Magnetgreifer Flexibles Werkstückhandling

Redakteur: Jan Vollmuth

Ein Kraftpaket für die störkonturfreie und flexible Handhabung ferromagnetischer Werkstücke ist der Magnetgreifer EGM von Schunk, dessen Permanentmagnete in Sekundenschnelle per Strom betätigt werden.

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(Bild: Schunk)

Weil Energie lediglich zum Aktivieren und Deaktivieren erforderlich ist, arbeitet der Greifer besonders energieeffizient. Zudem ist gewährleistet, dass die Teile auch bei einem Not-Aus oder einem plötzlichen Stromausfall zuverlässig gegriffen bleiben.

Ohne Rüstaufwand und ohne Störkonturen von Greiferfingern berücksichtigen zu müssen, kann der EGM im Wechsel unterschiedlichste Werkstücke handhaben. Dabei bleiben fünf Seiten des Werkstücks frei zugänglich. Sein geringes Gewicht ermöglicht eine hohe Dynamik bei anspruchsvollen Anwendungen.

Da der Greifer Schutzklasse IP52 erfüllt, ist er eine ideale Lösung zur flexiblen Beladung von Werkzeugmaschinen. Es gibt ihn wahlweise für die Handhabung flächiger Teile mit Polgrößen 32 und 50 sowie für die Handhabung runder Teile mit Polgröße 30. Wahlweise kann er mit zwei, vier oder acht Polen ausgestattet und damit optimal an alle gängigen Roboter sowie an die jeweilige Applikation angepasst werden.

Wie bei allen Magnetgreifern hängen die individuellen Haltekräfte von der Beschaffenheit der Werkstückoberfläche, vom Werkstoff sowie von der Werkstückgeometrie ab. Unter Idealbedingungen verfügt der EGM je nach Ausstattung über Greifkräfte zwischen 1,2 und 22,5 kN und ist für Teile bis maximal 147 kg ausgelegt.

Aufgrund seiner kompakten Maße lässt er sich auch in beengten Räumen einsetzen. Die maximale Umgebungstemperatur beträgt 40° C, die Aktivierungs- bzw. Deaktivierungszeit des EGM liegt je nach Baugröße bei 300 ms bis 350 ms. (jv)

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