Stoßdämpfer Dämpfer im Crashtest
Mit Hilfe eines Industrie-Stoßdämpfers kann ein Aufprallsimulator wichtige Erkenntnisse bei der Entwicklung von Sicherheitssystemen für die Automobilindustrie liefern.
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Bevor Fahrzeuge in Serienreife gehen, müssen sie sich einer Vielzahl von Sicherheitstests unterziehen. Man assoziiert damit Dummys für Crashtests und demolierte Karosserien. Weniger kostspielig – und ebenso zur Entwicklungsarbeit vor der Kfz-Serienreife gehörend – sind technisch beeindruckende Aufprallsimulatoren. Eine Projektarbeit im Labor für Messtechnik und Sensorik der Hochschule Konstanz zeigt, wie man zum Schutz eines Testaufbaus hochwertige Industrie-Stoßdämpfer in die Konstruktion integrieren kann.
Je nach Ausführung kostet ein so genannter Crashtest-Dummy zwischen 100.000 und 250.000 Euro. Zwar können diese praktischen Helfer bei der Kfz-Entwicklung mit aufwändiger Wartung häufiger zu Tests herangezogen werden als die zerstörten Fahrzeuge, in oder auf denen sie sitzen. Dennoch ist jeder Hersteller froh, wenn sich deren und auch der Einsatz von Kfz minimieren lässt. Sicher wird man auch in Zukunft nicht auf diese in unterschiedlichsten Gewichtsklassen hergestellten Stuntmen verzichten wollen, um Auswirkungen von Zusammenstößen auf Kopf, Wirbelsäule, Beine oder andere Körperteile von Menschen zu simulieren. Aber Forschung und Industrie arbeiten Hand in Hand an Methoden und Abläufen, um z. B. Vortests noch Kosten sparender zu gestalten. Viele davon sind gut geeignet, um auftretende Kräfte zu messen und so die Anforderungen an Sicherheitselemente zu prognostizieren. Zu diesem Zweck dient auch ein Aufprallsimulator, den Prof. Dr.-Ing. Klaus Durst im Rahmen von Projektarbeiten mit Maschinenbau-Studenten im Labor für Messtechnik und Sensorik an der Hochschule Konstanz für Technik, Wirtschaft und Gestaltung entwickelt. Auf Praxisnähe bedacht, gehörte es für die Studenten Janek Stahl und Sandro Folisi zur Aufgabenstellung, die grundlegenden Schritte des Projektes wie in der freien Wirtschaft umzusetzen. Dies umfasste neben der Erstellung eines Sicherheitskonzeptes während der Testphase im Labor auch Konstruktion und Entwicklung eines Dämpfsystems für den Schlitten, das Erstellen eines bedienerfreundlichen Anwenderprogramms zur Erfassung der Messdaten und Handhabung des Simulators sowie die Kreation eines Imagefilms und die öffentlichkeitswirksame Verwertung des Projektes. Letzteres geschah mit Hilfe der Industrie, durch Auftritte bei Veranstaltungen wie z. B. Messen und dank Presseveröffentlichungen.
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