Faserverbundwerkstoff Composites für Sandwichmaterialien

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Mit einem Carbon- und einem Glasfaser-Composite hat Lamilux neue Deckschichten von Sandwichmaterialien für den Einsatz im Fahrzeugbau entwickelt.

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Sandwichelemente aus PU-Schaum mit Deckschichten aus CFK.
Sandwichelemente aus PU-Schaum mit Deckschichten aus CFK.
(Bild: Lamilux)

Als innen- und außenliegende Deckschicht von Sandwichelementen verleihen die neuen Konstruktionsmaterialien Lamilux-High-Strength-X-treme und Lamilux-High-Strength-X-treme-Carbon Seitenwand-, Dach- und Bodenkonstruktionen von LKW-Aufbauten und Trailern größte Stabilität sowie eine lange Lebensdauer bei gleichzeitig sehr geringem Flächengewicht. Die in einem kontinuierlichen Herstellungsverfahren produzierten Flachbahnen sind aufgrund des hohen Automationsgrades der Fertigung mit ihren jeweiligen mechanischen und chemischen Eigenschaften jederzeit reproduzierbar.

„High Strength“ weist darauf hin, dass die Glas- oder Carbonfasern als Gelege in den Kunststoff eingearbeitet werden. Die Fasern sind in uni-, bi-, tri- oder multiaxialen Ausrichtungen angeordnet. „Welche Faseranordnung gewählt wird, hängt vorwiegend von der künftigen Materialanwendung und den sich daraus ergebenden Festigkeitsanforderungen ab“, erläutert Diplom-Ingenieur Sascha Oswald, Produktmanager bei Lamilux. Im Verbund mit dem Matrixharz zeigen Fasergelege vor allem eine sehr hohe Zugfestigkeit und Steifigkeit (E-Modul) in der Faserlängsrichtung. Sascha Oswald: „Unsere High-Strength-Werkstoffe sind daher hervorragend für den großflächigen Einsatz in Seitenwänden, Dächern und Böden geeignet, da sie dort die auf die Sandwichelemente einwirkenden Last- und Spannungskräfte absorbieren, den gesamten Aufbau sehr torsionssteif machen und Gewicht einsparen.“

Untrennbarer Verbund aus Fasern und Harz

„X-treme“ steht bei den Lamilux-Composites für die Verwendung eines neuen Harzsystems, in dem Epoxidharz, Härter und Additive aufgrund ihrer Mischverhältnisse so zusammenwirken, dass sie im Endprodukt einen duroplastischen Kunststoff von großer Festigkeit und herausragender Flexibilität bilden. Das Ergebnis ist ein Matrixmaterial, das vor dem Aushärten im Produktionsprozess im flüssigen Zustand die Fasern aus Carbon oder Glas perfekt umschließt und mit ihnen einen hochfesten, untrennbaren Verbund eingeht.

Allen High-Strength-X-treme-Produkten sei zudem gemein, dass sie einen sehr großen Faservolumenanteil aufweisen, ergänzt Entwicklungsingenieur Matthias Tretter. „Abgestimmt auf die mechanischen Beanspruchungen im Einsatzbereich, erlaubt es unser Produktionsprozess, auf über 70 Prozent Faseranteil zu gehen.“ Neben der erhöhten Festigkeit und einem sehr geringen Längenausdehnungskoeffizient hat dies den Vorteil, dass der dadurch reduzierte Anteil an Harz zu einer weiteren Gewichtseinsparung führt.

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