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Virtual Reality

Eurocopter setzt auf wirklichkeitsgetreues 3D-Modell für gemeinsame Review-Sitzungen

Eurocopter setzt auf ein wirklichkeitsgetreues 3D-Modell für gemeinsame Review-Sitzungen. Grundlage sind die Daten der Dassault Systèmes Umgebung.

| Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Eurocopter hebt mit einem Virtual Reality Studio die standort- und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit auf eine neue Stufe. Alle Entwickler können für ihre tagtägliche Arbeit ein wirklichkeitsgetreues 3D-Modell für gemeinsame Review-Sitzungen nutzen. Grundlage für die Szenerie sind die Daten der bestehenden Dassault Systèmes Umgebung.

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Eurocopter - Virtual Reality für alle: Die neue Art der Zusammenarbeit und der Darstellung führt dazu, dass sich die Arbeitsergebnisse eindeutig verbessert haben. (Bilder: Eurocopter, Dassault Systems)
Eurocopter - Virtual Reality für alle: Die neue Art der Zusammenarbeit und der Darstellung führt dazu, dass sich die Arbeitsergebnisse eindeutig verbessert haben. (Bilder: Eurocopter, Dassault Systems)

Die Eurocopter-Gruppe entwickelt und fertigt zivile, halbstaatliche und militärische Hubschrauber nach Kundenwunsch. Heute sind knapp 11.000 individuell konfigurierte Helikopter der EADS-Tochter bei mehr als 2.800 Kunden im Einsatz. Für die Entwickler bedeutet dies, dass sie jeden Hubschrauber auf Basis eines bestehenden Modells wesentlich anpassen müssen – zusätzliche Suchscheinwerfer für Polizeihubschrauber, individuell eingerichtetes Interieur für VIP-Kunden oder eine Rettungsausstattung für den Sanitätsdienst.

„Die Bauräume sind dabei so eng, dass die beteiligten Disziplinen nicht mehr alleine für sich entwickeln können“, so Rainer Grodau, der für das Thema Digital Mock-Up im Bereich zivile Hubschrauber zuständig ist. „Struktur, Elektrik und Hydraulik müssen bei Eurocopter Deutschland von Anfang gemeinsam zusammenarbeiten, um ihre Konstruktionen optimal aufeinander abzustimmen.“

Bereits seit 1994 nutzen die Eurocopter-Entwickler, die mit Hilfe von PLM-Lösungen am technologischen Grenzbereich arbeiten, 3D-Visualisierung für ihre Design-Reviews. Ein Nachteil des bisherigen DMU-Prozesses: Zwar hatten alle Beteiligen die Möglichkeit, ein Digital Mock Up zu erstellen und auf die Konstruktionsergebnisse der Nachbarabteilung zuzugreifen, allerdings nur vor dem eigenen PC. Für Design Meetings wurden meistens Powerpoint- Präsentationen mit eingebundenen Screenshots des 3D-Modells verwendet.

Entwürfe, Tipps und Empfehlungen austauschen

Seit Anfang dieses Jahres gehört dies der Vergangenheit an, denn alle Beteiligten können sich in einem, am Standort Donauwörth neu eingerichteten Virtual Reality Studio treffen, sich gegenseitig die Entwürfe vorstellen und Tipps und Empfehlungen austauschen. In dem Auditorium finden bis zu 20 Mitarbeiter Platz, ein 6 x 2,5 Meter großer Bildschirm stellt den gesamten Hubschrauber, aber auch einzelne Komponenten wie Turbinen oder Einzelteile bis hin zur Schraube dar – in stereoskopischer Darstellung, interaktiv und - auch für sehr große Teile - maßstabsgetreu. (Thema nach dem Umblättern: Arbeiten mit 3D-daten aus der Konstruktion)

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