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Implantate am Knochen erfolgreich getestet
Das global agierende Unternehmen KLS Martin Group aus Tuttlingen nutzte die M120 Scan-LED-Technologie in Verbindung mit dem Material FotoMed LED.A zur Erstellung eines palmaren Plattensystems. Um dieses palmare Plattensystem ausgiebig zu testen, wurde ein komplettes Szenario entworfen. Ausganglage ist ein Bruch am Unterarm nahe am Handgelenk - genauer gesagt eine distale Radiusfraktur. Die CT-Daten des Unterarms wurden durch den Einsatz speziell entwickelter Software in ein 3D-Modell umgewandelt und darauf das Plattensystem in 3D konstruiert sowie an den Knochen angepasst. Beide Datensätze wurden auf der M120 getrennt gefertigt. Nach dem eigentlichen Bau der Prototypen waren die Ingenieure des medizintechnischen Unternehmens in der Lage, Probebohrungen am Knochenmodell durchzuführen und mit den eigens entwickelten Schrauben samt atraumatischer Schraubenspitze zu fixieren. Ziel war es, einerseits die Passform wie auch Passgenauigkeit zu kontrollieren und andererseits zu testen, wie weichteilschonend die Schrauben zunächst auf das Knochenmodell wirken. Laut Gerhard Duda, Geschäftsführer und verantwortlich für den technischen Vertrieb, war das Projekt ein voller Erfolg für beide Seiten. „In der Medizintechnik ist es wichtig, mit exakten Maßen zu arbeiten. Für Toleranzen ist im Grunde so gut wie kein Spielraum offen und daher waren die 10 μ Auflösung und die Materialbeschaffenheit des FotoMed LED.A die beste Herangehensweise zur die Realisierung dieses Projekts.“
Zukunftsaussichten
In naher Zukunft planen die beiden Geschäftsführer den Maschinenpark zusätzlich mit ProJet HD3500Plus Anlagen auszustatten und weitere Materialien für die M120 zu entwickeln, damit das volle Potential dieser Technologie ausgeschöpft werden kann. Auch außerhalb der Medizintechnik ergeben sich viele weitere Einsatzgebiete die noch ergründet werden müssen. Ziel soll es laut 3D-LABS sein, den Umfang der Applikationen die man mit diesen generativen Verfahren bauen kann, gleich welche Technologie genutzt wird, erheblich zu erweitern und die Forschungs- und Entwicklungsphasen der Industrie effizienter zu gestalten. Sei es durch den Verkauf von innovativen Anlagen oder das Anbieten von Dienstleistungen. Letzteres bietet sich an, wenn die Auflage an Prototypen überschaubar ist und die Anschaffung einer Anlage nicht lohnend erscheint. Zu den derzeit aktuellen Forschungsprojekten zählt die Materialentwicklung für Serienfertigungen und Forschung im Bereich Nanoversiegelungslacke. Letztere auch unter der Berücksichtigung der Biokompatibilität. (qui)
Euromold: Halle 11.0, Stand D112
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