Maschinensicherheit

Fünf neue Produkte für optimierte Maschinensicherheit

| Redakteur: Jan Vollmuth

Murrelektronik bietet mit dem Feldbusmodul MVK Metall Safety eine Lösung für sicherheitstechnische Installationen.
Murrelektronik bietet mit dem Feldbusmodul MVK Metall Safety eine Lösung für sicherheitstechnische Installationen. (Bild: Murrelektronik)

Ein Feldbusmodul für sicherheitstechnische Applikationen, eine sichere magnetische Prozesszuhaltung, ein Sicherheitsschalter und weitere Neuigkeiten zählen zu den aktuellen Produktvorstellungen aus dem Bereich Safety

Mit dem MVK Metall Safety von Murrelektronik können höchste Standards erreicht werden: Safety Integrity Level 3 (nach IEC 61508 und IEC 62061) und Performance Level e (nach EN ISO 13849-1). Bei Automatisierungslösungen mit MVK Metall Safety werden betroffene Ausgänge durch zielgerichtete Signale von der Steuerung deaktiviert.

Das Feldbusmodul gibt es als reines Eingangsmodul und als gemischtes Modul mit sicheren Ein- und Ausgängen. Pro M12-Eingangsbuchse stehen zwei Eingänge zur Verfügung, die, je nach Anwendung, für zwei einkanalige oder einen zweikanaligen Sicherheitskreis genutzt werden. Das Modul arbeitet mit dem Protokoll Profinet/Profisafe.

Sichere magnetische Prozesszuhaltung

Die magnetische Prozesszuhaltung HoldXR von SSP Safety System Products kombiniert einen sicheren RFID-Sicherheitssensor (Ple) mit einem intelligenten Elektromagneten.
Die magnetische Prozesszuhaltung HoldXR von SSP Safety System Products kombiniert einen sicheren RFID-Sicherheitssensor (Ple) mit einem intelligenten Elektromagneten. (Bild: SSP Safety System Products)

Die magnetische Prozesszuhaltung Hold-X R von SSP Safety System Products kombiniert in kleiner Bauform einen sicheren berührungslosen RFID-Sicherheitssensor (Ple) mit einem intelligenten Elektromagneten. Sie ist je nach Bauform mit 500 N oder 1200 N erhältlich. Über ein- und ausgehende Pigtail-Kabel lassen sich bis zu 17 Hold-X R in Reihe schalten. Über einen internen Bus, der ganz ohne Gateway zur übergeordneten SPS ausgewertet werden kann, lässt sich jede einzelne Einheit separat auswerten und ansteuern, so der Hersteller. Eine Bluetooth-Schnittstelle ermöglicht dem Anwender außerdem mit einer App mobil auf die Diagnosefunktion der Zuhaltungen zuzugreifen.

Sicherheitsschalter liefert Parameter in Echtzeit

Der Sicherheitsschalter CES-C07 von Euchner liefert prozessrelevante Parameter in Echtzeit.
Der Sicherheitsschalter CES-C07 von Euchner liefert prozessrelevante Parameter in Echtzeit. (Bild: Euchner GmbH & Co. KG)

Der bislang kleinste Sicherheitsschalter von Euchner, der CES-C07, liefert prozessrelevante Parameter in Echtzeit. Informationen zur präventiven Wartung sind damit garantiert, so der Hersteller. Die Sensoren messen relevante Umgebungsparameter und signalisieren frühzeitig den drohenden Ausfall einer Maschine. Manipulationsversuche werden ebenfalls erkannt.

In Kombination mit dem Sicherheitsmodul ESM-CB werden diese Informationen automatisch von jedem Schalter in der Kette abgefragt und via IO-Link Ihrer Steuerung zur Verfügung gestellt. Der Schalter verfügt über Funktionen wie eine Schwachbereichsanzeige des Transponderfelds sowie über gut sichtbare Anzeige-LEDs. Die Sicherheitseinstufung entspricht Kategorie 4 / PLe.

Der Schalter verfügt zudem über drei Anfahrrichtungen und bietet so unterschiedliche Befestigungsvarianten. Der direkt in den Schalter integrierte M12-Stecker ermöglicht den Anschluss über Standard-M12-Leitungen. Einen weiteren Vorteil bietet die Möglichkeit, mechanische Sicherheitsschalter in die Reihenschaltung der CES-Geräte einzubinden.

Neue Generation zertifizierter Drehzahl-, Stillstands- und Drehrichtungswächter

Die neue DS250/DS260-Generation der zertifizierten Drehzahl-, Stillstands- und Drehrichtungswächter der DS-Serie von Motrona erreichen mit einem zertifizierten Inkrementalgeber SIL2/PLd oder mit zwei nicht zertifizierten inkrementellen Sensoren bis zu SIL3/PLe.
Die neue DS250/DS260-Generation der zertifizierten Drehzahl-, Stillstands- und Drehrichtungswächter der DS-Serie von Motrona erreichen mit einem zertifizierten Inkrementalgeber SIL2/PLd oder mit zwei nicht zertifizierten inkrementellen Sensoren bis zu SIL3/PLe. (Bild: Motrona GmbH)

Die neue DS250/DS260-Generation der zertifizierten Drehzahl-, Stillstands- und Drehrichtungswächter der DS-Serie von Motrona erreichen mit einem zertifizierten Inkrementalgeber SIL2/PLd oder mit zwei nicht zertifizierten inkrementellen Sensoren bis zu SIL3/PLe. Dabei sind die Eingangspegel der Impulseingänge zwischen HTL, HTL-Differenziell und TTL-RS422 umschaltbar. Acht HTL-/PNP-Steuereingänge erweitern die Funktionsvarianten. Durch eine einstellbare Encoderversorgung zwischen 5 VDC und 24 VDC bieten die DS250/DS260-Geräte einen flexiblen Einsatz der unterschiedlichsten Gebervarianten.

