Notebook-Test Business Notebook und Tablet-PC in einem
Tablet-PCs scheinen den Netbooks mehr und mehr den Rang abzulaufen. Sie sind chic, die Bedienung intuitiv und man kann sie in die Tasche stecken. Ob sie sich auch zum mobilen Arbeiten eignen sei dahingestellt. Wir haben statt dessen das EliteBook 2740p von HP getestet: ein Subnotebook mit Touchscreen.
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Für ein 12"-Notebook ist das EliteBook 2740p von HP schon ganz schön mächtig - solide kann man es auch nennen. Fast zwei Kilogramm bringt es auf die Waage, doch schuld daran ist der als Touchscreen nutzbare Bildschirm. Deshalb ist alleine der "Deckel", also der drehbare Bildschirm, beinahe so dick wie der Rechner mit Tastatur.
Doch erst einmal mehr zum Notebook selbst. Ein 12"-Notebook ist kein Netbook mehr und das zeigt sich bereits bei der Tastatur. Sicherlich, die Funktionstasten sind recht klein, doch ansonsten muss der Nutzer keine Abstriche machen. Komfortables Schreiben ist gewiss. Auch das Mousepad arbeitet präzise ohne zu reagieren, wenn man bereits mit den Handflächen in die Nähe kommt. Der erste Eindruck ist also äußerst positiv.
Notebook mit satter Ausstattung für alle Office-Anwendungen
Wenn man ein ordentliches Business-Notebook erwartet, lässt die Hardware-Ausstattung keine Wünsche offen. Als Prozessor setzte HP den schnellen Intel Core i5-540M 2-Kern-Prozessor ein, der mit 2,53 GHz getaktet ist. Die integrierte Intel Graphics Media Accelerator HD Grafikkarte ist zwar nicht für aktuelle Spiele geeignet, aber für alle Office-Anwendungen und nicht-professionelle Bildbearbeitung genügt sie vollauf.
Bei den Festplatten hat der Kunde die Wahl: Das EliteBook 2740p ist entweder mit einer schnellen 160 GB großen SSD ausgestattet – dann auch mit 4 GB Arbeitsspeicher. Damit lassen sich beispielsweise auch große Datenmengen wie Bild- oder Videodateien schnell laden und bearbeiten. Oder es wird eine mindestens 160 GB große SATA II-Festplatte und ein Arbeitsspeicher von 2 GB verbaut.
Für mobiles Arbeiten ist ebenfalls gesorgt. Wahlweise kann über UMTS, WLAN, LAN oder über Modem-Anschluss die Internetverbindung aufgebaut werden. Eine UMTS/WLAN-Zusatzantenne lässt sich am oberen Bildschirmrand ausfahren. Bei intensiver PC-Nutzung mit WLAN gibt der 6-Zellen-Akku allerdings nach etwa vier Stunden auf – schade. Mit den richtigen Einstellungen und einem abgedunkelten Display lässt sich die Akkulaufzeit aber ein bischen verlängern.
Auf Tablet wahlweise mit Stift oder Finger navigieren
Zur Nutzung des Tablets dreht man den Bildschirm einfach um und klappt ihn auf die Tastatur. Sobald das Gerät hochkant gehalten wird, dreht sich auch automatisch die Ansicht ins Hochformat. Dann kann es losgehen. Für Internet-Anwendungen lässt sich präzise mit dem im Gehäuse versteckten Stift navigieren. Natürlich funktioniert das auch einfach mit dem Finger, der glücklicherweise auf dem leicht matten Display kaum Spuren hinterlässt.
Um Texte zu verfassen, stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Zum einen lässt sich eine Tastatur einblenden, was aber angesichts der vorhandenen echten Tastatur unter dem Tablet-PC nur für kurze Eingaben sinnvoll ist. Zum anderen aber ist eine überzeugende Schrifterkennung integriert. Bereits nach weniger als einer halben Stunde hat die Software eine Handschrift "erlernt" und kann sie beispielsweise in Word umsetzen. Erstaunlich, wie wenig Fehler im Test auftraten - und diese konnten auch "handschriftlich" einfach behoben werden.
"Zwischenvariante" als interessante Alternative für Business-Kunden
Ein paar schöne Zusatzfunktionen runden die üppige Ausstattung ab. So ist der Tablet-PC beispielsweise auch in Versionen mit integriertem GPS erhältlich – für etwa 60 Euro Aufpreis. Bei schlechten Lichtverhältnissen leuchtet die Tastatur dank HP Night Light. Außerdem ist das LED-Display optional mit Outdoor View ausgestattet, das für eine deutlichere Anzeige im Freien bei Tageslicht sorgen soll.
Über den Sinn oder Unsinn von Tablet-PCs lässt sich lange streiten. Hewlett Packard bietet deshalb mit seiner "Zwischenvariante" eine interessante Alternative für Business-Kunden: Zum einen muss niemand auf komfortables Arbeiten unterwegs verzichten, zum anderen lässt sich das Notebook schnell zu einem "Tablet-PC" verwandeln, um beispielsweise entspannt zu surfen oder zu präsentieren. Mit einem Preis ab etwa 1500 Euro (im HP-Shop) liegt das EliteBook im oberen Preissegment hochwertiger Subnotebooks und hat dennoch das gewisse Etwas. Technisch konnte es vollkommen überzeugen und es machte unheimlich Spaß damit zu arbeiten. Kleiner Wehrmutstropfen: das Gewicht und der Preis.
* Stefanie Michel, Redaktion Maschinenmarkt
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