Additive Fertigung Eine gemeinsame Sprache im 3D-Druck schaffen

Von Juliana Pfeiffer 3 min Lesedauer

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Unter dem Namen Leading Minds hat sich auf der Formnext 2024 ein Konsortium führender 3D-Druckunternehmen gegründet. Ziel ist es u.a. 3D-Drucklösungen effektiver in Fertigungsunternehmen zu integrieren und zu skalieren. Erste Initiative soll ein gemeinsamer Sprachrahmen für den 3D-Druck sein.

Laut einer Umfrage erkennen Unternehmen den 3D-Druck als einen wichtigen Trend in der Fertigung an, aber fast alle Unternehmen (98 %) sehen sich bei der Einführung des 3D-Drucks mit Herausforderungen und Hindernissen konfrontiert, wie z. B. mangelndem Fachwissen, vermeintlich hohen Kosten und einer manchmal komplexen Integration in bestehende Prozesse.(Bild:  Materialise)
Laut einer Umfrage erkennen Unternehmen den 3D-Druck als einen wichtigen Trend in der Fertigung an, aber fast alle Unternehmen (98 %) sehen sich bei der Einführung des 3D-Drucks mit Herausforderungen und Hindernissen konfrontiert, wie z. B. mangelndem Fachwissen, vermeintlich hohen Kosten und einer manchmal komplexen Integration in bestehende Prozesse.
(Bild: Materialise)

Auf der Formnext 2024 wurde ein neues Konsortium führender 3D-Druckunternehmen angekündigt, das sich mit den dringendsten Herausforderungen befasst, denen sich Hersteller müssen zahlreiche Hindernisse beim Einführen und Skalieren von 3D-Drucktechnologien für den industriellen Einsatz überwinden. Dies will in Zukunft ein Konsortium bestehend aus den führenden 3D-Druckunternehmen Ansys, EOS, HP, Materialise, Nikon SLM, Renishaw, Stratasys und Trumpf ändern.

Laut dem Konsortium „hat sich der 3D-Druck in verschiedenen Sektoren bewährt, indem er das Produktdesign verändert und hochgradig maßgeschneiderte Lösungen bietet. Heute ist der 3D-Druck dabei, sich von einer Nischeninnovation zu einer Großserienfertigung zu entwickeln. Um dies zu erreichen, muss die Branche die Skepsis überwinden und konkrete, skalierbare Lösungen liefern, die den 3D-Druck als Eckpfeiler der modernen industriellen Produktion festigen.“

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Der Wechsel vom Warum? zum Wie?

Trotz der vielversprechenden Möglichkeiten stoßen viele Fertigungsunternehmen immer noch auf Hindernisse bei der Einführung des 3D-Drucks. Laut einer Umfrage, die 2023 von B2B International unter 327 Herstellern in den USA, Deutschland und Japan durchgeführt wurde, erkennen Unternehmen den 3D-Druck als einen wichtigen Trend in der Fertigung an, aber fast alle Unternehmen (98 %) sehen sich bei der Einführung des 3D-Drucks mit Herausforderungen und Hindernissen konfrontiert, wie z. B. mangelndem Fachwissen, vermeintlich hohen Kosten und einer manchmal komplexen Integration in bestehende Prozesse. Um diese Hürden zu überwinden, bedarf es mehr als nur individueller Anstrengungen, sondern einer branchenweiten Zusammenarbeit, um die Technologie einem breiteren Spektrum von Herstellern zugänglich zu machen.

Während sich die Diskussion von „Warum sollten wir den 3D-Druck einführen?“ zu „Wie können wir ihn effektiv integrieren?“ verlagert, suchen die Hersteller nach konkreten Strategien zur Überwindung dieser Hindernisse. Das Leading Minds-Konsortium wurde als direkte Antwort auf diese Herausforderungen gegründet.

Das Konsortium zielt darauf ab, die dringenden Herausforderungen zu bewältigen, mit denen die Hersteller heute konfrontiert sind. Dazu gehören die Steigerung der Produktionseffizienz, die Verringerung von Abfall und die Ermöglichung schnellerer, reaktionsschnellerer Lieferketten.

Die Gründungsmitglieder des Konsortiums - Ansys, EOS, HP, Materialise, Nikon SLM, Renishaw, Stratasys und Trumpf - haben den gemeinsamen Glauben an die Leistungsfähigkeit des 3D-Drucks. Jedes einzelne Mitglied hat die Grenzen dessen, was mit dem 3D-Druck möglich ist, erweitert, und nun wollen sie durch ihre Zusammenarbeit sicherstellen, dass der 3D-Druck in verschiedenen Branchen leichter zugänglich und skalierbar ist. Das Konsortium ist offen für den Beitritt weiterer Unternehmen.

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Das Konsortium erklärte: „Die Leading Minds stehen für das gemeinsame Engagement, die Zukunft der Fertigung durch die transformative Kraft des 3D-Drucks neu zu gestalten. Das Konsortium zielt darauf ab, die dringenden Herausforderungen zu bewältigen, mit denen die Hersteller heute konfrontiert sind. Dazu gehören die Steigerung der Produktionseffizienz, die Verringerung von Abfall und die Ermöglichung schnellerer, reaktionsschnellerer Lieferketten. Durch diese Bemühungen wird das Konsortium dazubeitragen, ein anpassungsfähigeres, nachhaltigeres und vielseitigeres Ökosystem für die Fertigung zu schaffen.“

Die Zielsetzung: Förderung der Zusammenarbeit für branchenweite Lösungen

Das Hauptziel des Leading Minds-Konsortiums besteht darin, das Bewusstsein für die Möglichkeiten des 3D-Drucks in mehr Branchen zu schärfen und die Hürden zu beseitigen, denen sich die Hersteller gegenübersehen. Bei dieser gemeinsamen Anstrengung geht es nicht nur darum den 3D-Druck zu verbessern, sondern auch darum, praktische, umsetzbare Schritte zu unternehmen, um die Fertigungslandschaft so umzugestalten, dass sie innovativer und nachhaltiger wird und den sich wandelnden Anforderungen der modernen Fertigung gerecht werden kann.

Die nächsten Schritte: eine gemeinsame Sprache für den 3D-Druck

Derzeit verwenden viele Unternehmen und Technologien unterschiedliche Terminologien für ähnliche Konzepte, was eine effektive Zusammenarbeit erschwert und das volle Potenzial des 3D-Drucks in der industriellen Produktion einschränkt. Um dieses Szenario des „modernen Turmbaus zu Babel“ zu lösen, beabsichtigt das Konsortium, einen gemeinsamen Sprachrahmen zu entwickeln, der eine bessere Kommunikation ermöglicht, so dass Hersteller und Technologieanbieter effektiver zusammenarbeiten können.

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