Die sicherheitsgerichteten Ausgänge der neuen Gerätegeneration wurden durch ein zusätzliches Ausgangsrelais (NO) ergänzt. Somit ermöglichen die 4 schnellschaltenden Transistor- und 2 zwangsgeführten Relaisausgänge eine Vielzahl an Anschlussmöglichkeiten für externe Peripheriegeräte. Mit der erhöhten zulässigen Belastung der Transistorausgänge von max. 500 mA pro Ausgang, lassen sich externe Leistungsschütze problemlos ansteuern, so der Hersteller. Damit seien diese Drehzahlwächter nach seinen Angaben für das Nachrüsten von Anlagen und Maschinen unter Nutzung bestehender „nicht sicherer“ Inkrementalgeber und Sensoren geeignet.

Zum Glück gibt es die Funktionale Sicherheit

Kompendium Maschinensicherheit Ausgabe 2018

Zum Glück gibt es die Funktionale Sicherheit

Maschinensicherheit zählt zu den wichtigsten Themen für Konstrukteure und Entwickler. Grund genug für die konstruktionspraxis, auch in diesem Jahr die spannendsten Artikel der letzten Monate rund um Funktionale Sicherheit in einem Kompendium zusammen weiter...

Kamerabasiertes Schutzsystem mit Schutzbereich bis 18 Meter

Das kamerabasierte Schutzsystem Psenvip 2 stellt neu eine Variante für Sonderpressen zur Verfügung: Psenvip Long Range ist optimal für Abkantpressen mit einer Überwachung bis zu 18 Metern.
Das kamerabasierte Schutzsystem Psenvip 2 stellt neu eine Variante für Sonderpressen zur Verfügung: Psenvip Long Range ist optimal für Abkantpressen mit einer Überwachung bis zu 18 Metern. (Bild: Pilz)

Für das kamerabasierte Schutzsystem Psenvip 2 für Abkantpressen von Pilz steht neu eine Long-Range-Variante zur Verfügung: Psenvip Long Range ist die laut Pilz erste Schutzeinrichtung mit einem Schutzbereich bis 18 m. Damit eignet sich das robuste Schutzsystem auch für die Überwachung von Sonderpressen wie beispielsweise Tandempressen. Dabei erfüllt das kamerabasierte Schutzsystem alle gängigen Sicherheitsnormen sowie die EN 12622.

Die Umrüstung auf die neue Variante lässt sich einfach vornehmen, da lediglich die Empfängereinheit getauscht werden muss, so der Hersteller. Der Einsatz des Systems mache zudem eine Kombination aus mitfahrender Schutzeinrichtung und Lichtgittern überflüssig, so dass schon bei den Investitionskosten gespart werden könne, erklärt Pilz.

Mit der Long-Range-Variante erhalten Anwender ein Hot-Plug-fähiges Schutzsystem: Es können zwei Abkantpressen nebeneinandergestellt werden, da sich Sender und Empfänger in der Mitte wegklappen lassen. Der Sender von Maschine 1 arbeitet dann mit dem Empfänger von Maschine 2 weiter, ohne Neustart.

Moderne Prozesssteuerung plus funktionale Sicherheit

Mit seinem neuen SPS-System Modicon M580 Safety kombiniert Schneider Electric die Leistungsfähigkeit der Serie Modicon M580 mit einem sicherheitsgerichtetem Co-Prozessor.
Mit seinem neuen SPS-System Modicon M580 Safety kombiniert Schneider Electric die Leistungsfähigkeit der Serie Modicon M580 mit einem sicherheitsgerichtetem Co-Prozessor. (Bild: Schneider Electric)

Mit seinem neuen SPS-System Modicon M580 Safety kombiniert Schneider Electric ab die Leistungsfähigkeit der Serie Modicon M580 mit einem sicherheitsgerichtetem Co-Prozessor. Dies ermöglicht die gleichzeitige, normkonforme Ausführung von Automatisierungsaufgaben und Sicherheitsanwendungen (SIL 3 / PLe) auf einer SPS-Steuereinheit.

Das neue Gesamtlösungskonzept von Schneider Electric unterstützt die Vereinheitlichung von funktionalen Sicherheitsanwendungen mit der Prozesssteuerung. Der Modicon M580 Safety ist redundant ausgelegt, um einen korrekten Betrieb sicherzustellen. Er verfügt über eine doppelte Stromversorgung sowie einen Co-Prozessor. Während ein Prozessor für die Ausführung der Sicherheitsfunktionen verantwortlich ist, stellt ein zweiter Prozessor die Integrität der Rechenoperationen sicher.

Der Modicon M580 Safety erfüllt die Sicherheitsanforderungen gemäß IEC 61508/61511 und ist vom TÜV Rheinland SIL3 zertifiziert. Eine zusätzliche Achilles Level-2-Zertifizierung gewährleistet darüber hinaus umfangreichen Schutz vor Cyber-Attacken. (jv)

Tipp: Anwendertreff Maschinensicherheit Erfahren Sie auf dem Anwendertreff Maschinensicherheit, wie Sie die funktionale Sicherheit Ihrer Maschinen und Anlagen normengerecht gewährleisten: Der Kongress unterstützt Konstrukteure, Entwickler, Hersteller und Betreiber dabei, die funktionale Sicherheit ihrer Maschinen und Anlagen so zu gestalten, dass sie den Anforderungen der Maschinenrichtlinie genügt, auch in einer smarten Fabrikumgebung.
Mehr Infos: Anwendertreff Maschinensicherheit

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