Harting stellt mit den Han-Modular-Domino-Modulen eine neue Generation modularer Steckverbinder vor. Die Basis-Elemente sind leichter und kleiner als bei bisherigen Lösungen, die Schnittstellen können dadurch mehr Module und Modultypen fassen.
Han-Modular-Steckverbinder mit Domino-Modulen.
(Bild: Harting)
Der junge Ingenieur Wilhelm Harting erkannte schon in den 1950er-Jahren, dass Steckverbinder eine wichtige Grundlagentechnologie für die Industrie sind – und entwickelte den Harting-Normsteckverbinder: den Han, der heute Quasi-Standard für rechteckige Industrie-Steckverbinder ist. Sein Sohn Dietmar Harting gab schließlich die Impulse für die Entwicklung und Markteinführung des ersten modular aufgebauten Steckverbinders – den Han-Modular. In den 1990er-Jahren war dies der erste Steckverbinder, der Leistung, Signale, Daten und sogar Druckluft in einem Gehäuse nebeneinander führte.
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Fast 30 Jahre später benötigen nun auch die industrielle Transformation und die Digitalisierung Grundlagentechnologien. Und auch heute stellen Steckverbinder eine solche dar, gewährleisten die sichere und fehlerfreie Übertragung von Leistung, Daten und Signalen. Die Verbindungstechnik der Zukunft muss darüber hinaus globalen Megatrends folgen und Kunden zusätzliche Mehrwerte, wie beispielsweise Nachhaltigkeit, bieten.
Klein, modular und montagefreundlich
Mit den Han-Modular-Domino-Modulen präsentierte Harting einen modularen Industrie-Steckverbinder, bei dem Anwender bis zu 50 Prozent Bauraum einsparen und Gewicht reduzieren können.
Durch den Einsatz kleinerer Bausteine, die sich im Halterahmen nebeneinander oder im Modul übereinander anordnen lassen, erhöht sich zudem die Modularität. Einzelne Baugruppen können im Sinne der Plattform-Idee weiter verwendet werden; ein nachhaltiger Ansatz. Mit dem Han-Modular-Standard-Portfolio bietet Harting über 100 verschiedene Module. Mit den Domino-Modulen erhöht sich die Anzahl von Kombinations-Möglichkeiten nochmals deutlich.
Im Vergleich zu mehreren separaten einzelnen Steckverbindungen verkürzen sich die Montagezeiten und insgesamt verringert sich der Personalaufwand. Die leichteren und kleineren Schnittstellen unterstützen die Dekarbonisierung. Allen voran ein Beispiel aus dem Schienenverkehr: Analysen internationaler Bahnhersteller zufolge spart ein Zug im Betrieb mit jedem Kilogramm Gewicht über die Laufzeit von 40 Jahren Energiekosten in der Höhe von 14.000 Euro ein. Diese Berechnung beruht auf den Energiepreisen von 2015, inzwischen liegt der Wert aufgrund des Preisanstiegs deutlich höher.
Aufgrund der Miniaturisierung, die der neue Standard mit sich bringt, können nun Steckverbinder auch an Orten eingesetzt werden, für die bisherige Lösungen nicht geeignet waren, zum Beispiel an schwer zugänglichen Stellen in Schienenfahrzeugen, Maschinen oder Energieanlagen.
„Cubes“ unterstützen die Individualisierung von Industriesteckverbindern
So wie ein Dominostein zwei separate Felder hat, setzt sich ein Domino-Modul aus zwei „Cubes“ zusammen. Das Steckgesicht ist nun aus zwei Teilen zusammengesetzt, die jeweils eine nahezu quadratische Fläche bilden, in der auch größere Kontakte untergebracht werden können. Die Cubes ermöglichen die Konfiguration „individueller“ Steckverbinder, die genau auf den Bedarf einer Konstruktion zugeschnitten sind. Leistung, Signale, Daten oder Druckluft sowie Stift- und Buchsenkontakte sind in einem Steckverbinder-Modul kombinierbar. Insgesamt reduziert sich die Zahl erforderlicher Schnittstellen je Einheit. Die Verbindungstechnik wird kleiner und leichter, mehr Module und Modultypen als bisher passen in einen Steckverbinder. So erhöht sich die Flexibilität für neue Anforderungen.
