Wälzlager Großlager von NKE sorgt für einen reibungslosen Walzprozess bei der Stahlrohrherstellung

Redakteur: Jan Vollmuth

Wälzlagerspezialist NKE Austria hat ein Sonderzylinderrollenlager mit einem Außendurchmesser von 3,3 m für den Einbau in ein Dreiwalzen-Planetenschrägwalzwerk des Stahlrohrherstellers ESW Röhrenwerke geliefert.

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Das Sonderzylinderrollenlager von NKE wird als Stützlager des Planetenschrägwalzwerks eingesetzt. (Bild: NKE Austria)
Das Sonderzylinderrollenlager von NKE wird als Stützlager des Planetenschrägwalzwerks eingesetzt. (Bild: NKE Austria)

Die ESW Röhrenwerke mit Sitz in Eschweiler bei Aachen ist einer der weltweit bevorzugten Hersteller nahtloser Stahlrohre. 70.000 Tonnen Stahlrohre werden jährlich im Dreiwalzen-Planetenschrägwalz-Verfahren (PSW) produziert. Diese Hochumformtechnik auf dem in der Welt einmaligen Planetenschrägwalzwerk hat ESW zu einem der führenden Produzenten von nahtlos warmgewalzten Stahlrohren in besonders hochwertigen Qualitäten gemacht.

ESW-Rohre mit ihren geprüften Qualitätsmerkmalen werden als Konstruktionsrohre im Maschinen- und Stahlbau sowie in der Automobilindustrie eingesetzt. Sie erfüllen ihre Aufgaben als Kesselrohre und sind zugelassen nach API und Nordseespezifikation für Fernleitungen und Versorgungsleitungen für brennbare Flüssigkeiten, Gase und Ölfeldrohre.

Die Programmvielfalt und die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten der nahtlosen ESW-Rohre sind Ergebnis eines breiten Spektrums an Abmessungen zwischen 70 mm und 244,5 mm Außendurchmesser und Wandstärken zwischen 7,1 mm und 60 mm. Die Stahlqualitäten der ESW-Rohre spiegeln die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten und der Kundenwünsche wider. Den internationalen Normen entsprechend werden einfacher Kohlenstoffstahl, Vergütungs- und Einsatzstähle sowie hochlegierte Stähle verarbeitet.

Auf Schienen ins Werk

Das Einsatzmaterial für die Rohrproduktion, die bis zu 2 m langen stranggegossenen Blöcke, werden von den Stahlwerken auf dem umweltfreundlichen Schienenweg bis in das Werk geliefert. In einem Drehherdofen werden die Blöcke auf Walztemperatur erhitzt. Anschließend wird im Auslaufrohrgang die Oberfläche für die anschließende erste Warmumformstufe gesäubert, nämlich das Lochen im Hohlblockwalzwerk. Der Hohlblock wird ausgeblasen und automatisch zur zweiten Umformstufe, dem Drei-Walzen-Planetenschrägwalzwerk, transportiert. Drei um 120 Grad versetzte Walzen formen den Hohlblock mit einer Dornstange zu einem Rohr.

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