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Stromversorgung Die Stromversorgung ist wie eine Pulsuhr für die Automatisierung

Welche Merkmale eine zukunftsfähige Stromversorgung aufweisen muss, welche Vorteile sie dem Anwender bringt und wie es mit der Digitalisierung von Schaltschrankkomponenten weitergeht, erklärt Klaus Böhmer von Wago.

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Klaus Böhmer ist Sales Director International und Head of Business Unit Interface Electronics bei der Wago Kontakttechnik GmbH & Co. KG.
Klaus Böhmer ist Sales Director International und Head of Business Unit Interface Electronics bei der Wago Kontakttechnik GmbH & Co. KG.
(Bild: Wago Kontakttechnik)

Herr Böhmer, warum braucht der Markt eine intelligente Stromversorgung?

Der größte Nutzen für den Betreiber besteht darin, dass er Live-Daten mitbekommt. Er kann also direkt mit der Stromversorgung kommunizieren und dadurch beispielsweise Lastzustände übertragen lassen. Die Stromversorgung ist sozusagen die Pulsuhr der Automatisierung. Wenn Sie im privaten Umfeld sportlich aktiv sind, haben Sie heute eine Pulsuhr am Handgelenk. Mit der überwachen Sie Ihren Herzschlag und die Herzfrequenz. Über einen langen Zeitraum angewandt, erhalten Sie Informationen zu Ihrem Belastungszustand. Denken wir jetzt an eine Automatisierungslösung, können wir genau das übertragen: Wir überwachen den Energieverbrauch und die Lastzustände – und dokumentieren dies fortlaufend mit. So lässt sich dann quasi der Gesundheitszustand der Automatisierungslösung feststellen und überwachen. Bei Überbelastung kann man reagieren, Leistungen zurückfahren, angeschlossene Geräte mittels elektronischer Sicherung abschalten, Wartungen vornehmen und so die gesamte Anlage schützen.

Haben sich spezielle Branchen herauskristallisiert, bei denen der Einsatz der intelligenten Stromversorgung besonders von Vorteil ist?

Die Stromversorgungen sind universell einsetzbar. Wir haben natürlich sehr stark den Maschinenbau im Blick. Einfach weil der Maschinenbau generell hohe Anforderungen an Stromversorgungen hat. Auch die Prozessindustrie ist interessant für uns. Also alle Branchen, wo eine extrem hohe Verfügbarkeit notwendig ist und eine lange Lebensdauer der Komponenten, Systeme und Anlage eine bedeutende Rolle spielt.

Der Experte

Klaus Böhmer ist Sales Director International und Head of Business Unit Interface Electronics bei der Wago Kontakttechnik GmbH & Co. KG. Seit über 11 Jahren ist er im internationalen Vertrieb des Unternehmens tätig und somit nah an den Kunden dran. Er kennt deren Bedürfnisse und Anforderungen, die auch bei der Entwicklung der neuen Stromversorgung Pro 2 eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Ihre intelligente Stromversorgung Pro 2 ist modular aufgebaut und das Kommunikationsmodul lässt sich zusätzlich aufstecken – können Sie das Funktionsprinzip dahinter erklären?

Zunächst einmal ist die Stromversorgung auch ohne Kommunikationsmodul intelligent. Alle Basisgeräte sind mit einem Mikrocontroller ausgestattet, um Leistungsdaten zu erreichen, um Funktionen mit Topboost und Powerboost bereitzustellen und für die elektronische Sicherung. Also, die Intelligenz ist schon drin, daher bietet es sich an, eine Kommunikationsschnittstelle nach außen zu legen. Und genau das haben wir gemacht. Wir wollten aber nicht grundsätzlich so ein Kommunikationsmodul einbauen. Denn warum soll ein Kunde dafür zahlen, wenn er die Funktion nicht benutzt.

Außerdem stellen wir – wenn wir über Automatisierung sprechen – die Feldbusunabhängigkeit ganz vorn an. Seit 1995 bieten wir IO-Systeme, die feldbusunabhängig sind. Das heißt, man kann sehr einfach über das Austauschen eines Controllers einen kompletten Knoten an einen anderen Feldbus anschließen. Die gleiche Philosophie haben wir auf die neuen Netzteile übertragen. Wir überlassen es dem Kunden, an welchen Feldbus er das Netzteil anschließen möchte. Oder, wenn er mit IO-Link arbeitet, ob er ein IO-Link-Port für die Stromversorgung verwenden möchte. Das hat folgenden Vorteil: Der Kunde muss nur die Basisgeräte auf Lager legen und Module je nach Endkunde ergänzend aufstecken. So erreichen wir für unsere Kunden ein sehr hohes Maß an Flexibilität und Kosteneffizienz.

