Studie Gezielte KI-Kompetenz für die Ingenieurpraxis nötig

Quelle: VDI 2 min Lesedauer

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Der Einsatz generativer KI verändert den Ingenieurberuf grundlegend. Eine aktuelle Studie des VDI zeigt: 75 Prozent der Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden versprechen sich durch den Einsatz generativer KI spürbare Zeitersparnis und Effizienzgewinne. Doch dafür ist der Aufbau von Kompetenzen nötig.

Ingenieurarbeit neu denken: der VDI fordert gezielte KI-Kompetenz für die Ingenieurpraxis.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Ingenieurarbeit neu denken: der VDI fordert gezielte KI-Kompetenz für die Ingenieurpraxis.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die rasante Verbreitung generativer Künstlicher Intelligenz hat vielfältige Diskussionen über die tiefgreifenden Veränderungen in zahlreichen Industriezweigen ausgelöst. Besonders der Ingenieurberuf steht vor einem Wandel: Ingenieure, deren Arbeit traditionell durch präzise manuelle Entwürfe, detaillierte Berechnungen und analytisches Denken geprägt ist, sehen sich nun mit Technologien konfrontiert, die wesentliche Teile ihrer Arbeit automatisieren können.

Um ein besseres Verständnis für die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf den Ingenieurberuf zu gewinnen, hat die VDI/VDE-Gesellschaft für Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) eine Studie initiiert. Ein zentrales Ergebnis: 24 Prozent der befragten Ingenieure erwarten eine signifikante Änderung durch KI in ihrem Joballtag.

Generative KI zeigt ihr Potenzial im Ingenieurwesen in unterschiedlichen Aufgabenfeldern, von der automatisierten Textgenerierung über die Optimierung technischer Designs bis hin zur Unterstützung bei der Softwareentwicklung bietet sie Werkzeuge, die Effizienz und Präzision in den Arbeitsprozessen steigern können. Diese Entwicklungen markieren nur den Beginn einer tiefgreifenden Transformation.

Prof. Dr. Alexander Fay, Vorstandsmitglied der GMA und Professor an der Ruhr-Universität Bochum

Ingenieurarbeit neu denken

Der VDI empfiehlt eine gezielte und verantwortungsvolle Integration generativer KI in die tägliche Ingenieurpraxis. KI soll unterstützen – nicht ersetzen. Der Mensch bleibt entscheidende Instanz. Damit KI im Berufsfeld zu einem echten Gewinn wird, braucht es klare Regeln, Qualitätsstandards und eine bewusste Rollenverteilung.

KI-Kompetenz wird zur Schlüsselqualifikation

Der VDI fordert: Der Umgang mit generativer KI muss fester Bestandteil der ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung werden. Nur wenn angehende Ingenieure lernen, KI sinnvoll und kritisch einzusetzen, bleibt der Berufsstand zukunftsfähig. Auch in der Weiterbildung sind neue Angebote gefragt – praxisnah, technisch fundiert und ethisch reflektiert.

Konstruktionsleiter Forum

Produktentwicklung neu denken

Der Schlüssel für den Erfolg eines Unternehmens liegt in Konstruktion und Entwicklung. Hier entstehen innovative Produkte, die die Wettbewerbsfähigkeit sichern. Doch kennen Sie die Herausforderungen der Produktentwicklung im 21. Jahrhundert?

Das Konstruktionsleiter Forum will Konstruktions- und Entwicklungsleiter für Hürden sensibilisieren, sowie Tools und Methoden aufzeigen, um innovative Ideen strukturiert zu entwickeln und den Produktentstehungsprozess so schlank und effizient wie möglich zu gestalten.

Sichere Datenräume statt Risiko-Plattformen

Die Studie betont Regulierung und Absicherung als Voraussetzung für den verantwortungsvollen KI-Einsatz. Dr.-Ing. Christine Maul, GMA-Vorsitzende und Teamleiterin Advanced Process Control bei Covestro, betont: „Generative KI darf nicht zum Risiko für Innovationen und Geschäftsgeheimnisse werden. Der VDI rät dringend davon ab, sensible technische Daten über offene Plattformen zu verarbeiten. Stattdessen braucht es geschützte, unternehmensinterne KI-Lösungen mit klaren Vorgaben für Datenschutz. Das bietet Sicherheit im Umgang mit den Tools und eröffnet Gestaltungsspielraum, um schnell auf neue KI-Trends nach abgestimmten Unternehmensprozessen eingehen zu können“.

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