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Produktkosten Enterprise Product Costing identifiziert Kostentreiber frühzeitig

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Enterprise Product Costing-Lösungen schließen die Lücke zwischen allen relevanten Enterprise-Systemen – und finden so Kostentreiber bereits zu Beginn des Produktlebens-Zyklus.

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Mit einer Enterprise-Product-Costing-Lösung erreichen Unternehmen trotz aller Herausforderungen Transparenz bei den Produktkosten über alle Phasen des Produktlebenszyklus hinweg.
Mit einer Enterprise-Product-Costing-Lösung erreichen Unternehmen trotz aller Herausforderungen Transparenz bei den Produktkosten über alle Phasen des Produktlebenszyklus hinweg.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Produkte stets kostenoptimiert auf den Markt zu bringen ist eine Herausforderung, vor der alle Unternehmen der produzierenden Industrie immer stehen. Dazu nutzen sie eine Reihe von Prozessen, die Kostentreiber sicher und frühzeitig identifizieren: So ermitteln die Unternehmen kontinuierlich ihre Produktkosten, arbeiten gegen Zielkosten und bewerten Chancen und Risiken eines Produkts kalkulatorisch.

Produktkosten entwicklungsbegleitend kalkulieren mit EPC

Die Gesamtheit dieser Techniken ist das so genannte Enterprise Product Costing (EPC). Es schafft einheitliche Daten sowie abteilungsübergreifende, standardisierte Prozesse, um Kalkulationen konsistent zu gestalten. Eine EPC-Anwendung ermöglicht Unternehmen in der entwicklungsbegleitenden Kalkulation sehr frühzeitig die Identifikation von Kostentreibern.

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API sichert einheitliche und zentrale Daten in der Kalkulation

Idealerweise stellen Hersteller solcher EPC-Lösungen für Unternehmen ein speziell entwickeltes, standardisiertes Application Programming Interface (API) zur Verfügung. Die Schnittstelle sichert die Anbindung von Drittsystemen wie Product Lifecycle Management (PLM), Enterprise Resource Planning (ERP) oder Business Intelligence (BI) an das EPC-System. Der Zugriff auf hinterlegte Daten erfolgt über das Open Data Protocol der Schnittstelle. Dieses standardisierte Protokoll ermöglicht die webbasierte Arbeit mit den Daten. Unternehmen überwinden auf diesem Weg dezentrale Strukturen zugunsten der zentralen Datenverwaltung. Fehlentwicklungen vermieden werden. Kostenoptimierende Maßnahmen erfahren dadurch eine höhere Akzeptanz.

Kosten-Funktionen ohne Medienbruch

Kosteninformationen aus Drittsystemen, wie zum Beispiel die Entwicklungsstückliste aus PLM oder Materialpreise aus ERP, werden direkt in der EPC-Lösung verfügbar gemacht. Die Bereitstellung von Ergebnissen an die unternehmenseigene BI-Lösung erfolgt ebenso einheitlich und zentral über die API. Mit den Schnittstellen fallen Medienbrüche weg. Kosten-Funktionen müssen nicht aufwändig im Drittsystem nachprogrammiert werden. Unternehmen sichern sich einheitliche und zentrale Daten für die Produktkostenkalkulation.

Kostenkalkulation deckt sich mit Daten aus Drittsystemen

Die Produktentwicklung profitiert von der Zusammenführung der Daten aus dem PLM- und EPC-System. Denn: Die Struktur der Entwicklungsstückliste wird automatisch mit allen relevanten Details wie Mengen und Materialien als Kalkulationsstückliste direkt in das EPC-System überführt. Die Daten werden mit Kosteninformationen angereichert und bewertet. EPC verzichtet auf komplexe Kalkulationsmethoden und erlaubt Kostenschätzungen bzw. grobe Kalkulationen anhand der Entwicklungsstückliste.

Ein Anbieter von EPC-Lösungen ist das Unternehmen Facton. Seine EPC-Lösung ist in der Automotive-, Aerospace-, Maschinenbau-, Elektronik und Medizintechnikindustrie im Einsatz.
Ein Anbieter von EPC-Lösungen ist das Unternehmen Facton. Seine EPC-Lösung ist in der Automotive-, Aerospace-, Maschinenbau-, Elektronik und Medizintechnikindustrie im Einsatz.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Vorteile einer EPC-Lösung:

  • Kostenstrukturen von Bauteilen werden transparent, Kostentreiber können unter Berücksichtigung gesetzter Zielkosten kurzfristig identifiziert werden.
  • Auch bei produktionsrelevanten Entscheidungen, wie zum Beispiel der Wahl eines Fertigungsverfahrens, profitieren Unternehmen mit EPC von dessen zentraler Datenbank mit unternehmenseigenen Daten und vordefinierten Fertigungsverfahren.
  • Mit den bestehenden Daten der Entwicklungsstückliste wird für die Kalkulation ein verlässliches Quellsystem verwendet.
  • Das Fehlerpotential reduziert sich, weil die Daten nicht mehr manuell übertragen werden müssen. Unternehmen sichern sich bereits in diesem sehr frühen Stadium eine konsistente Kostenkalkulation.

Produktkosten abteilungsübergreifend kalkulieren

Die Produktentwicklung wird heutzutage häufig durch interdisziplinäre Projektteams umgesetzt. Durch die Nutzung zentralisierter PLM- und EPC-Daten und einheitlicher Kostenmethoden in einer EPC-Lösung kommunizieren alle Projektbeteiligten der abteilungsübergreifend zusammengesetzten Teams einfach und sicher. Die Daten sind unabhängig vom Standort in Echtzeit verfügbar und lassen sich direkt mit allen Prozessbeteiligten teilen.

Abstimmungsprozesse werden beschleunigt

Nimmt die Produktentwicklung minimale Änderungen in der Entwicklungsstückliste im PLM-System vor, können die aktualisierten Daten über die API in das EPC-System nachgezogen werden. Der Informationsfluss wird beschleunigt und Abstimmungsprozesse zwischen Abteilungen wie Entwicklung und Cost Engineering verkürzt. Kosteninformationen sind für alle Beteiligten in der frühen Phase im Produktlebenszyklus transparent So können Kostentreiber identifiziert,

Sichere Kalkulationsgrundlage

Der Potsdamer EPC-Hersteller Facton beispielsweise schafft mit der Anbindung sämtlicher relevanter Daten aus Drittsystemen in sein Facton EPC Design Costing eine sichere Kalkulationsgrundlage in der frühen Phase im Produktlebenszyklus. Die Produktentwicklung in interdisziplinären Projektteams wird durch standardisierte Daten und Kostenmethoden und ergänzende Analyse- und Kostenoptimierungsverfahren in der eigenen Design Costing-Lösung optimal unterstützt.

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