Wälzlager

Großlager von NKE sorgt für einen reibungslosen Walzprozess bei der Stahlrohrherstellung

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Abschließendes Richten der Rohre

Während jede Walze um ihre eigene Achse rotiert, umlaufen gleichzeitig alle drei Walzen wie Planeten das Walzgut. In dem nachgeordneten Reduzier- und Maßwalzwerk, der dritten Umformstufe, wird es dann zu fertigen Rohren ausgewalzt. Der Außendurchmesser wird überprüft und die Wanddicke der maßgewalzten Rohre laufend gemessen, um einen millimetergenauen Walzprozess sicher zu stellen.

Die anschließenden Fertigungsschritte sind das langsame Kühlen, das Unterteilen in Kühlbettlängen und das Richten der Rohre, damit die Geradheit der Rohre gewährleistet ist. Schließlich werden die Rohre auftragsgemäß für den Versand vorbereitet.

Sonderzylinderrollenlager als vordere Abstützung

Das Sonderzylinderrollenlager mit Stahlmassivkäfig von NKE dient als vordere Abstützung (Stützlager) des Planetenschrägwalzwerks. Es besitzt einen Außendurchmesser von 3,3 m, einen Innendurchmesser von 2,9 m und ein Gewicht von 2,2 Tonnen. Das Großlager wird mit einer Stützkraft von 76,3 Tonnen beaufschlagt, die Drehzahl liegt bei 125 U/min, die rotierende Masse bei circa 200 Tonnen. Die Ölschmierung ist äußerst gering und beträgt 10 l/min. Das Sonderlager hat eine Lebensdauer von etwa sechs bis acht Jahren.

Das hierfür eingesetzte Großlager ist ein besonders wichtiger Bestandteil des Dreiwalzen-Planetenschrägwalz-Verfahrens. Da ESW Röhrenwerke nur über eine Walzenstrecke verfügt, birgt ein Lagerausfall ein hohes Risiko, und ein regelmäßiger Austausch ist sehr wichtig.

Beim kürzlich notwendig gewordenen Lageraustausch im ESW Röhrenwerk entschied man sich für ein Sonderlager von NKE. Mit dem österreichischen Spezialisten für Wälzlager in Standardbauweisen und Sonderanfertigungen hatte das Unternehmen bereits vorher schon sehr gute Erfahrungen hinsichtlich der Produktqualität gemacht.

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