Künstliche Intelligenz
China nutzt KI für den Bau von Eisenbahntunneln

Von Henrik Bork 3 min Lesedauer

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Zum ersten Mal ist das Bohren eines Eisenbahntunnels durch schwieriges Terrain komplett von einem KI-Modell geplant worden. Über diese Weltneuheit berichten chinesische Ingenieure und Datenwissenschaftler.

Die chinesische Hochgeschwindigkeits-Bahn „Gaotie“ soll künftig mit 350 km/h durch das Karstgebirge sausen. Der Yangcun-Tunnel wird Teil der neuen Strecke. (Bild:  GPT Image Editor / KI-generiert)
Die chinesische Hochgeschwindigkeits-Bahn „Gaotie“ soll künftig mit 350 km/h durch das Karstgebirge sausen. Der Yangcun-Tunnel wird Teil der neuen Strecke.
(Bild: GPT Image Editor / KI-generiert)

Der Yangcun-Tunnel ist Teil einer neuen Strecke für die Hochgeschwindigkeits-Bahn „Gaotie“, dem chinesischen Äquivalent des japanischen Shinkansen. Damit demnächst Züge mit 350 km/h durch die von Karstgebirgen, geologischen Verwerfungen und unterirdischen Seen geprägte Region donnern können, müssen hochkomplexe Berechnungen erstellt und riskante Entscheidungen getroffen werden.

Ein Albtraum für Tunnelbau-Ingenieure

Die Bahnstrecke führt mitten durch das Wuling-Gebirge, ein in China seit Urzeiten für seine zerklüftete Schönheit, aber auch für seine Abgeschiedenheit und die Armut der dort lebenden ethnischen Minderheiten bekannten Höhenzug. Die Regierung in Peking baut das Schnellzugnetz des Landes gezielt auch in solchen Gegenden aus, um noch verbleibende „Pockets“ von Armut zu bekämpfen und den Anwohnern neue wirtschaftliche Perspektiven zu ermöglichen.