Statement „Der Weihnachtsbraten aus dem 3D-Drucker ist keine Fiction mehr“

Quelle: Pressemitteilung International School of Management

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Ob Bratwurst oder Weihnachtsbraten – für eine Mehrzahl der Deutschen kommt an den Feiertagen Fleisch auf den Tisch. Künftig wird die digitale Transformation die Fleischproduktion und unsere Vorstellung von Fleisch stark verändern. Eine Einschätzung von Professor Dr.-Ing. Matthias Lütke Entrup von der ISM.

So ähnlich könnte bald ein Weihnachtsbraten aus pflanzlichen Produkten oder synthetischem In-vitro-Fleisch aussehen, der mittels 3D-Druck in Form gebtacht wird.
So ähnlich könnte bald ein Weihnachtsbraten aus pflanzlichen Produkten oder synthetischem In-vitro-Fleisch aussehen, der mittels 3D-Druck in Form gebtacht wird.
(Bild: gkrphoto - stock.adobe.com)

Die Fleischindustrie steht vor großen Herausforderungen. Zwar möchte die Mehrheit der Deutschen nicht auf Steak und Wurst verzichten, zugleich steigen jedoch auch die Ansprüche an die Branche mit Blick auf das Tierwohl und Nachhaltigkeitsfragen. Aus Sicht von ISM-Professor Dr.-Ing. Matthias Lütke Entrup bedeutet die zunehmende Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine Riesenchance für die Branche, welche unsere Vorstellung von „Fleisch“ für immer verändern könnte.

Fleischalternativen werden zunehmend Realität

Professor Dr.-Ing. Matthias Lütke Entrup lehrt als Experte für Operations Management in der Konsumgüterindustrie an der International School of Management (ISM) und beschäftigt sich seit Jahren mit den Herausforderungen der Milch- und Fleischindustrie entlang der gesamtenWertschöpfungskette.
Professor Dr.-Ing. Matthias Lütke Entrup lehrt als Experte für Operations Management in der Konsumgüterindustrie an der International School of Management (ISM) und beschäftigt sich seit Jahren mit den Herausforderungen der Milch- und Fleischindustrie entlang der gesamtenWertschöpfungskette.
(Bild: ISM)

Die großen Innovationen erwartet Lütke Entrup in den nächsten Jahren. Als Beispiele nennt er die Nutzung von Satellitendaten zur Optimierung des Ackerbaus, die Weiterentwicklung des Barcodes mit RFID-Technologie für eine bessere Datenerfassung- und Messung sowie Fleisch aus dem Labor. „Der Gedanke an ein konfiguriertes Steak, dass direkt aus dem Drucker kommt, oder an Fleischstücke, die im Labor heranwachsen, mutete bis vor ein paar Jahren noch wie Science Fiction an. Inzwischen werden auch solche Fleischalternativen zunehmend in die Realität umgesetzt. Dabei weckt das synthetische In-vitro-Fleisch nicht nur bei Tierfreunden die Hoffnung, die Tierschlachtung zu reduzieren. Auch die Fleischproduzenten erwarten vom Fleisch der Zukunft viel. Denn viele Vegetarier verzichten aus Tierwohlüberlegungen auf den Fleischverzehr und nicht, weil sie den Geschmack nicht mögen“, so der ISM-Professor.

Das Fleisch aus dem Labor (Cell-based Meat)

Das Fleisch aus dem Labor bietet nach Ansicht von Lütke Entrup das Potenzial, die gesamte Fleischindustrie zu revolutionieren. Im Gegensatz zu pflanzlichen Alternativen, handelt es sich beim sogenannten In-vitro-Fleisch um die Züchtung von Gewebe zur Herstellung von synthetischem Fleisch. „Lange galt das Fleisch aus dem Labor als zu teuer und damit als nicht wettbewerbsfähig. Dank Investitionen der großen Player auf dem Fleischmarkt wird die synthetische Fleischherstellung aber zunehmend günstiger.“ Mit Blick auf die Nachhaltigkeitsthematik habe das In-vitro Fleisch zwar den Vorteil, dass keine Tiere mehr gemästet und geschlachtet werden müssen, allerdings könne auch das synthetische Fleisch noch nicht als nachhaltige Lösung gelten. „Während die Rindermast mit seiner hohen Methanproduktion eine große Belastung für das Klima darstellt, wird bei der neuen, synthetischen Fleischherstellung aufgrund des hohen Energiebedarfs zurzeit noch sehr viel CO2 produziert,“ erklärt der ISM-Professor. Zudem sei die Frage noch offen, wie Konsumenten und Gesundheitsbehörden das aus gezüchteten Zellen gewonnene Fleisch aufnehmen werden.

Der Braten aus dem 3D-Drucker

Eine weitere Alternative sieht Lütke Entrup in der additiven Fertigung von Fleisch. Diese 3D-Drucktechnik stecke aber noch in den Anfängen. „Ausgangsstoffe für den 3D-Druck sind entweder pflanzliche Produkte oder auf künstliche Weise erzeugtes Cell-based Meat. Im zweiten Fall werden Muskel- und Fettzellen sowie weitere Bindungsstoffe eingesetzt, um ein Endprodukt entstehen zu lassen, das von natürlich gewachsenem Fleisch kaum noch zu unterscheiden wäre.“

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