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Technik kurz erklärt Die Entwicklung des Geigerzählers

| Autor / Redakteur: M.A. Bernhard Richter / Katharina Juschkat

In unserer Serie „Technik kurz erklärt“ stellen wir jede Woche ein Meisterwerk der Konstruktion vor. Heute: Der Geigerzähler.

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Der Geigerzähler misst Strahlung in einem Gas oder Gasgemisch.
Der Geigerzähler misst Strahlung in einem Gas oder Gasgemisch.
(Bild: Flickr/Science Museum London/CC BY-SA 2.0/bit.ly/1dsePQq)

Der Geigerzähler heißt korrekt eigentlich Geiger-Müller-Zählrohr – wobei umgangssprachlich beinahe alle Strahlungsmessgeräte als Geigerzähler benannt werden. Sein Konstrukteur und Namensgeber Hans Geiger beschrieb erstmals 1913 einen Vorläufer der Zählrohre. Das Geiger-Müller-Zählrohr geht auf Geigers Entwicklungsarbeiten zusammen mit seinem Mitarbeiter Walther Müller zurück, deren Ergebnisse ab 1928 veröffentlicht wurden. Es war der erste bekannte und allgemein genutzte Detektortyp, der auf Strahlung mit einem elektrischen Impuls reagierte.

Faszinierende Zahlen der Konstruktion
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Das Gerät erkennt Alpha-, Beta- und Gammastrahlung anhand der Ionisierung eines Gases oder Gasgemisches (sogar Luft), die im Zählrohr stattfindet. Die einfachsten Detektoren bestehen aus einem beidseitig verschlossenen Zylinder, der als Kathode dient. Die Anode – ein dünner Draht – befindet sich innerhalb des Zylinders und wird an einem Ende durch einen Isolator aus dem Rohr herausgeführt. Zwischen den beiden Polen wird eine Gleichspannung angelegt. Wenn ionisierende Strahlung einfällt, werden im Gas Elektronen frei, welche zur Anode wandern. Die Stromimpulse sind so groß, dass sie direkt in einem Lautsprecher als Knackgeräusche hörbar gemacht werden können.

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Über den Autor

M.A. Bernhard Richter

M.A. Bernhard Richter

Redakteur Online/Print/Video, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht