Stromversorgung Ein Trafo, der sich selbst bezahlt

Autor / Redakteur: Martin Brust* / Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Mit einer neuen Kerngeometrie lassen sich die Eisenverluste von Transformatoren drastisch senken – was zu einem höheren Gesamtwirkungsgrad führt.

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Um bis zu 45 % können die Eisenverluste mit den neuen Leistungstransformatoren gesenkt werden – was zu - Energiekosteneinsparungen im Betrieb, geringeren Geräuschemissionen, niedrigen Betriebstemperaturen und reduzierter Wärmeabgabe führt.
Um bis zu 45 % können die Eisenverluste mit den neuen Leistungstransformatoren gesenkt werden – was zu - Energiekosteneinsparungen im Betrieb, geringeren Geräuschemissionen, niedrigen Betriebstemperaturen und reduzierter Wärmeabgabe führt.
(Bild: Riedel)

Die Automobilindustrie kann für viele Bereiche als Trendsetter mit Vorbildfunktion gesehen werden. Beispielhaft hat diese Branche das strategische Ziel definiert, dass zukünftige Schaltschränke ohne Fremdkühlung auskommen sollen. Einen wichtigen Beitrag dazu kann eine Innovation der Michael Riedel Transformatorenbau GmbH liefern: Das Unternehmen hat Leistungstrafos in der sogenannten RET-Bauweise entwickelt. Bei gleicher Baugröße und gleichem Eisenquerschnitt lassen sich damit die Eisenverluste drastisch senken. Ein höherer Gesamtwirkungsgrad, wesentlich niedrigere Betriebstemperaturen durch weniger Verlustwärme sowie deutlich weniger Geräuschemissionen sind das Ergebnis.

RET steht für Riedel Effizienz Technologie und beschreibt den Einsatz einer innovativen Kerngeometrie im Transformatorenbau. Sie reduziert die Eisenverluste signifikant: Im direkten Vergleich mit bisherigen UI-Streifen-Kern-Transformatoren lässt sich mit der neuen Kerngeometrie der magnetische Widerstand im Eisenpaket minimieren. Bei gleichem Ausgangsmaterial (kornorientierte, schlussgeglühte Elektrobleche M165-35S nach DIN EN 10107) führt dies nachweislich zu einer Senkung der Eisenverluste bis zu 45 %.

Temperatur der Transformatoren kann deutlich sinken

Bekanntlich sind Leistung und Verlustwärme zwei Seiten ein und derselben Medaille. Mit dem geringeren magnetischen Widerstand sinken die Verluste und damit die Wärmeabgabe des Eisenkerns: Bereits bei den ersten Prototypen – die für einen direkten Vergleich mit den gleichen Ausgangsmaterialien, dem gleichen Eisenquerschnitt und identischen Wicklungen (Primär + Sekundär) konstruiert wurden – lagen die Endtemperaturen des RET-Typs sowohl bei Netzbetrieb als auch im PWM-Einsatz um im Schnitt 15 K tiefer. Nutzt man dagegen konsequent alle Vorteile der RET-Technologie, so wird sich die Transformatorenfamilie durch noch niedrigere Endtemperaturen auszeichnen.

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