Gleitlager

Gleitlager nach ABEG klassifizieren

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Eigens entwickelter Gleitlagerprüfstand

Um die Klassifizierung der Gleitlager nicht nur auf theoretische Grundlagen zu stützen, prüft Findling die angebotenen Produkte selbst unter realen Bedingungen. Das geschieht über einen Prüfstand, der eigens für diesen Zweck entwickelt wurde. „Um ein signifikantes Ergebnis über die Leistungsfähigkeit eines Lagers zu erhalten, bedarf es wesentlich mehr als Katalogangaben“, erläutert Klaus Findling. „Unser Prüfstand kann kundenindividuelle Szenarien und Betriebsbedingungen abbilden und auch Kriterien wie Einlaufverhalten, Grenzgleitgeschwindigkeit, Ölaufnahmefähigkeit, Temperaturstabilität und Reibmomente untersuchen.“

Am Ende der Testreihen steht unter anderem eine zuverlässige, statistisch belegbare Aussage darüber, wie viele Stunden ein Gleitlager unter bestimmten Betriebsbedingungen seine Leistungsfähigkeit behält und wann erste Ermüdungserscheinungen auftreten. Um die Reproduzierbarkeit der Lagerleistung zu dokumentieren, führt Findling kontinuierliche Testreihen durch und verfügt damit jederzeit über einen Ist-Wert für die Leistungsfähigkeit eines jeden Herstellers. Dieses Vorgehen sichert gleichbleibend hohe Qualitätsstandards über alle Leistungsklassen hinweg.

Bildergalerie

Umfassendes Gleitlager-Portfolio

Das Lieferportfolio von Findling umfasst die gesamte Bandbreite der Gleitlagertechnik: zerspante oder gerollte Modelle sowie massive Sinterlager in unterschiedlichsten Ausführungen – zum Beispiel aus Eisen oder Bronze oder einer Kombination von Werkstoffen; die Legierungen können auf Basis von Weißmetallen, Kupfer oder Aluminium erfolgen. Die Gleitlager sind als Zylinderbuchsen mit einem Innendurchmesser von 3 mm bis 300 mm und als Bundbuchsen mit einem Innendurchmesser von 3 mm bis 60 mm sowie als Anlaufscheiben und Streifen erhältlich.

Je nach Ausführung lässt sich eine Wartungsfreiheit bzw. -armut erzielen, zum Beispiel im Falle der selbstschmierenden Sinterlager: Die Porosität des Sinterwerkstoffes ermöglicht eine Tränkung und Durchströmung mit flüssigen Schmierstoffen oder die Füllung mit Festschmierstoffen. Das Porenvolumen von selbstschmierenden Sintergleitlagern beträgt bis zu 30 % des Gesamtvolumens. Diese Ölmenge reicht im Allgemeinen für die Lebensdauer eines Lagers aus. Das System miteinander verbundener Poren sorgt dafür, dass der flüssige Schmierstoff zuverlässig dorthin gelangt, wo er wirksam werden soll – bei diesen Lagern tropft kein Öl, die Lebensdauer ist durch den geringen Verschleiß signifikant erhöht. „Sinterlager sind ein gutes Beispiel dafür, wie moderne Werkstoffe die Leistungsfähigkeit immer weiter erhöhen.“, so Klaus Findling. „Sie bewähren sich seit Jahrzehnten in allen Bereichen der Technik und überzeugen unter anderem mit einem ruhigen Lauf, großer Betriebssicherheit und hoher Belastbarkeit.“

(ID:42544448)