Was Harting unter Connectivity+ versteht
Entsprechend der Unternehmensvision „Zukunft mit Technologien für Menschen gestalten“ und dem Anspruch „Werte für Menschen zu schaffen“, legt Harting seinen Fokus auf Connectivity-Lösungen, die einen positiven Beitrag für die Zukunft der Gesellschaft leisten. Diese Ausrichtung bezeichnet die Firma aus Espelkamp als Connectivity+ und setzt damit die Unternehmensvision im Bereich der Steckverbinder um. Die richtige Verbindungstechnik kann ein Schlüssel zur Nachhaltigkeit sein, wenn der gesamte Lebenszyklus von Connectivity genauer betrachtet wird. Arbeitsaufwand und Energieverbrauch sinken, die Langlebigkeit wird verbessert. Dafür steht auch der Einsatz der Han-Modular-Domino-Module im industriellen Umfeld.
Acht Cubes im Domino-Modul versus vier Einzelmodule
Ein Beispiel für eine platzsparende Verwendung: In einen Steckverbinder der Baugröße 16 B passen bei Verwendung von Domino-Modulen acht verschiedene Cubes, statt bislang vier Einzelmodule. Die Besonderheit besteht darin, dass in einem Modul auch Cubes für Stift- und Buchsenkontakte zu einem Modul kombiniert werden können.
In ein Gehäuse der Baugröße Han 6 B – mit einer Grundfläche von 44 mm × 80 mm – passen zwei Han-Modular-Module. Bei Verwendung von Domino-Modulen lassen sich zwei funktional gleichwertige Schnittstellen in einem Han-Modular-Compact-Gehäuse platzieren. Hier beträgt die Grundfläche nur 35 mm × 48 mm, was eine Platzersparnis von über 50 Prozent bedeutet.
Für jedes Modul wird jeweils ein Cube mit einem kleinen Tab und ein Cube mit einem großen Tab benötigt: Die Cubes können flexibel über eine Verzahnung zusammengesetzt werden. Um Fehlkombinationen und doppelte Belegungen von Kontaktzahlen zu vermeiden, sind die Bausteine so kodiert, dass sie sich nur passend zu einem Modul kombinieren lassen.
Die Vorteile der Domino-Module im Überblick:
Die Vorteile der Han-Modular-Domino-Module lassen sich in fünf Punkten zusammenfassen:
1. Kleinere und leichtere Steckverbindungen ermöglichen bis zu 50 Prozent Platzersparnis.
2. Kompatibel mit allen Komponenten der Han-Modular-Baureihe, dem Markt-Standard modularer Industrie-Steckverbinder.
3. Nachhaltigkeit durch konsequente Modularisierung.
4. Reduktion der Installationszeiten durch Zusammenführung mehrerer Einzelsteckverbindungen.
5. Maximale Flexibilität, passend skalierbar auf den jeweiligen Bedarf.
Verfügbare Cubes für Han-Modular-Domino-Module:
Han-Domino-DD-Cube für bis zu 6 Crimp-Kontakte mit 10 A / 250 V,
Han-Domino-EE-Cube für bis zu 4 × Han-E-Crimp-Kontakte mit 16 A / 400 V,
Han-Domino-HD-Cube für bis zu 16 × D-Sub-Kontakte (4 A / 32 V),
Han-Domino-Pneumatik-Cube mit einem Pneumatik-Metall-Kontakt (3; 4; 6 mm),
Han-Domino-M12-Cube für einen M12-Kontakt (D- oder X-kodiert bis zu 10 GBit/s) sowie
Han-Domino-Dummy-Cube als Platzhalter für künftige Erweiterungen.
Buchtipp
Das „Praxishandbuch Steckverbinder“ ist ein Nachschlagewerk für die Geräteentwicklung und für den Einsatz von Steckverbindern. Entwickler und Anwender erhalten Informationen zu Materialien, physikalischen Grundlagen, Kontaktoberflächen, Abschirmmaßnahmen und vielem mehr. Die zweite überarbeitete und erweiterte Auflage des Buchs enthält neue wichtige Themen: Whisker-Wachstum, Oberflächen zur Whisker-Reduzierung, Steckverbinder für E-Mobilität und Single-Pair-Ethernet.
* Heiko Meier ist Produktmanager Han-Modular bei der Harting Electric Stiftung & Co. KG in Espelkamp.
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Stand: 08.12.2025
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