ZVEI Elektroindustrie meldet mehr Aufträge und Umsatz im Herbst

Redakteur: Katharina Juschkat

Der Auftragseingang der deutschen Elektroindustrie steigt im Herbst leicht an, meldet der ZVEI. Erstmals seit Februar steigt auch der Umsatz wieder.

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Im Oktober meldet der ZVEI gestiegene Aufträge und Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Im Oktober meldet der ZVEI gestiegene Aufträge und Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
(Bild: ©urbans78, stock.adobe.com)

Nachdem die deutsche Elektroindustrie bereits im September 2020 einen positiven Auftragseingang vermelden konnte, sind auch die Aufträge im Oktober um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, meldet der ZVEI. Die Bestellungen aus dem Inland nahmen um über 5 Prozent zu, die Auslandsbestellungen dafür um 0,7 Prozent ab.

Nimmt man den Gesamtzeitraum von Januar diesen Jahres bis Oktober, so gingen die Aufträge um fast sieben Prozent zurück. Dabei gaben die Auslandsaufträge deutlich stärker nach (- 10,3%) als die Bestellungen aus dem Inland (- 2,3%).

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Weitere Fakten zur aktuellen Lage der deutschen Elektroindustrie

  • Die preisbereinigte Produktion bleibt im Oktober derweil um fast drei Prozent hinter dem Vorjahr zurück. In den gesamten ersten zehn Monaten lag sie damit um knapp acht Prozent unter dem Vorjahr.
  • Der Umsatz der deutschen Elektroindustrie wächst im Oktober leicht um fast ein Prozent gegenüber 2019 auf 16,3 Milliarden Euro. Das ist der erste Umsatzanstieg seit Februar.
  • In den gesamten ersten zehn Monate des Jahres verfehlt die Elektroindustrie den Vorjahreswert der Umsätze um knapp sieben Prozent und kommt damit auf 146,8 Milliarden Euro Branchenerlöse.
  • Ihre Produktionspläne haben die Elektrounternehmen im November indes deutlich herabgesetzt. Lag der Saldo aus Firmen, die in den nächsten drei Monaten mehr bzw. weniger herstellen wollen, im Oktober noch bei plus 13 Zählern, so fiel er jetzt auf plus zwei Prozentpunkte zurück.
  • Die Zahl der Beschäftigten in der Branche lag zuletzt bei 876.400 – 9.000 weniger als zu Jahresbeginn. 115.500 Mitarbeiter befinden sich in Kurzarbeit. Das sind 13 Prozent der Gesamtbeschäftigten. Im Mai waren es noch 181.700 Kurzarbeiter.
  • Auch wenn das Geschäftsklima weiter steigt, geben die allgemeinen Geschäftserwartungen leicht nach. Auch die Exporterwartungen sind im November zurückgefallen: Hier nahm der Saldo aus positiven und negativen Antworten gegenüber Oktober von plus acht auf nunmehr plus vier Zähler ab.

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