Oberflächenbeschichten Elektrochemische Oberflächenbehandlung von Leichtmetallen

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Im Rahmen ihrer internationalen Innovationsplattform Automo Futura bietet die AutomoTeam europäischen Unternehmen Zugang zu der in den letzten 20 Jahren weiterentwickelten und in Europa bisher wenig bekannten Ausprägung der MAO-Technologie.

Anbieter zum Thema

Werkstoffleichtbau: Substitution von Bronze durch Aluminium mit MAO-Oberfläche bei einem Kompressor Axiallager.
Werkstoffleichtbau: Substitution von Bronze durch Aluminium mit MAO-Oberfläche bei einem Kompressor Axiallager.
(Bild: Automo Team)

Das MAO-Verfahren (Micro Arc Oxidation) für die elektrochemische Oberflächenbehandlung von Leichtmetallen im Tauchverfahren zeichnet sich dadurch aus, dass unter Einfluss von Milliarden von Mikroplasma Entladungen (Micro Arcs) das Gefüge eines Werkstücks im Randschichtenbereich von bis zu 200 μm zu einem geschlossenen, atomar haftenden Metall-Keramik-Verbund umgewandelt wird. Bei der keramischen Komponente handelt es sich um die Hochdruck- und Hochtemperaturmodifikationen von Aluminiumoxyden und anderen chemischen Elementen, die im Verbund mit Metallatomen besondere Eigenschaften im Vergleich zu normaler Keramik und anodisierten Schichten besitzen. Der zu 100% automatisierbarer Behandlungsprozess ist sehr einfach in der Anwendung und beschränkt sich auf nur drei Arbeitsschritte in wenigen Behandlungsbädern: Bestückung, Hauptbehandlung in umweltfreundlichen Elektrolyten auf Wasserbasis und Wasserspülung. Mit dem Verzicht auf Einsatz von Säuren, Chromionen, Schwermetallen, Zyaniden, Ammoniak und anderen Gefahrenstoffen, gehört MAO zu den umweltfreundlichen Oberflächentechnogien. Im Micro Arc Oxidation-Verfahren können Legierungen von Aluminium, Magnesium, Titan, Zirkonium und Zink veredelt werden. (qui)

(ID:42432101)