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Systemaufbau

Dezentrale Peripheriestationen mit mehr Grips

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Vereinfachtes Vernetzen für bessere Gesamtlösungen

Das funktioniert unter anderem deshalb so einfach, weil die neuen Geräte die Funktion I-Device unterstützen und ebenso eine Vernetzung nach dem Vorbild von Shared Device ermöglichen. Als I-Device wird eine Steuerung bezeichnet, die auf Basis von Profinet nicht nur mit unterlagerten Geräten wie IO-Devices kommunizieren kann, sondern auch mit überlagerten oder zentralen Steuerungen als intelligentes Gerät. Der Datenaustausch erfolgt dabei in Echtzeit.

In Verbindung mit Shared Device ergeben sich zusätzliche Vorteile: So können beispielsweise mehrere überlagerte Steuerungen auf bestimmte Module der ET 200 separat und direkt zugreifen. Damit lässt sich auf Maschinenebene eine flexibel aufgebaute Architektur realisieren, die eine höchst anpassungsfähige Datenvernetzung verkörpert. Shared Device eignet sich besonders gut im Zusammenhang mit Simotion, in denen eine Standard-CPU und eine fehlersichere CPU als getrennte Steuerungen im Einsatz sind.

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Zusatzmodul für die Profibus-Kommunikation

Zusammen mit dezentraler Peripherie, bei der sich Standard- und fehlersichere Module beliebig aneinanderreihen lassen, lassen sich so sehr kompakte und übersichtliche Automatisierungslösungen entwickeln.

In diesem Zusammenhang ist für viele Hersteller von Maschinen und Anlagen das Zusatzmodul für die Profibus-Kommunikation interessant, das es für die ET 200SP in Verbindung mit einer CPU vom Typ 1510SP-1 PN beziehungsweise 1512SP-1 PN gibt. Denn es gibt nach wie vor viele Applikationen, in denen zwar Profinet eingesetzt wird, aber an manchen Stellen oder für vereinzelte Subsysteme eine Profibus-Kommunikation zwingend erforderlich ist. Dieses Zusatzmodul ist als Profibus DP-Master für bis zu 125 DP-Slaves oder als DP-Slave verwendbar.

Komfortable Lösung für mehr Energieeffizienz

Der neue Controller besitzt für die einfache kommunikative Anbindung standardmäßig drei Ethernet-Ports mit einem variablen Busadapter für RJ45-, FC (Fast Connect)- und SC RJ (Fibre Optic)-Anbindung. In Verbindung mit dem Protokoll PROFIenergy kann diese Vernetzung mit Hilfe von Profinet zum gezielten Abschalten der ET 200SP Module während Pausenzeiten genutzt werden, um die Energieeffizienz von Maschinen und Anlagen nachhaltig zu verbessern.

Ein weiterer Vorteil kommt hier zum Tragen, der heute bei immer mehr Anwendern eine wichtige Rolle spielt, nämlich die Chance zur Energiedatenerfassung. Durch die eingangs beschriebene Möglichkeit der einfachen Nachrüstung von Funktionalitäten kann beispielsweise die Energiemessung im Steuerungsprogramm vorgesehen sein, die dazu notwendige Hardware sofort mit eingebaut oder erst später bei Bedarf nachgerüstet werden. Dies kann hardwareseitig vom Anwender selbst durchgeführt werden, während die Programmintegration online freigeschaltet wird. Hierzu besitzt das dezentrale Peripheriesystem einen entsprechenden Web-Server, der einfach über entsprechende Login-Prozeduren angesprochen wird.

Mess- und interne Werte zur Laufzeit parametrieren

Idealerweise gibt es für die Energiemessung ein sogenanntes Energy-Meter-Modul für die Simatic ET 200SP mit 20 mm Baubreite. Damit lassen sich elektrische Kenngrößen in einem Ein- oder Drei-Phasen-Netz mit einer Genauigkeit von +/- 0,5 % erfassen. Dabei lassen sich Mess- und interne Werte zur Laufzeit parametrieren. Eine Diagnose für Überlast, Toleranzwert und Toleranzzeit ist dabei verfügbar. Die Steuerung wertet die gemessenen Daten wie Spannung, Strom etc. aus und archiviert sie für die Nutzung in einem Energiemanagement.

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