Pumpe Druckstabile Exzenterschneckenpumpe

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Die KNOLL Exzenterschneckenpumpe MX fördert und dosiert mit hoher Druckstabilität Medien über größere Entfernungen. Die EvenWall-Technologie machts möglich.

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Die Exzenterschneckenpumpe MX von KNOLL liefert hohen Druck bei kleinem Baumaß. (Bild: Knoll)
Die Exzenterschneckenpumpe MX von KNOLL liefert hohen Druck bei kleinem Baumaß. (Bild: Knoll)

Hoher Druck bei kleinem Baumaß, hygienischer Aufbau mit entsprechender Materialauswahl, dazu ausgesprochen servicefreundlich – das zeichnet die Exzenterschneckenpumpe MX von Knoll Maschinenbau aus. Ein besonderes Merkmal der Pumpe ist ihre Ausführung in EvenWall-Technologie, die sich von herkömmlichen Konstruktionen deutlich unterscheidet.

Bedingt durch die Innengeometrie der Statoren haben zylindrische Ausführungen eine unterschiedliche Wandstärke des Elastomers. Das vulkanisierte Elastomer des Stators ist das Herz der Pumpe und wird zwischen Rotor und Statormantel definiert vorgepresst. Ziel ist, die entstehenden hermetisch abgedichteten Förderkammern durch eine exakte Dichtlinie abzudichten und Rückströmung und Walkarbeit zu vermeiden. Dies lässt sich jedoch bei unterschiedlichen Wandstärken besonders bei wechselnden Temperaturen nur schwer realisieren, zumal sich der Elastomer 7-fach stärker ausdehnt als Metall. Folglich entsteht eine punktuell unterschiedliche Verpressung und somit erhöhter Verschleiß und eine größere Rückströmung, welche für Scherung des Produktes und für einen schlechteren Wirkungsgrad verantwortlich ist.

Bei der EvenWall-Technologie ist der Statormantel der Innenkontur des Elastomers angepasst und mit einer gleichmäßigen Elastomeren-Wandstärke versehen. Sie kann je nach Pumpsatzgröße zwischen 4 und 12 mm liegen. Dies bewirkt eine deutlich höhere Druckstabilität, weniger Rückströmung, längere Standzeiten, einen besseren Wirkungsgrad, weniger Scherung des Produkts, ein besseres Ansaugverhalten und die Möglichkeit, eine große Temperaturschwankung, wie beispielsweise durch CIP-Reinigung, ohne Veränderung des Rotors zu erlauben. Die MX-Pumpe stellt mit einer geschlossenen Kammer einen Druck von mindestens 10 bar zur Verfügung, während herkömmliche Exzenterschneckenpumpen bei 4 bis 6 bar limitiert sind. Durch eine mehrstufige Bauweise erreicht die Exzenterschneckenpumpe Drücke bis zu 80 bar.

Druckstarke Pumpe für die Pasteurisierung

Ein Vorteil, der sich nicht nur im Baugröße/Leistungs-Verhältnis und in den Kosten bemerkbar macht, sondern auch so manche Anwendung erst ermöglicht. Rainer Stettin, Produktmanager Verdrängerpumpen bei Knoll, gibt ein Beispiel: „Um hochviskose Medien mit Stückigkeiten zu pasteurisieren, müssen diese auf eine Temperatur über 90° Celsius erhitzt und dann wieder auf Lagertemperatur abgekühlt werden. Das heißt, diese Lebensmittel durchlaufen lange Rohrleitungen. Bisher kamen dafür in erster Linie teure Kolbenpumpen zum Einsatz, die allerdings den Nachteil einer relativ starken Pulsation haben. Das kann den Prozessschritten nach der Pasteurisierung abträglich sein. Für solche Aufgaben haben die Anwender inzwischen auch unsere Exzenterschneckenpumpe MX entdeckt.“

Denn die MX kann problemlos große Drücke aufbauen und gleichzeitig ihr Transportmedium sehr pulsationsarm fördern. Ein solchermaßen gleichmäßig erzeugter Förderstrom ist von Vorteil, wenn etwa direkt im Anschluss an die Pasteurisierung eine Dosierung erfolgen soll.

Erst kürzlich hat Knoll seine MX-Pumpe als Teil einer Anlage zur Pasteurisierung von Saucen geliefert. Der Anlagenbauer sah sich hier mit der Anforderung konfrontiert, ein hochviskoses Medium durch die Pasteurisierungsanlage zu führen, das sehr sensibel gegenüber Scherung ist. Der schonende Transport des Mediums war dem auftraggebenden Nahrungsmittelhersteller so wichtig, dass er die Qualität der Pumpe zu einem entscheidenden Punkt bei der Auftragsvergabe machte. Der Anlagenbauer bekam schließlich den Auftrag – dank der Exzenterschneckenpumpe von Knoll, für die 45 bar bei nur geringer Pulsation und minimalen Schwerkräften kein Problem darstellen.

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