Stromversorgung Das Windrad für das eigene Haus

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Eine kleine Windkraft-Anlage, die das Zeug hat, ein Kraftwerk für Jedermann zu werden, ist eines der Highlights von Roschiwal + Partner. Die Idee ist, die Kosten dieser Windkraft-Anlage so niedrig zu halten, dass man sie einfach im Baumarkt kaufen kann. Die 500-Watt-Windkraft-Anlage ist als Insel-Lösung ausgelegt, die den erzeugten Gleich-Strom in ein Batterie-System puffert. Mit ihr lässt sich beispielsweise ein Wochenendhaus, eine Laube oder eine Berghütte mit elektrischer Energie versorgen.

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„Die Idee bei dieser Windkraft-Anlage ist, die Kosten so niedrig zu halten“, erläutert Robert Grimbacher, Entwicklungs-Ingenieur bei Roschiwal + Partner, „dass man sie im Baumarkt kaufen kann – so wie wir es heute von Satteliten-Schüsseln kennen.“

Von den Windanlagen, die durch ihre vertikal angeordneten Rotoren auffallen, sind zwei Versionen geplant: eine 500-Watt-Anlage und eine 3-kW-Anlage. Die 500-Watt-Windkraft-Anlage ist als Insel-Lösung ausgelegt, die den erzeugten Gleich-Strom in ein Batterie-System puffert. Mit ihr lässt sich ein Wochenendhaus, eine Laube, eine Berghütte oder ein Bootshaus mit elektrischer Energie bei einer Spannung von 16 Volt versorgen.

Anders bei den 3-kW-Windkraft-Anlagen, die mit einem Strom-Umrichter ausgestattet sind und ihre Leistung in das 230-Volt-Netz einspeisen können. Außer der privaten Insel-Nutzung kann die Anlage nach Angabe des Anbieters überall dort eingesetzt werden, wo bislang Strom-Erzeugungs-Aggregate mit fossilen Brennstoffen dominieren. „Es ist aber auch denkbar“, ergänzt Grimbacher, „dass eine Windkraft-Anlage auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums steht und neben der Strom-Erzeugung auch Werbezwecken dient.“

Windanlage auch bei ungünstigen Verhältnissen

Nach Angaben des Herstellers funktioniert die Windanlage auch bei ungünstigen Windverhältnissen. „Das liegt daran“, erklärt Grimbacher, „dass sich unser Rotor um die vertikale Achse dreht und somit windrichtungsunabhängig funktioniert.“ Und das wiederum liege an dem aerodynamischen Läufer, wie Fachleute den Rotor auch nennen. Dieser dreht sich horizontal um eine Achse, die sich aus dem Ständer-Rohr fortsetzt. Die drei jeweils um 120° angeordneten Streben des Rotor-Käfigs tragen je einen inneren und einen äußeren Tragflügel. Der innere wird Savonius-Rotor genannt und dient als Anfahr-Hilfe. Der äußere wird Darrieus-Rotor genannt und sorgt durch sein spezielles aerodynamisches Naca-Profil für den Ertrag der Windkraft.

Windkraft-Anlage rotiert unabhängig von der Windrichtung

Aus diesem Konstruktions-Prinzip ergibt sich, dass Windkraft-Anlage unabhängig von der Windrichtung rotiert, keine Wind-Nachführung braucht, auch bei niedrigen Windgeschwindigkeiten effektiv arbeitet und selbst bei Starkwind nicht abgeschaltet werden muss, so Roschiwal + Partner. Dafür soll eine nach dem Stall-Effekt automatisch arbeitende Regelung sorgen, die reagiert, wenn die fixierte Nennleistung überschritten wird.

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