nicht auf die gerade vorherrschenden Luftströmungen ausgerichtet werden. Stattdessen arbeitet diese Bauform völlig windrichtungsunabhängig.

Da in Bodennähe und besonders in der Nachbarschaft von Gebäuden häufig Luftstrom-Verwirbelungen auftreten, erreichen Vertikalachsen-Windräder in dieser Umgebung einen hohen Wirkungsgrad – die Rotoren nehmen auch kurze Turbulenzen auf und können diese zusätzlich zur Stromgewinnung verwerten.

Ein weiterer Vorteil der Vertikalachsen-Bauform ist die bessere Verträglichkeit in Wohnumgebungen. Die von vielen als störend empfundenen Schallschläge der Rotorblätter – das „Wuschen“ oder „Ploppen“ der Flügel – werden verringert. Um einen Stroboskopeffekt bei Sonnenbestrahlung zu verhindern, werden die Rotoren mit einer reflektionsmindernden Beschichtung versehen. Sämtliche elektrischen Baugruppen sind in Schutzart IP65 ausgeführt. (Weitere interessante Infos finden sie auf der nächsten Seite)

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