Mess- und Prüftechnik Hexamove – Bewegung leicht gemacht
Die Firma Oelhydraulik Hagenbuch AG im schweizerischen Ebikon bei Luzern besteht seit den 50er Jahren und hat sich zunehmend auf den Anlagenbau und komplexere Anwendungen der Hydraulik spezialisiert
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Das schweizer Familienunternehmen Oelhydraulik Hagenbuch AG aus Ebikon hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend im Markt als Hersteller von hochwertigen Anlagen und Maschinen für Prüfaufgaben etabliert. Die Vielfalt der Aufgaben ist dabei so gross, dass fast jede Maschine ein Einzelstück ist und damit eine individuelle Lösung zu der Aufgabe von unseren Kunden.
Der Begriff „Prüfen“ umfasst dabei Aufgaben wie Vibrationen, Kräfte und/oder Wege in Bauteilen regeln, Drücke oder Beschleunigungen kontrollieren, usw.
Kern aller dieser Aufgaben ist die hydraulische Servotechnik in Kombination mit innovativer Steuerungs-Hardware und Software. Die High-End Variante dieser Projekte ist dabei zweifelsohne der Hexapod, bei dem 6 Achsen parallel zwei Plattformen verbinden. (Siehe Titelbild) Die 6 Antriebe ermöglichen eine Bewegung in allen Freiheitsgraden, also in jede Raumrichtung sowie eine Rotation um alle Achsen (6-dof System für degrees of freedom).
Eleganter Hexapod
Das Grundkonzept des Hexapoden ist dabei nicht neu und war schon in den 60er Jahren bekannt. Jedoch waren die Steuerungssysteme über lange Zeit noch nicht leistungsfähig genug, um das volle Potenzial dieser Geräte zur Geltung zu bringen.
Sehr elegant an einem Hexapoden ist, dass diese Geräte völlig ohne konventionelle Führungen auskommen. Schwere und massive Teile entfallen, wodurch die bewegte Masse minimiert wird. Jeder Antrieb hat auf beiden Seiten ein spielfreies Gelenk mit zwei Freiheitsgraden. Ein dritter, notwendiger Freiheitsgrad steckt im Hydraulikzylinder selbst, denn die Kolbenstange kann gegenüber dem Zylinder drehen. Bei elektrischen Systemen muss diese Verdrehung in der Steuerung separat mitberücksichtigt werden.
Hexapoden sind äusserst dynamische Geräte aufgrund der geringen bewegten Eigenmasse. Auf der anderen Seite ermöglichen die 6 parallen Antriebe (man spricht hier auch von Parallel-Kinematik im Gegensatz zu einer seriellen Kinematik wie sie z.B. bei Knickarm-Robotern eingesetzt wird) auch sehr hohe Traglasten.
Solche Geräte bewähren sich z.B. bei Airbus in Toulouse bei der Endmontage des A380 Flugzeugs, wo die Tonnen schweren Fahrwerke mit einem Hexapoden in Position gebracht werden. (Hohe Lasten tragen und aufbringen)
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