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Form Ceram Hochleistungsfähige technische Keramik nach LCM-Verfahren

Redakteur: Katharina Juschkat

Steinbach bietet mit seinem neuen Geschäftsbereich Technical Ceramics und seiner neuen Marke „Form Ceram“ Lösungen im Bereich additive Fertigung bzw. innovativer keramischer 3D-Druck an. Das Unternehmen ist auch auf der Rapid Tech in Erfurt vertreten.

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LCM ist das Herstellungsverfahren von keramischen Bauteilen. Ein Vorteil gegenüber konventionellem 3D-Druck ist die Präzision.
LCM ist das Herstellungsverfahren von keramischen Bauteilen. Ein Vorteil gegenüber konventionellem 3D-Druck ist die Präzision.
(Bild: Steinbach AG)

Die Steinbach AG spezialisiert sich mit dem neuen Geschäftsbereich Technical Ceramics auf die additive Fertigung. Michael Steinbach, Familienmitglied in dritter Generation, leitet den Anfang 2016 gegründeten Geschäftsbereich. Technical Ceramics produziert nach der additiven Fertigungsmethode LCM (Lithography-based Ceramic Manufacturing) Kleinstbauteile in hoher Präzision.

LCM-Herstellungsverfahren liefert Produkte mit glatter und glänzender Oberfläche

Der Geschäftsbereich hat sich darauf spezialisiert, feine Bauteile in guter Qualität bis ins kleinste Detail herzustellen. Bisher war dies aufgrund der Verarbeitungsfähigkeit der Ausgangsmaterialien – zumeist Stahl oder andere Metalle – in der Branche technisch kaum möglich oder sehr teuer. Das LCM-Herstellungsverfahren soll gute Leistungen in der Formgebung der technischen Keramik erzielen. Der Hochleistungsdrucker baut aus einer Keramikpulver-Monomer-Suspension anhand der CAD-Daten einen Grünkörper Schicht für Schicht auf. Anschließend wird der Grünkörper einer thermischen Behandlung bis 1600 °C unterzogen. Das Ergebnis sind Produkte, die über glatte und glänzende Oberflächen, Säure- und Hitzebeständigkeit, Lebensmittel-Echtheit und Biokompatibilität verfügen.

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LCM ist das Herstellungsverfahren von keramischen Bauteilen. Ein Vorteil gegenüber konventionellem 3D-Druck ist die Präzision. Das LCM-Verfahren bietet folgende Fähigkeiten:

  • Schnelle und günstige Einzelteilfertigung: Die LCM-Technologie ermöglicht die Herstellung keramischer Einzelteile ohne Werkzeugkosten. Das macht die Einzelteilfertigung wirtschaftlich rentabel und verkürzt die Produktionszeit.
  • Prototyping in Serienqualität: Die bisherigen Methoden der generativen Fertigung waren eingeschränkt für Prototyping geeignet. Mit dem LCM-Verfahren können Prototypen in Serienqualität produziert werden.
  • Komplexe Geometrien ermöglichen: Mit dem Verfahren kann der Konstrukteur das Design durch die Anwendung bestimmen – und nicht durch das Herstellungsverfahren.

Auf der Messe und in der Fachwelt vertreten

Technical Ceramics ist auch auf der Rapid Tech als Aussteller vertreten. Die internationale Messe und Konferenz für additive Technologien findet vom 14. bis 16. Juni 2016 in Erfurt statt. An ihrem Messestand präsentiert das Unternehmen die LCM-Technik sowie Produkte und Leistungen.

Das Unternehmen bietet seine Kompetenz im Bereich der additiven Fertigung branchenübergreifend an. Aktuelle Referenzen aus den Branchen Maschinenbau, Elektronik und Luftfahrt sind:

  • Gliederheizkörper
  • Halogenfassungen
  • Heizleiterrohre/Heizleiterträger
  • Isolierkörper/Isolierteile
  • Korrosionsresistente Teile für die chemische Industrie
  • Messer/Pinzetten/Skalpelle
  • Thermoelementschutzrohre/Thermostatschaltgehäuse
  • Zündkerzen in der Motorenindustrie
  • Mikroreaktoren

(kj)

Rapid Tech 2016: Halle 2, Stand 113

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