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World Solar Challenge

Das härteste Solarautorennen – 3022 km nur mit der Kraft der Sonne

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

3022 Kilometer im australischen Outback ohne einen einzigen Tropfen Treibstoff zurücklegen? Diese Herausforderung nahmen die Teams aus aller Welt bei der World Solar Challenge an. Mit dabei der Sonnenwagen, den Studierende der RWTH und FH Aachen entwickelt haben.

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Horizon Ace vom Nitech Solar Racing Team ging für Japan ins Rennen.
Horizon Ace vom Nitech Solar Racing Team ging für Japan ins Rennen.
(Bild: World Solar Challenge)

Die „World Solar Challenge“ im australischen Outback gilt als härtestes Rennen für Solarautos. In sieben Tagen müssen die Fahrzeuge eine 3022 Kilometer lange Strecke quer über den australischen Kontinent zurücklegen – angetrieben ausschließlich durch die Kraft der Sonne. Studierende der Fachbereiche Leichtbau, Photovoltaik und Fahrstrategie der RWTH und FH Aachen gingen mit ihrem „Sonnenwagen“ in der Challenger Class an den Start.

Das härteste Solarautorennen:

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Klebstoffe spielen eine zentrale Rolle spielen

Die Extrembedingungen bei der World Solar Challenge, wie Trockenheit, Hitze, direkte Sonneneinstrahlung sowie starke Vibrationen beim Fahren im Gelände, verlangen der Fahrzeugkonstruktion technische Höchstleistungen ab. Um das geringe Gewicht und eine optimale Aerodynamik zu gewährleisten, wurde der „Sonnenwagen“ in einer Katamaran-ähnlichen Form designt, welche die Studenten durch carbonfaserverstärkte, von Hand geklebte Kunststoffteile realisierten.

Die dabei verwendeten zweikomponentigen Polyurethan-Klebstoffe bringen folgende Vorteile mit sich:

  • Sie sind spannungsausgleichend
  • sie verfügen sowohl unter statischen als auch dynamischen Bedingungen über eine hohe Festigkeit
  • sie härten bereits bei Raumtemperatur schnell aus

Weiterer Vorteil des Klebeverfahrens: die Konstruktion des Aachener Teams ist nicht einmal 200 kg schwer. So kann der entworfene „Sonnenwagen“ eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 km/h erreichen – angetrieben allein durch die Sonne.

Im tatsächlichen Rennen erreichte der Sonnenwagen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 71,8 km/h und sicherte damit dem Team der RWTH Aachen Platz 6 in der Gesamtwertung. Den ersten Platz in der Challenger Class belegte das belgische Agoria Solar Team mit einer Durchschnittgeschwindigkeit von 86,6 km/h.

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