Sensor- und Messtechnik Im Überblick: Die fünf Nominierten für den AMA Innovationspreis
Der AMA Fachverband für Sensorik (AMA) vergibt auch diesem Jahr den AMA Innovationspreis. Nominiert wurden fünf Bewerber, die von der Jury aufgrund ihrer innovativen Entwicklungen ausgewählt wurden.
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Der AMA Innovationspreis zählt seit dreizehn Jahren zu den renommiertesten Preisen in der Sensorik und Messtechnik. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird für außergewöhnliche Neuentwicklungen im Bereich Sensorik und Messtechnik vergeben.
Als wichtigste Beurteilungskriterien nennt die elf Juroren aus Industrie und Forschung Innovationshöhe, Originalität und eine erkennbare Marktrelevanz. Das Besondere an diesem Preis: Prämiert werden die Forscher und Entwickler selbst.
Parallel dazu vergibt der Fachverband 2013 erstmals den Sonderpreis "Junge Unternehmen". Dafür können sich Unternehmen bewerben, die nicht länger als fünf Jahre am Markt sind, weniger als 50 Mitarbeiter beschäftigen und deren Jahresumsatz unter 10 Millionen Euro liegt. Dem Gewinner winkt ein kostenloser Messeauftritt auf der Sensor+Test 2013. Auch die Jungen Unternehmen müssen den genannten Beurteilungskriterien genügen.
In diesem Jahr bewarben sich erstmals 60 Forscher- und Entwicklerteams um den AMA Innovationspreis und den Sonderpreis, davon 41 aus Deutschland. Bei der Vorstellung der Bewerber unterstrich der Fachverband das "quantitativ und qualitativ sehr gute Niveau" und reagierte mit einer erhöhten Zahl an Nominierungen: „Dass wir in diesem Jahr fünf Bewerbungen nominieren, zeigt, wie interessant das Bewerberfeld und wie innovativ die Branche ist, “erklärt der Juryvorsitzende Prof. Dr. Andreas Schütze von der Universität des Saarlandes.
Zu den fünf nominierten Bewerbern zählen zwei aus der Kategorie Junge Unternehmen: Xarion Laser Acoustics aus Wien überzeugte die Jury mit einem optischen Mikrofon, das ohne Membran auskommt; das Coburger Unternehmen Sensaction überzeugte mit dem LiquidSens Multisensor zur Flüssigkeitsüberwachung. Mit ihrer Nominierung haben die beiden Unternehmen bereits ein großes Los gezogen – sie können sich kostenlos auf der Sensor+Test 2013 präsentieren.
Das weltweit erste Mikrofon ohne Membran
Das optische Mikrofon von Xarion ist das weltweit erste Mikrofon ohne Membran oder ein anderes mechanisches Bauteil . Es verwendet ein optisches Funktionsprinzip, das sich grundlegend von der mechanischen Schallwellentransmission konventioneller Mikrofone unterscheidet. In einem starren Fabry-Pérot-Etalon (ein optischer Resonator bestehend aus zwei plan-parallelen optischen Spiegeln und einem Laserstrahl) verändern Schallwellen den Brechungsindex der Luft. Dadurch verändert sich die optische Weglänge des Lasers zwischen den Spiegeln und somit die optische Transmission des Etalons, was zu einem entsprechenden elektrischen Signal führt.
Das optische Mikrofon ermöglicht eine völlig lineare Klangaufnahme und echte Impulstreue. Vibrationen, Windgeräusche und Körperschall verursachen praktisch keine Störungen, gleichzeitig bietet das Miktofon eine sehr gute Richtwirkung. Im Glasfaserdesign ist es immun gegenüber elektromagnetischer Interferenz und damit quasi verlustfrei über kilometerlange Distanzen.
Das Optische Mikrofon soll in Forschungs-/Industrieanwendungen, im Technischen Schallmessungsmarkt sowie im Bereich Professional Audio/Consumer Electronics eingesetzt werden. Zusätzlich kann das Messprinzip grundsätzlich überall da angewendet werden wo hochfrequente Dichteänderungen in Gasen oder Flüssigkeiten gemessen werden sollen.
Zuverlässige Online-Flüssigkeitsanalyse im laufenden Prozess
Der LiquidSens Multisensor von Sensaction zur Flüssigkeitsüberwachung ermöglicht eine zuverlässige Online-Flüssigkeitsanalyse im laufenden Prozess für nahezu alle Industriebereiche. Das System überwacht das flüssige Medium während des gesamten Produktionszyklus; also nicht nur stichprobenartig. Dabei werden selbst kleinste Änderungen von dem robusten Multisensor angezeigt.
Um eine perfekte Prozessanpassung zu ermöglichen, kann dass Messsystem aus verschiedener Hard- und Software individuell zusammengestellt werden. Als Messgrößen können die Schallgeschwindigkeit, die Konzentration, die Temperatur und die Dichte ausgegeben werden.
Typische Applikationen für den Multisensor finden sich in der Chemie- und Reinigungsindustrie sowie bei Anwendern von Kühlschmierstoffen. Interessant ist er auch für die Lack- und Farbenindustrie, die Automobil- und Pharmaindustrie sowie Food und Prozesstechnik. Die LiquidSens Multisensoren können beinahe überall dort eingesetzt werden, wo Flüssigkeiten online und in Echtzeit überwacht werden müssen.
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