CAD-Software CAD-Software erfindet sich im Kontext des digitalen Engineerings neu

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Wo aktuell verborgenes Potenzial der CAD-Software liegt, welche Bedeutung CAD-Daten im künftigen Produktentstehungsprozess haben und welche Rolle der Konstrukteur dabei einnimmt - darüber spricht konstruktionspraxis mit Peter Scheller, Business Development Consultant im Pre-Sales bei Siemens Digital Industries Software, im Interview.

Quo vadis CAD-Software? 3D-CAD-Daten erfahren im Hinblick auf Industrie 4.0 neue Wirkungsweisen im Umfeld von AR und VR oder der Echtzeitdaten aus der IoT-Welt, die über den Digitalen Zwilling zur Optimierung der Produkte verwendet werden können.
Quo vadis CAD-Software? 3D-CAD-Daten erfahren im Hinblick auf Industrie 4.0 neue Wirkungsweisen im Umfeld von AR und VR oder der Echtzeitdaten aus der IoT-Welt, die über den Digitalen Zwilling zur Optimierung der Produkte verwendet werden können.
(Bild: ©CrazyCloud - stock.adobe.com)

konstruktionspraxis: Herr Scheller, ist das Potenzial für mehr Effizienz im Bereich CAD-Software im deutschen Maschinenbau bereits ausgeschöpft?

Peter Scheller: Nahezu jedes Unternehmen im deutschen Maschinenbau setzt ein etabliertes 3D-CAD-Werkzeug ein. Also wenn ich über CAD spreche, ist es aus der Sichtweise von 3D-CAD-Programmen, wobei die reine 2D-CAD-Welt bestimmt noch eigene Anwendungsfälle hat, die aber immer mehr aus der 3D-Welt abgeleitet werden. Der erste Blick auf den klassischen Einsatz von 3D-CAD mit der 3D-Bauteil-Modellierung, Baugruppenerstellung und Zeichnungsausleitung lässt vermuten, dass hier kaum noch eine Effizienzsteigerung möglich ist. Dies ist unter anderem in der Bauteilgeometrie begründet, die im Maschinenbau häufig von prismatischen Bauteilen bestimmt wird, die jedes etablierte CAD-System heute mühelos abbilden kann.