Wir stellen Ihnen fünf neue Produkte für die Maschinensicherheit vor, von sicheren Steuerungen für mobile Maschinen bis hin zu Positionssensoren für Safety-Anwendungen.
Weil die Zone-Safe-RFID-Technologie keine Sichtverbindung erfordert, werden Tags und ihre Träger ungeachtet von Hindernissen, toten Winkeln, widrigen Wetterbedingungen oder schlechter Sicht zuverlässig erkannt.
(Bild: Brigade Electronics)
RFID-Technologie macht Gabelstapler sicherer
Weil die Zone-Safe-RFID-Technologie keine Sichtverbindung erfordert, werden Tags und ihre Träger ungeachtet von Hindernissen, toten Winkeln, widrigen Wetterbedingungen oder schlechter Sicht zuverlässig erkannt.
(Bild: Brigade Electronics)
Intelligente Technologie hilft, Probleme durch eingeschränkte Sicht und tote Winkel in Umschlagbereichen zu minimieren. Das Zone Safe Abstandswarnsystem von Brigade für Gabelstapler setzt zu diesem Zweck auf RFID-Technologie (Radio Frequency Identification). Das System ist speziell für den Einsatz in Umgebungen wie Lagergebäuden, Baustellen, Fabriken, Mülldeponien, Flughäfen oder Vertriebszentren bestimmt.
Fahrzeugmontierte Antennen kommunizieren mit Funk-Tags, die vom Personal getragen, in Sperrgebieten platziert oder an Gegenständen angebracht werden können. Eine Steuereinheit im Fahrerhaus warnt den Fahrer mittels optischer und akustischer Signale, sobald sich ein Tag in einer Erkennungszone befindet, und dieser kann dann die entsprechenden Maßnahmen ergreifen. Tags, die von Personal zu Fuß getragen werden, warnen den Träger bei Annäherung eines Fahrzeugs zudem durch Vibrieren.
Weil die ZoneSafe RFID-Technologie keine Sichtverbindung erfordert, werden Tags ungeachtet von Hindernissen, toten Winkeln, widrigen Wetterbedingungen oder schlechter Sicht zuverlässig erkannt. Jeder Tag lässt sich eindeutig identifizieren und individuellen Personen zuweisen.
Erhöhte Sicherheit für mobile Arbeitsmaschinen
Das neue Safety-Relais-Modul von B& soll mobile Arbeitsmaschinen noch sicherer machen.
(Bild: B&R Industrial Automation)
Mobile Arbeitsmaschinen werden zunehmend autonomer, daher benötigen sie Steuerungen, die nicht nur kompakt, sondern auch sicher sind. B&R hat seine X90-Steuerung um eine Optionsplatine erweitert, mit der sich nun externe Safety-Geräte potenzialfrei anbinden lassen. So würden mobile Arbeitsmaschinen noch sicherer, betont das Unternehmen.
Laut B&R gab es bislang keine mobilen Steuerungen mit sicheren, potenzialfreien Ausgängen auf dem Markt. Mit dem neuen Safety-Relais-Modul von B&R können externe Safety-Komponenten wie Antriebsverstärker oder Laserscanner nun über eine potenzialfreie Not-Aus-Kette an die X90-Steuerung angebunden werden. Dabei lässt sich ein Sicherheitslevel von PLe / SIL3 erreichen. Die Optionsplatine ist laut B&R besonders für autonome Agrar- und Baumaschinen geeignet.
Safety Relais in IP67
Das ASi Safety E/A Modul BWU4379 von Bihl+Wiedemann verfügt über einen sicheren Relaisausgang mit galvanisch getrennten Kontaktsätzen, einen zweikanaligen sicheren Eingang bis SIL3 / Kat. 4 für potentialfreie Kontakte sowie einen digitalen Eingang.
