Forschung DLR forciert Entwicklung von Drohnenabwehrsystemen

Quelle: DLR 2 min Lesedauer

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Das DLR arbeitet intensiv an technischen Lösungen zur Detektion, Verfolgung und Neutralisierung unerwünschter Drohnen, insbesondere angesichts der wachsenden Relevanz unbemannter Luftfahrtsysteme für Sicherheitstechnologien und der sich verändernden Sicherheitslage: Im Projekt Custodian führen zwölf Institute ihre Expertise zusammen.

Eine Abfangdrohne wie diese kann eingesetzt werden, um unerwünschte Drohnen unschädlich zu machen.(Bild:  Modell einer Abfangdrohne  /DLR / CC BY 3.0)
Eine Abfangdrohne wie diese kann eingesetzt werden, um unerwünschte Drohnen unschädlich zu machen.

Die technologischen Fortschritte unbemannter Luftfahrt (UAS) eröffnen zwar neue Möglichkeiten, etwa bei der Versorgung in Krisengebieten oder der Bereitstellung von Lageinformationen nach Katastrophen. Gleichzeitig wächst jedoch die Gefahr, da Drohnen zusehends nicht nur zum Ausspähen, sondern auch für Angriffe genutzt werden können.

Kompetenzen bündeln

Um diesen Risiken zu begegnen, haben zwölf DLR-Institute und Einrichtungen unter der Leitung des DLR-Instituts für Flugsystemtechnik ihre Kompetenzen im Projekt Custodian (Counter-UAS Technologies for Detection, Interception and Neutralization) zusammengeführt.

Im DLR-Projekt CUSTODIAN (Counter-UAS Technologies for Detection, Interception and Neutralization) bündeln zwölf DLR-Institute und Einrichtungen unter der Leitung des Instituts für Flugsystemtechnik ihre Kompetenzen. (Bild:  DLRmagazine 178 / CD Werbeagentur)
Im DLR-Projekt CUSTODIAN (Counter-UAS Technologies for Detection, Interception and Neutralization) bündeln zwölf DLR-Institute und Einrichtungen unter der Leitung des Instituts für Flugsystemtechnik ihre Kompetenzen.
(Bild: DLRmagazine 178 / CD Werbeagentur)

Einen Schwerpunkt setzt das DLR auf sein Drohnenkompetenzzentrum am Flughafen Cochstedt. Dieses Nationale Erprobungszentrum für Unbemannte Luftfahrtsysteme, das 2021 eröffnet wurde, gilt als europaweit einzigartiges, hochinnovatives Kompetenzzentrum für UAS. Dort werden sowohl die Resilienz unbemannter Luftfahrtsysteme im Einsatz getestet als auch Maßnahmen zur Drohnenabwehr erprobt.

Drohnen erkennen und unschädlich machen

Wissenschaftler haben in Cochstedt jetzt erfolgreich gezeigt, wie eine feindliche Drohne erkannt und unschädlich gemacht wird. Die Forschung zur Drohnenabwehr umfasst Methoden zur Ortung, Verfolgung und Erstellung eines Lagebildes. Zu den Vorgehensweisen, um unerwünschte Drohnen zu neutralisieren, zählt das gezielte Beeinflussen des Navigationssignals, um die Drohne zur Landung zu zwingen. In einem anderen demonstrierten Szenario wurde eine feindliche Drohne von einer automatischen Abfangdrohne gerammt. Grundsätzlich können Drohnen auch mit Störsignalen am Weiterflug gehindert werden.

Die Neutralisierung erfolgt schrittweise:

  • Erkennung der Drohnen (einzeln oder als Schwarm) mithilfe von Sensoren.
  • Bewertung der Situation in einem Lagezentrum.
  • Auswahl und Start der geeigneten Gegenmaßnahmen.

Abfangdrohnen gelten dabei als effektive Gegenmaßnahme. Das DLR untersucht die gesamte Kette von der Detektion über das Abfangmanöver bis zum Abtransport. Das DLR-Institut für Flugsystemtechnik betont, dass dabei die Sicherheit der Umgebung und die zielgerichtete Wirkung im Mittelpunkt stehen. Die Forschung des DLR erweitert die Möglichkeiten der zivilen wie auch der militärischen Drohnendetektion und Drohnenabwehr.

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