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Energieführung Für vertikal verfahrende Energieketten entwickelt

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Damit vertikal verfahrende Energieketten sicher in der Bahn gehalten werden, hat Igus das System „Guidelite Vertikal“, kurz GLV, entwickelt. Es soll Sicherheit bei höchster Fahrdynamik mit geringem Gewicht und einfacher Montage vereinen. Das offene Design soll darüber hinaus den Resonanzraum und damit Geräuschemissionen verringern.

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Die Führungsrinne GLV soll für eine sichere Energiezuführung bei vertikalen Anwendungen sorgen, z.B. in Hochregalen.
Die Führungsrinne GLV soll für eine sichere Energiezuführung bei vertikalen Anwendungen sorgen, z.B. in Hochregalen.
(Bild: Igus)

Führungsrinnen für Energieketten werden in der Industrie vielseitig eingesetzt, insbesondere bei langen Verfahrwegen, wo das Obertrum der Energiekette auf dem Untertrum gleitet. Bei vertikalen Anwendungen wiederum – wie sie im Materialfluss häufig vorzufinden sind – sind Führungsrinnen nicht unbedingt notwendig, solange die Dynamik gering ist. Die Energiekette folgt hier einfach der Schwerkraft. Für moderne Anlagen trifft dies aber nur noch sehr selten zu. Bei Geschwindigkeiten von über 7 m/s haben Energieketten Sicherheit zu gewährleisten, um Unfälle zu verhindern. Bislang wurden dabei als Führungsrinnen fast geschlossene Führungskanäle aus Blech verwendet. Diese durchgehenden Einhausungen sind jedoch schwer und aufwendig zu montieren. Zudem schafft die geschlossene Bauweise einen Resonanzkörper, der die Ablaufgeräusche der Energiekette verstärkt. Das offene System „Guidelite Vertikal“ (GLV) von Igus wurde für diese Herausforderungen entwickelt. Die Lösung soll aufgrund ihrer Bauweise einen leisen Lauf und eine leichte Montage mit hoher Sicherheit im Einsatz bei extrem dynamischen Hebern und Liften kombinieren.

Offene Führungsschiene aus Kunststoff

Mit der Guidelok-Serie hat Igus vor acht Jahren eine Führungsrinne auf den Markt gebracht, die dem Unternehmen zufolge alle bisherigen Nachteile einer Rinne aus Blech oder Aluminium eliminiert. Aus bestimmten Baugruppen des Systems hat Igus nun die neue Führungsrinne GLV für rein vertikale Anwendungen entwickelt. Wie bei Guidelok verwendet der Hersteller für die Führung der Energiekette keinen geschlossenen Blechkanal, sondern offene Führungsschienen aus Kunststoff mit einer Systemlänge von 2000 mm. Diese offene Bauweise soll den Resonanzraum minimieren und so dazu beitragen, dass die Ablaufgeräusche der Energiekette bei hoher Geschwindigkeit von bis zu 7 m/s gering bleiben.

Weitere Pluspunkte sind laut Igus eine erfolgreiche Absorption von Vibrationen sowie die einfache Montage, bei der eine spezielle Schraube dafür sorgt, dass die Schienen nur mit einer Hand verschraubt werden können und kein Kontern erforderlich ist. Falls Leitungen oder Energiekette Schaden nehmen sollten – zum Beispiel durch herunterfallende Teile –, erlaubt die offene Bauweise der Führungsrinne eine schnelle Auffindung und einen leichten Zugang zur Schadstelle. Reparaturen können so schnell und einfach erledigt werden. Der Einsatz von Kunststoffschienen soll zudem das Gesamtgewicht der Rinne reduzieren und Transportkosten niedrig halten.

Hannover Messe 2018: Halle 17, Stand H04

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