(Bild: Bihl+Wiedemann)
Mit dem E/A Modul BWU4379 für ASi Safety at Work in Schutzart IP67 erweitert Bihl+Wiedemann sein Sortiment für die funktionale Sicherheit. Das erste Safety Relais in IP67 verfügt über einen sicheren Relaisausgang mit galvanisch getrennten Kontaktsätzen, einen zweikanaligen sicheren Eingang bis SIL3 / Kat. 4 für potentialfreie Kontakte sowie einen digitalen Eingang.
Über den sicheren Ausgang lässt sich zum einen ein sicher geschalteter AUX-Abzweig im Feld und damit passive Sicherheit erzeugen, zum anderen können dank des Relais verschiedene Anlagenteile mit unterschiedlichen Potentialen sicher gekoppelt werden – in IP67 mit einem einfachen M12-Kabel. Die Versorgung des Moduls mit ASi und AUX erfolgt jeweils über Profilkabel per Durchdringungstechnik. Die Anbindung der Peripherie wird über vier fünfpolige M12-Buchsen realisiert.
Der NOCIO/S3 von TWK-Elektronik mit Welle für Messzahnrad ZRS.
(Bild: TWK-ELEKTRONIK)
Der neue Nocio/S3 der TWK mit IO-Link Schnittstelle ist dreifach zertifiziert: nach IEC 61508 und ISO 13849 sowie UL 61010-1. In Das spielfrei arbeitende elektronische Nockenschaltwerk bietet damit ein hohes Maß an Sicherheitsfunktionalität – gepaart mit Neuerungen bei seinen zwei Schnittstellen IO-Link und Safety-Schaltausgänge.
Die beiden Safety-Schaltausgänge des Nocio/S3 sind SIL2 und PLd zertifiziert; zudem liegt eine UL-Approbation nach Type 1 vor. Der funktional sichere Nocio/S3 findet also auch dort Verwendung, wo die entsprechenden UL-Sicherheitsanforderungen verlangt werden.
Ein wichtiger Einsatzbereich Nockenschaltwerks sind Windkraftanlagen. Hier wird im Rahmen der Azimut-Einstellung der Drehwinkel der Gondel gemessen und als Positionsdatum übermittelt. Sobald kritische Grenzwerte erreicht werden – in beide Richtungen darf die Gondel aufgrund der Windnachführung nicht zu weit gedreht werden – öffnen die Sicherheitsschalter, um die Anlage zu stoppen und auf Mittelstellung zurückführen. Mit dem spielfrei arbeitenden Messzahnrad ZRS kann das Gerät an den Zahnkranz angebunden werden.
Positionssensorik für sicherheitsrelevante Anwendungen
Passend zu individuellen Anforderungen: Positionssensorik von Novotechnik für sicherheitsrelevante Anwendungen.
(Bild: Novotechnik)
Zu den Positionssensoren, die sich in sicherheitsrelevanten Anwendungen gemäß DIN EN ISO 13849 bewährt haben, zählen die redundanten, kontaktlos messenden Winkelsensoren RFX-6900 und RSX-7900 von Novotechnik, die auch für extreme Umgebungsbedingungen bestens gerüstet sind. Dank widerstandsfähigem Metallgehäuse und vergossener Elektronik erfüllen sie die Anforderungen der Schutzart IP67 bzw. IP6K9K und eignen sich auch für mobile Anwendungen mit hohen EMV-Anforderungen.
Stand: 08.12.2025
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Bei der Variante RSX-7900 ermöglicht eine stabile Welle mit 13 mm Durchmesser die direkte Anlenkung über einen starken Hebel oder Mitnehmer. Die Heavy-Duty-Sensoren werden für Erfassungsbereiche bis 360° angeboten und sind mechanisch voll durchdrehbar.
Bei den berührungslosen Winkelsensoren RFX-6900 (und RFC-4800, RFE-3200) ermöglicht der zweiteilige Aufbau von Sensor und Positionsgeber größtmögliche Freiheit beim Anbau. Das Fehlen von Welle und Lagerung vereinfacht die Anpassung an kundenseitige Lagertoleranzen und erspart den eventuellen Einsatz von Wellenkupplungen, mechanischer Verschleiß muss nicht berücksichtigt werden.