Wachstumschancen Verteidigungstechnik rückt stärker in den Fokus

Von Flender 2 min Lesedauer

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NRW-Staatssekretär Paul Höller hat Flender in Bocholt besucht, um die Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen VDMA-Unternehmen und der Landesregierung im Bereich Defence zu stärken. Flender hat angekündigt, sich künftig stärker auf Sicherheitstechnik zu konzentrieren.

Von links: Flender-CEO Andreas Evertz, NRW-Staatssekretär Paul Höller und Produktionsleiter Christian Weck beim Rundgang durch die Teilefertigung am Standort Bocholt. (Bild:  Flender)
Von links: Flender-CEO Andreas Evertz, NRW-Staatssekretär Paul Höller und Produktionsleiter Christian Weck beim Rundgang durch die Teilefertigung am Standort Bocholt.
(Bild: Flender)

Am 10. Dezember besuchte Paul Höller, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, den Stammsitz des Unternehmens Flender in Bocholt. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Flender-CEO Andreas Evertz stand die Frage, wie Maschinen- und Anlagenbauer in NRW vom wachsenden Verteidigungssektor profitieren können und welche Unterstützung die Landesregierung dabei leistet.

Sicherheits- und Verteidigungstechnik als Chance

Nach Angaben der European Defence Agency wuchsen die EU-Verteidigungsausgaben von 251 Milliarden Euro im Jahr 2021 auf geschätzt 381 Milliarden Euro für das Jahr 2025. Für Deutschland sieht der Haushalt für die Bundeswehr (inklusive Sondervermögen) 2025 Ausgaben von insgesamt rund 86,4 Milliarden Euro vor. Dies birgt Chancen für den Maschinen- und Anlagenbau als Zulieferer.

Flender-CEO Evertz wurde kürzlich zum Vorsitzenden des neu gegründeten VDMA-Forums Security & Defence Industry (SDI) gewählt. In dieser Funktion präsentierte Evertz Staatssekretär Höller die SDI-Initiative, die darauf abzielt, die Interessen der Maschinen- und Anlagenbauer zu vertreten und zum Aufbau einer stärkeren Sicherheits- und Verteidigungsarchitektur beizutragen. „Diese Chancen zu maximieren – verbunden mit der Verantwortung, zum Aufbau einer stärkeren Sicherheits- und Verteidigungsarchitektur beizutragen – dabei unterstützt der VDMA seine Mitgliedsfirmen mit seinem Netzwerk und branchenübergreifendem Produktionswissen“, betonte Evertz nach der Wahl.

„Wir [...] wollen in diesem Sektor sichtbarer werden“

Flender selbst legt seit einiger Zeit verstärkt den Fokus auf Lösungen für die Sicherheitsbranche. Das Unternehmen bietet seit Jahrzehnten Getriebe- und Kupplungstechnologie sowie komplette Antriebssysteme an. Nun erweitert es seine Expertise gezielt für die Sicherheitsindustrie. Die Schwerpunkte liegen auf vier Bereichen:

  • den Schiffsantriebsbau für die Marine,
  • den Getriebebau für militärische Landfahrzeuge,
  • den Kupplungsbau für sicherheitsrelevante Anwendungen sowie
  • die Komponentenfertigung als zusätzliche Kapazität für zertifizierte Hersteller.

„Wir sehen erhebliches Wachstumspotenzial im Defence-Bereich und wollen in diesem Sektor sichtbarer werden“, erklärte Evertz. „Unsere langjährige Erfahrung in der Fertigung hochpräziser mechanischer Komponenten und unsere Fertigungskompetenzen sind genau das, was die Sicherheitsindustrie benötigt. Wir streben an, unsere Aktivitäten in diesem Bereich deutlich auszubauen.“

Wirtschaftsstaatssekretär Paul Höller unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Landesregierung und Industrie: „Nordrhein-Westfalen ist ein wichtiger Industriestandort und verfügt über eine breite Basis an innovativen Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau. Die Landesregierung unterstützt den Ausbau der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in NRW in diesem strategisch bedeutsamen Zukunftsfeld. Mit der Plattform Defence.NRW, flankiert vom Runden Tisch Defence, bündeln wir unsere Aktivitäten und vernetzen Unternehmen, Wissenschaft und Politik.“

Produktionsanlagen für Defence-Anwendungen

Im Anschluss an das Gespräch besichtigte Staatssekretär Höller die Teilefertigung von Flender in Bocholt, einschließlich der Härterei. Dabei verschaffte er sich einen Eindruck von den modernen Produktionsanlagen und den Qualitätsstandards, die der Zulieferer für sicherheitsrelevante Anwendungen erfüllt.

Ziel des Treffens war es, die Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen VDMA-Unternehmen wie Flender und der Landesregierung zu stärken und so regionales Wachstum im Defence-Bereich zu fördern. Das Land NRW bündelt seine Aktivitäten in und für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie auf der Plattform

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