Drehdurchführungen Durchdrehend, hält aber trotzdem dicht

Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Drehdurchführungen werden immer dann eingesetzt, wenn Medien von einem stehenden auf rotierende oder schwenkende Anlagenteile übertragen werden müssen.

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Zur Gewährleistung eines spielfreien Laufs und damit eines konstanten Dichtspalts zwischen Stator und Rotor werden Rillenkugellager eingesetzt.
Zur Gewährleistung eines spielfreien Laufs und damit eines konstanten Dichtspalts zwischen Stator und Rotor werden Rillenkugellager eingesetzt.
(Bild: Hunger)

Drehdurchführungen finden insbesondere dann Verwendung, wenn Schwenkwinkel oder Lastzyklen derart hoch sind, dass eine Übertragung über flexible Leitungen nicht mehr sicher gewährleistet werden kann oder durch kontinuierliche Drehbewegung von vornherein ausgeschlossen ist.

Drehdurchführungen werden in den unterschiedlichsten Anwendungen und branchenübergreifend eingesetzt. Im industriellen Bereich, z.B. in Anlagen zur Stahlherstellung und Verarbeitung, bei Werkzeugmaschinen oder in Maschinen für die Kunststoffverarbeitung sowie im Lebensmittelbereich und der Medizintechnik. Bei der Energiegewinnung und -verarbeitung kommen sie in Offshore- oder Subsea-Anwendungen ebenso wie im Mining-Bereich und Untertagebau zum Einsatz. In mobilen Anwendungen finden sie Ihre Anwendung in der Forst- und Landtechnik sowie bei Baumaschinen. Übertragen werden neben flüssigen Medien (z.B. Wasser, Öle, Fette, Kühlschmierstoffe, Kühlmedien) auch gasförmige Stoffe (z.B. Kraftstoffe, Luft, technische Gase wie Acetylen, Argon, Stickstoff aber auch Dämpfe). Oftmals müssen durch eine Drehdurchführung eine Vielzahl unterschiedlicher Medien gleichzeitig durchgeführt werden.

Berührende Dichtsysteme

Dies erfordert eine zuverlässige Abdichtung der einzelnen Kanäle, was nur durch berührende Dichtungssysteme erreicht werden kann. Hier findet sich schon das erste und häufig wesentliche Klassifizierungsmerkmal bei Drehdurchführungen: Die Art der Abdichtung. Den am Markt angebotenen Lösungen mit berührungsfreien Dichtungssystemen für hohe Drehzahlen beziehungsweise Gleitgeschwindigkeiten und einer steten Leckage stehen die aus technischer Sicht leckagefrei arbeitenden Ausführungen mit berührenden Dichtungen gegenüber. Bei den letztgenannten lassen sich Drehdurchführungen mit Axialgleitringdichtungen sowie solche mit polymeren Dichtungswerkstoffen und radialer Abdichtung unterscheiden. Drehdurchführungen der Hunger Maschinen GmbH haben verschiedene Arten der Abdichtung, wobei die Ausführungen mit berührenden, polymeren Dichtsystemen im Fokus stehen. Bei diesen, meist kundenspezifisch ausgelegten Drehdurchführungen in Stückzahlbasis 1-100, kommen zu 100 % Rotationsdichtungen der Hunger DFE GmbH, mit Sitz in Würzburg, zum Einsatz. Zur Verfügung stehen neben verschiedenen Dichtungsdesigns (ROD-, RD-, DS-, RS- und WD-Typen) auch eine Vielzahl an unterschiedlichen Dichtungswerkstoffen für Vorspannelemente und Gleitringe. Auf diese Weise lässt sich für nahezu jede Dichtaufgabe die stets optimal abgestimmte Dichtungskombination zusammenstellen. Dies hat neben rein technischen Gesichtspunkten auch für den Kunden einen entscheidenden Vorteil: Dichtungs- und Komponentenhersteller arbeiten Hand in Hand.

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