Technik kurz erklärt

Die Entwicklung des Bohrers

| Autor / Redakteur: Bernhard Richter / Katharina Juschkat

Das Bohren ist eine der ältesten Werkzeugtechniken der Menschheit.
Das Bohren ist eine der ältesten Werkzeugtechniken der Menschheit. (Bild: gemeinfrei / CC0)

In unserer Serie „Technik kurz erklärt“ stellen wir jede Woche ein Meisterwerk der Konstruktion vor. Heute: Der Bohrer.

Das Bohren ist, neben dem Schneiden, Sägen und Schaben eines der ältesten Werkzeugtechniken des Menschen. Die Technik des Bohrens ist etwa 40.000 Jahre alt. Unsere Vorfahren nutzten Fiedel- oder Quirlbohrer. Die ersten Bohrer bestanden aus einem bogenförmigen Holzstück, dessen Enden mit einer Sehne verbunden sind. In die Sehne wird ein Schaft eingespannt, so dass er bei Hin- und Herbewegung des Bogens rotiert. In der Spitze ist ein Kopf aus Stein, Kupfer oder Bronze verankert. Der Schaft selber ist verhältnismäßig schwer oder mit zusätzlichen runden Gewichten beschwert, um zum einen den Vorschub zu gewährleisten, zum anderen durch die größere Masse eine höhere Laufruhe zu erzielen.

Ein Nachbau solcher Bohrer zeigt dieses Video:

Bohren mit Schnecken und Löffeln

Bohrer aus Stein treten bereits im älteren Jungpaläolithikum auf. Sie dienten damals zur Durchbohrung weicherer Materialien wie Holz, Geweih oder Knochen sowie von Häuten. In der Antike nutzte man Schneckenbohrer, die aus verdrehten vierkantigen Stäben bestanden. Abgelöst wurde er durch den Löffelbohrer, der bis ins 19. Jhdt. gebräuchlich war. Die heute v. a. bei Heimwerkern beliebten Spiralbohrer sind vorne kegelförmig und haben fast immer zwei Schneiden. Die namensgebenden Spiralen dienen übrigens zum Abtransport der Späne und der Zuführung von Kühlschmiermittel.

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