Sauggreifer Erhöhte Effizienz bei Vakuum-Saugern
Die Anforderungen automatisierter industrieller Prozesse an die Handhabung steigen. Gefragt sind effiziente Produkte, gleichzeitig soll die Effizienz im Prozess gesteigert werden, etwa durch eine Energieüberwachung und vorausschauende Wartung. J. Schmalz reagiert mit neuen Vakuum-Komponenten.
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Bei automatisierten Handhabungsaufgaben sind die Prozessanforderungen in den letzten Jahren in allen Bereichen deutlich gestiegen. Ein gutes Beispiel ist hier die Automobilindustrie: Sicherheit, Schnelligkeit und Effizienz sind erforderlich, damit Produktionsprozesse reibungslos ablaufen. Auch die Bearbeitungsgeschwindigkeit in den Pressenanlagen hat deutlich zugenommen. Die Leistungsfähigkeit von Servopressen, bei denen Bauteile mittels Vakuum gehandhabt werden, liegt – abhängig von Pressentyp und Komplexität des Bauteils – aktuell bei bis zu 20 Hüben pro Minute, Tendenz steigend. Erforderlich ist deswegen auch eine bessere Performance von Sauggreifern.
Ein Beispiel für Produkteffizienz ist die speziell für die Prozessanforderungen in der Automobilindustrie entwickelte Vakuum-Sauggreifer-Baureihe SAXM von J. Schmalz. Sie verfügt über einen großen Hub, der optimale Anpassung an komplex konturierte Werkstücke ermöglicht. Zudem bietet die Saugergeometrie Vorteile wie minimale Ansaugzeiten, hohe Eigenstabilität im angesaugten Zustand und Aufnahme extremer Halte- und Querkräfte, speziell auf geölten Oberflächen.
Störkanten oder Aussparungen erschweren Platzierung von Sauggreifern
Werden Türen, Kotflügel, Front- oder Heckschürzen aus der Presse entnommen, ist aufgrund von Störkanten oder Aussparungen nur eine begrenzte Platzierung der Sauggreifer auf dem Werkstück möglich. Da der SAXM im Vergleich zu gängigen Flachsauggreifern einen zweifach höheren Hub vorweist, passt er sich deutlich besser an dreidimensionale Werkstückkonturen an. Zusätzlich lässt sich der SAXM – bedingt durch die sehr hohe Querkraftaufnahme bei vergleichsweise geringem Saugerdurchmesser – bei begrenzter Auflagefläche flexibler auf dem konturierten Blech positionieren als herkömmliche Metallsauggreifer mit größeren Durchmesser.
Unter konzentriertem Ozoneinfluss, etwa beim Schweißen im Karosseriebau, können Sauggreifer mit der Zeit spröde werden. Kommen Sauggreifer mit aggressiven Ziehölen in Kontakt, wie sie beim Umformprozess in Pressen eingesetzt werden, können sie aufquellen. Beides kann zur Leckage im Vakuumsystem und damit zu steigenden Energiekosten führen – schlimmstenfalls sogar zum Systemausfall.
Die Sauggreifer SAXM sind aus dem neuen Werkstoff Elastodur gefertigt, der weder durch Ozon noch Ziehöle negativ beeinflusst wird. Weitere Vorteile: Durch die werkstoffbedingte langen Lebensdauer erhöht sich nicht nur die Anlagenverfügbarkeit, der Anwender profitiert auch von geringeren Beschaffungskosten sowie Kosteneinsparungen etwa durch reduzierte Wartungszeiten. Die SAXM sind vollständig recyclebar und als Modulsauggreifer konzipiert. So können im Bedarfsfall einzelne Sauggreiferbestandteile, wie Elastomerteil, Reib- und Anbindungselemente schnell ausgetauscht werden.
Zustandsüberwachung, Energieüberwachung und vorausschauende Wartung
„Neben einer optimierten Produkteffizienz steigen die Anforderungen, die Prozesse selbst wirkungsvoller zu gestalten, ungewollte Ausfallzeiten zu vermeiden und Wartungszeiten zur Instandhaltung zu reduzieren“, so Walter Dunkmann, Leiter Geschäftsentwicklung Vakuum-Komponenten bei J. Schmalz. Maximale Prozesseffizienz werde durch eine wirkungsvolle Zustandsüberwachung (Condition Monitoring), Energieüberwachung (Energy Monitoring) und vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) realisiert.
Für mehr Prozesstransparenz stattet Schmalz schrittweise alle Kompaktejektoren mit Funktionen zur Energie- und Prozesskontrolle aus, so auch die Baureihe SXPi/SXMPi.
Um die Energieeffizienz in automatisierten Handhabungsprozessen gezielt zu verbessern, muss der effektive Druckluftverbrauch sowie der Energiebedarf für den Greif- und Handhabungsprozess einzelner Vakuumsysteme innerhalb einer Anlage bzw. einer Greifereinheit ermittelt und ausgewertet werden. Die Ejektor-Modelle SXPi-PC und SXMPi-PC wurden dazu mit der sogenannten Energie- und Prozesskontrolle ausgerüstet.
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