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Fügetechnik Drei Lösungen zum sicheren Verschrauben

| Redakteur: Dorothee Quitter

Wir stellen ein Drehmomentwerkzeug mit bidirektionaler Schnittstelle, einen Schraubroboter und eine Hydraulikpumpe zur Flanschverschraubung vor.

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Eine neue, von Brütsch/Rüegger Tools mit Jellix entwickelte App für Stahlwille bindet das Manoskop 766 an die IIoT-Plattform Jellix an.
Eine neue, von Brütsch/Rüegger Tools mit Jellix entwickelte App für Stahlwille bindet das Manoskop 766 an die IIoT-Plattform Jellix an.
(Bild: Brütsch/Rüegger Tools)

Dokumentation von Schraubfällen

Mit dem Manoskop 766 bietet Stahlwille ein Drehmomentwerkzeug, das sich mit bidirektionaler Schnittstelle, Open-Source-API und Funkmodul hervorragend für die Prozessoptimierung und Dokumentation von Schraubvorgängen in Industrie 4.0-Umgebungen eignet.
Mit dem Manoskop 766 bietet Stahlwille ein Drehmomentwerkzeug, das sich mit bidirektionaler Schnittstelle, Open-Source-API und Funkmodul hervorragend für die Prozessoptimierung und Dokumentation von Schraubvorgängen in Industrie 4.0-Umgebungen eignet.
(Bild: Stahlwille)

Eine Kooperation von Drehmomentspezialist Stahlwille und Systemanbieter Brütsch/Rüegger Tools ermöglicht die intelligente Vernetzung von Drehmomentwerkzeugen mit mobilen oder stationären Endgeräten auf Basis der digitalen IIoT-Plattform Jellix. Im Mittelpunkt steht die Anbindung des elektromechanischen Drehmomentschlüssels Manoskop 766 über eine neue App an „Jellix“. Hierbei handelt es sich um eine offene und komplett digitale Industrial-Internet-of-Things-(IIoT-)Plattform, gemeinsam entwickelt mit Brütsch/Rüegger Tools. Mit bidirektionaler Schnittstelle und Open-Source-API wird das Manoskop in Industrie-4.0-Umgebungen integriert und kommuniziert hier mit anderen Geräten und Systemen. Der Drehmomentschlüssel kann Daten für Verschraubungen über Funk erhalten. Mit der neuen Lösung werden diese Daten automatisch und in Echtzeit auch den Schraubobjekten direkt zugeordnet. Die Verbindung von Drehmomenttechnik mit den Möglichkeiten der digitalen Vernetzung bietet Anwendern Vorteile bei funktions- und sicherheitsrelevanten Verschraubungen. Alle für eine prozesssichere Dokumentation benötigten Daten werden automatisch ausgelesen.

Schraubprozesse einfach automatisieren

Dank der intelligenten Funktionen präziser Drehmoment-Kontrolle und integrierter Achssteuerung ist der Screwdriver besonders leicht zu programmieren.
Dank der intelligenten Funktionen präziser Drehmoment-Kontrolle und integrierter Achssteuerung ist der Screwdriver besonders leicht zu programmieren.
(Bild: Onrobot)

Mit dem Screwdriver erweitert On-Robot sein Produktportfolio um ein Werkzeug, durch das Anwender komplexe Schraub- und Montageprozesse schnell und einfach automatisieren können. Mithilfe einer integrierten Achssteuerung sowie präziser Drehmoment-Kontrolle gestaltet sich die Programmierung des neuen Schraubendrehers wesentlich einfacher als bei vergleichbaren, modular aufgebauten Schraubsystemen. Anwender geben zunächst die vorliegende Schraubenlänge und das benötigte Drehmoment über das Teach Pendant des jeweiligen Roboterarms ein. Der Screwdriver errechnet dann mittels der beiden intelligenten Features automatisch, welche Ge-schwindigkeit und Kraft er zum akkuraten Schrauben braucht. Liegt eine falsche Schraubenlänge vor, erkennt er den Fehler automatisch. Der Schraubendreher ist nach dem Plug-and-play-Prinzip installierbar und verfügt über ein schnell auswechselbares Bit-System. Damit lässt er sich in wenigen Minuten für unterschiedliche Schraubengrößen von M1.6 bis M6 sowie einer Länge von bis zu 5 cm einstellen. Zugleich ist das Werkzeug für die Integration in kollaborative Applikationen, die sicher mit dem Menschen agieren, ausgelegt.

Hydraulikpumpe revolutioniert Flanschverschraubung

(Bild: Hytorc)

Um Zeit zu sparen, nutzen Monteure für Flanschverschraubungen bis zu vier Werkzeuge parallel. Die Crux dabei bislang: Alle vier Werkzeuge hängen gemeinsam an einer „dummen“ Pumpe, die sie rücksichtlos gegenüber äußeren Bedingungen mit Hydraulikdruck beaufschlagt. Da beispielsweise durch unterschiedliche Reibung auch an ein und demselben Flansch keine Schraubverbindung exakt der anderen gleicht, sind aus Sicherheitsgründen vier Durchgänge für eine Flanschverschraubung empfohlen: zunächst mit 50 %, 75 % und 100 % des benötigten Drehmoments. Abschließend muss nochmals mit 100 % ein Kontrollgang erfolgen. Die Vector-Pumpe von Hytorc verfügt über Sensoren an jedem ihrer vier Schlauchanschlüsse. Mit ihnen misst sie bei jedem Werkzeug einzeln die Ölmenge. Defekte, undichte Werkzeuge führen in der Regel dazu, dass eine Verschraubung nicht ordnungsgemäß beendet werden kann. Durch die Analyse der von Vector aufgezeichneten Telemetriedaten können solche Leckagen identifiziert und entsprechend reagiert werden.

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