Elastomere Freudenberg übernimmt Vorreiterrolle bei sicheren und sauberen Elastomerwerkstoffen
Freudenberg hat ein besonderes Augenmerk auf Elastomerwerkstoffe mit möglichem chronischem Schädigungspotential (Verdachtsstoffe) gelegt, auch wenn diese bisher gesetzlich noch gar nicht entsprechend eingestuft sind. Beispiele hierfür sind der Umgang mit so genannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe und dem Vulkanisationsbeschleuniger DOTG.
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Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK oder PAH, wurden in der Vergangenheit in zahlreichen Bedarfsgegenständen mit Weichmachern auf Mineralölbasis gefunden. Durch den direkten Hautkontakt haben PAK bei solchen Produkten eine hohe Relevanz. Freudenberg hat sich dazu verpflichtet, diese PAK-haltigen Weichmacher nicht mehr einzusetzen. PAK treten jedoch herstellungsbedingt in geringen Mengen auch in technischen Rußen auf, die in der Kautschukindustrie als Verstärkungsruße zum Erreichen bestimmter Elastomereigenschaftsprofile unverzichtbar sind. Diese PAK sind an die Rußoberfläche gebunden und zusätzlich von der Elastomermatrix umhüllt. Freudenberg hat umfangreiche eigene Untersuchungen durchgeführt und festgestellt, dass keine nennenswerte Migration der Ruß-PAK an die Elastomeroberfläche erfolgt. Die PAK-Belastung durch Verstärkungsruße ist also unbedenklich und liegt zudem weit unterhalb der gesetzlichen Deklarationsgrenze.
Bestimmte Hochtemperatur-Acrylat- und Ethylen-Acrylat-Kautschukmischungen (HT-ACM und AEM) werden unter Verwendung des Vulkanisationsbeschleunigers DOTG (N,N’-Di-orthotoluylguanidin) hergestellt. Untersuchungen der Berufsgenossenschaft haben ergeben, dass bei thermischen Prozessen, wie der Vulkanisation oder dem Tempern, das Zersetzungsprodukt o-Toluidin gebildet wird. Dieser Stoff zeigt im Tierversuch krebserzeugende Wirkung und ist daher im Gefahrstoffrecht als krebserzeugend bei Tieren eingestuft. Obwohl bisher keine gesetzliche Verwendungsbeschränkung für DOTG besteht, entwickelt Freudenberg DOTG-freie Elastomer-Produkte. Hierbei werden mit alternativen Vernetzungschemikalien annähernd gleiche Eigenschaften beim Endprodukt erreicht. Erklärtes Ziel von Freudenberg ist die endgültige Substitution von DOTG. Ein aktuelles Beispiel ist der neue DOTG-freie Hochtemperatur-ACM-Werkstoff HT ACM 380. Mit diesem konsequent sicheren und umweltschonenden Material, das keinerlei problematische Substanzen freisetzt, und den daraus hergestellten Dichtungsprodukten werden nicht nur alle gesetzlichen Vorschriften, sondern auch alle kundenspezifischen Forderungen, beispielsweise aus den Branchen Powertools oder Automotive, problemlos erfüllt. (qui)
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