Frequenzumrichter

Elektrische Umrichtertechnik wird mobil

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Bei mobilen Anwendungen sind die mechanischen Parameter schwieriger zu handhaben

Im Gegensatz zu den Anwendungen im Industriebereich sind die mechanischen Parameter und Umgebungseinflüsse bei mobilen Anwendungen schwieriger zu handhaben, weil sie nicht so einfach erfassbar sind. Hohe Temperaturschwankungen und die hohen Schutzgradanforderungen machen eine Wasserkühlung des Reglergehäuses und eventuell auch des Motors notwendig. Äußere Einflüsse wie Feuchtigkeit, Staub und Flüssigkeiten erfordern einen hohen Dichtungsschutz. Oft sind die Lastverhältnisse, zum Beispiel bei einem Fahrantrieb, unklar und schwer zu eruieren.

Der Einsatz elektrischer Antriebstechnik macht dort Sinn, wo diese Technologie die im Vergleich zur Hydraulik genannten Vorteile ausspielen kann. Vielfach kann durch den Einsatz dieser Technologie ein erheblich optimiertes Ergebnis erzielt werden.

Stellvertretend für viele mögliche Applikationen sind hier die Anforderungen an eine Rundballenpresse beschrieben. Einer der geregelten Antriebe wird dazu verwendet, das gleichmäßige Füllen der Presskammer zu gewährleisten. Das Fahrzeug passt die Geschwindigkeit dynamisch anhand der aufgenommen Menge an. Weitere zwei Achsen sind für die Wickeleinheit verantwortlich. Je nach Außentemperatur weist die Wickelfolie ein unterschiedliches Verhalten auf. Mit einer elektronisch geregelten Achse lässt sich anhand des Ist-Stromes das aufgenommene Moment erfassen und das Drehmoment auf die Folie entsprechend anpassen und regeln. Ziel ist es, die Anzahl der Folienrisse während des Einsatzes zu reduzieren und somit auch die Stillstandszeiten

Doppelumrichter mit abgestuften Leistungsklassen von 5 bis 80 kW

Mit dem JMM-5000 bringt die Jetter AG den ersten Umrichter für mobile Antriebs-Anwendungen auf den Markt. Es handelt sich hier um einen Doppel-Umrichter in abgestuften Leistungsklassen von 5 bis 80 Kilowatt. Die eingespeiste Zwischenkreisspannung kann zwischen 200 und 850 Volt Gleichspannung oder bis zu 560 Volt Wechselspannung betragen. Als Datenbus für die Kommunikation mit der übergeordneten Steuerung kommt der in der Automotive-Branche standardisierte Can-Bus zum Einsatz. Der Datenaustauch geschieht über das im Mobilbereich verbreitete Protokoll Canopen.

Damit der mobile Umrichter die hohe Schutzart IP6K9K erreicht wird er mit einem Wasser-/Glycol-Gemisch gekühlt. Als Rückführung der Rotorlage und Drehzahl des Motors kann ein Resolver angeschlossen werden.

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