Alle Basisgeräte sind mit einem Mikrocontroller ausgestattet, um Leistungsdaten zu erreichen, um Funktionen mit Topboost und Powerboost bereitzustellen und für die elektronische Sicherung. Ein Kommunikationsmodul als Schnittstelle nach außen lässt sich bei Bedarf optional aufrasten.
Alle Basisgeräte sind mit einem Mikrocontroller ausgestattet, um Leistungsdaten zu erreichen, um Funktionen mit Topboost und Powerboost bereitzustellen und für die elektronische Sicherung. Ein Kommunikationsmodul als Schnittstelle nach außen lässt sich bei Bedarf optional aufrasten.
(Bild: Wago)

Stellt Wago auch Software-Tools zur Verfügung, um Auswertungen und Analysen der Daten vornehmen zu können?

Was die Einbindung angeht, liefern wir natürlich den entsprechenden Funktionsbaustein oder die IODD-Files im Falle von IO-Link mit, sodass die Integration leicht und ohne zusätzlichen Programmieraufwand möglich ist. Darüber hinaus lässt sich in Verbindung mit unseren Automatisierungskomponenten auch eine Connectivity herstellen. Das heißt, ein Kunde kann zum Beispiel die Wago-Cloud nutzen und kann dort vorhandene Module nutzen, um Dashboards darzustellen, Daten auszuwerten und künstliche Intelligenzen zu nutzen. Dafür gibt es fertige Bausteine, die man verwenden kann. Es ist also eine durchgängige Toolchain vorhanden – vom Netzteil bis in die Cloud.

Die Auswertung und Analyse der Daten sind eher Themen, die im Betrieb eine Rolle spielen. Bietet die Stromversorgung auch Vorteile beim Engineering der Schaltschrankbauer?

Ja, absolut. Zum einen lassen sich die Stromversorgungen voreinstellen. Das heißt, wenn die Applikation und der Einsatzort klar sind, dann können vorab mithilfe einer Konfigurationssoftware alle entsprechenden Parameter gesetzt werden. Vor Ort, in der Werkstatt oder der Fertigung wird das Gerät nur noch eingesetzt und der Aufwand für die Parametrierung entfällt.

Zum anderen bieten wir ein digitales Leistungspaket, das wir mit der Stromversorgung bereitstellen. Das beginnt schon in der Konstruktion, für die wir die entsprechenden CAD-Daten in verschiedenen Formaten bereitstellen und was die Anbindbarkeit in eine Entwicklungsumgebung angeht, stellen wir mit den Funktionsbausteinen oder eben mit den IODD-Daten alles bereit, sodass Entwickler und Konstrukteure bereits im Vorfeld virtuell mit dem Gerät arbeiten können.

Wie sieht es mit einem digitalen Zwilling der Stromversorgung Pro 2 aus?

Das ist im Prinzip dieses Paket, welches ich gerade beschrieben habe. Wir liefern standardmäßig die entsprechenden digitalen Daten mit – sie können auf unserer Webseite heruntergeladen werden. Kunden können also im Vorfeld bereits loslegen, entsprechende Anbindungen vorzunehmen und haben es dann bei der Inbetriebnahme wesentlich leichter, da alles vorbereitet ist und alle Parameter entsprechend gesetzt sind. Die Ausführung in der Werkstatt geht dann wesentlich schneller und leichter vonstatten.

Wie geht es denn bei Wago mit der Digitalisierung der Schaltschrankkomponenten weiter – sind noch mehr intelligente Produkte geplant?

Ja, da sind wir in der Planung. Wir haben eine Basistechnologie entwickelt, die wir auf weitere Produkte unseres Portfolios übertragen können. Daher sind tatsächlich weitere Komponenten geplant, die mit einer Kommunikationsschnittstelle ausgestattet werden. Das Konzept ist ähnlich: steckbar, austauschbar, flexibel nutzbar mit Feldbusses oder IO-Link.

Unsere Vision ist es, dass wir für den Schaltschrank ein Kommunikationsnetz anbieten können, das einen Überblick über alle Komponenten bietet, die relevant sind. Im weiteren Schritt können dann alle Daten an die Cloud kommuniziert und so eine Connectivity über alle Ebenen hinweg bereitgestellt werden. Die Möglichkeiten sind gigantisch. Da man mittlerweile viele Daten leicht auswerten kann, wird man in Zukunft mit sogenannten Datenteppichen arbeiten, künstliche Intelligenz kommt ins Spiel und es wird Möglichkeiten geben, die vorher undenkbar waren.

Spannender Ausblick, vielen Dank Herr Böhmer.

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